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Anspruch auf Homeoffice: Ja oder Nein?



Arbeiten von Zuhause: Haben Arbeitnehmer Anspruch darauf?
Arbeiten von Zuhause: Haben Arbeitnehmer Anspruch darauf?

Für viele Arbeitnehmer würde das Arbeiten von Zuhause Vorteile bringen – keine langen Anfahrtswege, mehr Konzentration, mehr Leistung. Doch gibt es einen generellen Anspruch auf Homeoffice?

Arbeiten von Zuhause aus – für viele die Idealvorstellung schlechthin. Kein Pendeln, kein Stau, kein Großraumbüro, keine nervigen Kollegen, die einen ablenken – auf den ersten Blick sieht das nach einer großen Freiheit und jeder Menge Vorteile aus. Problem an dem Ganzen: Viele Arbeitgeber verweigern es. Ist das okay oder hat ein Arbeitnehmer einen generellen Anspruch auf Homeoffice?

Anspruch auf Homeoffice – die Entscheidung liegt beim Chef

Die Antwort fällt eindeutig aus: Nein. „Das Homeoffice ist eine Betriebsstätte des Arbeitgebers. Ob er die einrichtet oder nicht, ist seine eigene unternehmerische Entscheidung“, erklärt Barbara Reinhard, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein. Denn wenn der Chef das Arbeiten von Zuhause zusagt, müssen gewisse Vorschriften eingehalten werden. Darüber hinaus kommen auch Risiken und Ausgaben auf ihn zu. So muss beispielsweise auch der Arbeitsschutz im Homeoffice eingehalten werden und der Arbeitgeber muss sich anteilig an den Nebenkosten seines Mitarbeiters beteiligen.

Anspruch auf Homeoffice – nur mit Ausnahmen

Einen rechtlichen Anspruch auf Homeoffice haben Arbeitnehmer damit nicht. Anspruch auf Homeoffice besteht nur dann, wenn die Option, von Zuhause aus zu arbeiten, in einem Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung festgehalten wurde. Ausnahmen sind so gut wie ausgeschlossen. Auch dann, wenn der Arbeitnehmer noch arbeiten könnte, aber den Anfahrtsweg ins Büro aus Krankheitsgründen zum Beispiel nicht schafft – kein Grund für den Chef, einen Arbeitsplatz im Homeoffice einzurichten.

Anspruch auf Homeoffice – was ist, wenn der Chef seine Zusage zurückzieht?

Doch wie sieht die Rechtslage aus, wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeiter aus dem Homeoffice wieder zurück ins Büro holen will? Denn daran sind zwei Dinge gekoppelt: Zum einen die Betriebsstätte im Zuhause des Arbeitnehmers, zum anderen seinen Aufenthalt dort. „Über die Betriebsstätte gibt es im Idealfall eine vertragliche Vereinbarung, da gelten dann die entsprechenden Regeln zur Kündigung“, gibt die Arbeitsrechtlerin Reinhard zu Bedenken. „Und die Rückkehr des Arbeitnehmers ins Büro ist mangels bindender Vertragszusagen dann rechtlich eine Versetzung - da gelten die gleichen Regeln wie sonst auch.“

(ssc, dpa/tmn)

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