• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Altersarmut – besonders Frauen müssen vorsorgen



Tabuthema Altersarmut - Besonders Frauen müssen rechtzeitig finanziell vorsorgen!
Tabuthema Altersarmut - Besonders Frauen müssen rechtzeitig finanziell vorsorgen!

Viele Frauen müssen im Alter von weniger Rente leben als Männer. Der Grund: Sie haben oft einen geringeren Verdienst und können durch familiäre Betreuungszeiten meist nicht so viele Arbeitsjahre vorweisen wie ihre männlichen Kollegen. Eine rechtzeitige Altersvorsorge ist deshalb besonders für Frauen ein Muss.

Die Zahlen sind erschreckend: Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass 2015 Männer im Durchschnitt 1154 Euro pro Monat und Frauen lediglich 634 Euro pro Monat gesetzliche Rente erhalten. Viel besser sieht es auch bei Betriebsrenten oder privaten Rentenversicherungen nicht aus.
Die Gründe für die finanziellen Einbußen sind eigentlich immer dieselben: Frauen arbeiten öfter in Teilzeit, unterbrechen für Kindererziehung und Pflege häufiger ihren Job und bekommen nach wie vor 21 Prozent weniger Lohn als Männer. Eine gute Altersvorsorge kann da vieles abfangen – wenn sie die passenden Konditionen hat ist und wenn frühzeitig damit begonnen wird.

Altersarmut – das wann und wo entscheidet

„Für eine zusätzliche Rente von 300 Euro müssten aktuell circa 100 000 Euro angespart werden“, sagt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucherzentrale Bremen. Beginnt man als 20 Jähriger mit dem Sparen, müsste man pro Monat 107 Euro zurücklegen. Wird der Sparstrumpf erst ab einem Alter von 40 gefüllt, müssen schon 233 Euro pro Monat sein. Das Ganze funktioniert allerdings nur, wenn die Ersparnisse nicht weniger als zwei Prozent Rendite einbringen.
Aber nicht nur das „Wann“, sondern auch das „Wo“ ist entscheidend: „Frauen stehen alle Anlagemöglichkeiten offen. Angefangen von Fonds- oder Banksparplänen bis hin zu klassischen Rentenversicherungen oder staatlich geförderten Produkten wie der Riester-Rente“, so Oelmann.

Altersarmut – ab an die Börse

Mut zum Risiko ist auch bei der Altersvorsorge gefragt. Ein weiterer Grund, warum Männer häufig mehr Rente im Alter zur Verfügung haben als Frauen – Männer sind bei Geldanlagen oft risikobereiter als das andere Geschlecht. „Wer noch 30 bis 40 Jahre bis zur Rente Zeit hat, kann auch zu 100 Prozent in Aktien investiert sein“, sagt Andrea Kotte, Vermögensverwalterin bei der Firma Spiekermann & Co. in Osnabrück. „Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass eine Beteiligung am Aktienmarkt bei Laufzeiten von mehr als 15 Jahren das beste Rendite-Risiko-Verhältnis aufweist", erklärt Kotte.

Altersarmut – Vorsicht vor dem „vorsichtigen“ Weg

Die geringere Risikobereitschaft führt dazu, dass Frauen im Schnitt nur 50 Prozent ihres Anlagevermögens in Aktionen anlegen. Dass gerade dieser „vorsichtige“ Weg zu hohen Vermögenseinbußen in der Rente führen kann, erläutert Titus Schlösser von der Portfolio Concept Vermögensmanagement in Köln: „Wer 20 Jahre vor der Rente damit beginnt, monatlich 50 Euro in einen Fonds mit einer Aktienquote von 80 Prozent einzuzahlen, hat selbst 12 000 Euro eingezahlt. Entwickeln sich die Anleihen im Fonds im Schnitt mit 2 Prozent und die Aktien mit etwa 8 Prozent jährlich, könnte sich bis zur Rente ein Vermögen von etwa 25 000 Euro ansammeln. Bei 30 Jahren Spardauer wären es 55 000 Euro.“

Altersarmut – Vorteile der Sparpläne

Der klassische Sparplan mag für viele eine angestaubte Anlagevariante sein, er hat aber tatsächlich auch entscheidende Vorteile: Einzahlungen können vorübergehend eingestellt werden und auch der Verkauf von Fondanteilen ist jederzeit kostenfrei möglich. „Online-Banken bieten oft den kostengünstigsten Zugang zu Fondsinvestments. Auch sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) können in Betracht kommen. Diese bilden Börsenindizes wie den Deutschen Aktienindex (Dax) ab“, erklärt Andreas Görler, Vermögensmanager bei Wellinvest-Pruschke & Kalm in Berlin.

 Altersarmut – Option Riester

Riester-Sparen ist gerade für Personen mit Kindern eine gute Anlagevariante, denn die staatlichen Zuschüsse sind nicht unerheblich. Für Kinder, die ab Anfang 2008 geboren wurden, erhalten Eltern Zulagen für bis zu 300 Euro pro Jahr. Die Riester-Rente fängt auch das Problem der Frauen auf, die nicht berufstätig waren und damit auch keine Förderberechtigung haben. Ist der Ehemann Riester-Sparer, so hat auch die Ehefrau die Möglichkeit, einen Vertrag mit einem jährlichen Beitrag von 60 Euro abzuschließen.

Altersarmut – Flexible Produkte

 „Frauen sollten bei der Altersvorsorge eher auf flexible Produkte setzten“, rät Verbraucherschützerin Oelmann. Mit flexibleren Anlagekonditionen kann man besser auf die wechselnden Arbeits- und Gehaltssituationen reagieren. „Die Produktvielfalt am Markt ist mehr als ausreichend“, so Oelmann. „Deshalb braucht es keine speziellen Altersvorsorgeprodukte für Frauen. Bei diesen kann sogar die Gefahr bestehen, dass sie teurer sind.“
(nr, dpa/tmn)

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE