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Aktienanleihen: Zinssicherheit täuscht über Verlustrisiko



Aktienanleihen werben oft mit hohen und sicheren Zinsen.
Aktienanleihen werben oft mit hohen und sicheren Zinsen.

Banken bewerben Aktienanleihen mit hohen und sicheren Zinsen. Dass der Gewinn nach oben hin gedeckelt ist und das Risiko eines Verlustes sehr groß sein kann, übersehen Anleger dabei leicht.

Aktienanleihen erfreuen sich durch das anhaltend niedrige Kursniveau immer größerer Beliebtheit. Als gute Alternative zu Sparbuch oder Festgeld preisen es Banken an. Dass die Zinsen für Aktienanleihen mit rund fünf bis neun Prozent im Vergleich zu anderen Anlageformen hoch sind, ist auch richtig. Doch was der Interessent zwar in den Produktprospekten findet, aber leicht überlesen kann, und die Werbung verschweigt: Der maximale Ertrag entspricht dem eingesetzten Kapital zuzüglich der Zinsen. Und: Der Verlust kann bis zum eingesetzten Kapital möglich sein. Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen äußerte sich gegenüber der „Zeit“  im jüngsten Geld-Special, das die Zeitung als Beilage herausgibt, so:  „Banken, die Aktienanleihen mit Zinssicherheit bewerben, führen ihre Kunden in die Irre.“

Was ist eine Aktienanleihe?

Eine Aktienanleihe ist eine an die Kursentwicklung einer bestimmten Aktie gekoppelte Anleihe. Sie ist ein festverzinsliches Wertpapier mit überdurchschnittlich hohen Zinsen, die man jedoch besser als Risikoprämie bezeichnen sollte. Denn das Wagnis ist für den Anleger fast genauso hoch wie bei einem Aktienkauf. Grundsätzlich kann der Emittent oder Herausgeber (meist eine Bank) am Ende der Laufzeit (meist ein bis drei Jahre) frei entscheiden, ob er dem Anleger den Nennwert der Aktienanleihe zurückbezahlt (also das, was der Kunde investiert hat) plus Zinsen oder ihm stattdessen eine bestimmte Anzahl an Aktien, deren Wert weit unter dem des eingesetzten Kapitals liegen kann, ins Depot bucht. Dann fließt Geld nur in Form der Zinsen. Die Investition in Aktienanleihen lässt sich demnach mit einem Glücksspiel vergleichen.

Rutscht der Kurs unter die vereinbarte Marke: Hohe Verluste möglich

Der Kurs steigt und fälltWie die Bank sich entscheidet, hängt üblicherweise von der Kursentwicklung der Aktie ab. Das Kreditinstitut setzt darauf, dass der Kurs der Aktie, auf die sich die Anleihe bezieht, am Ende der Laufzeit unter einen festgelegten Preis (Basispreis) fällt. Dann erhält der Anleger zwar die Zinsen auf sein eingesetztes Kapital, aber selbiges nicht. Stattdessen bekommt er die vereinbarte Anzahl an Aktien, also die Menge, die zum Zeitpunkt des Aktienanleihen-Kaufs dem Wert des eingesetzten Kapitals entsprach. Doch deren Wert ist nun gesunken, also macht der Anleger ein Verlustgeschäft. Im schlechtesten Fall bleibt er auf wertlosen Aktien sitzen. Dann bleiben ihm nur noch die Zinsen beziehungsweise die Risikoprämie.

Liegt der Kurs über der vereinbarten Marke: Kapital gerettet, Zinsen gewonnen

Der Anleger setzt hingegen beim Kauf von Aktienanleihen darauf, dass die Aktie am Ende der Laufzeit über dem festgelegten Preis liegen wird. Sollte dies der Fall sein, erhält er allerdings seinen Einsatz nicht in Aktien, die nun an Wert gewonnen haben, sondern nur das eingesetzte Kapital plus der Risikoprämie. Das bedeutet: Der Gewinn des Kunden ist nach oben begrenzt, also gedeckelt. Sollte die Aktie ihren Wert am Stichtag etwa verdreifacht haben, erhält der Anleger trotzdem nur sein eingesetztes Kapital plus Zinsen. Aktienanleihen rentieren sich demnach nur bei guter Kursentwicklung. Vor dem Kauf sollte der Anleger die Entwicklung der in Frage kommenden Aktie schon einige Zeit beobachtet haben.

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