• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Beerdigung garantiert dank Vorsorgevertrag mit dem Bestatter



Beerdigung nach Wusch: der Vorsorgevertrag macht es möglich
Beerdigung nach Wusch: der Vorsorgevertrag macht es möglich

Die eigene Beisetzung im Vorfeld zu planen und zu finanzieren hat viele Vorteile. So wird der Vorsorgevertrag mit dem Beerdigungsunternehmen nicht zur Kostenfalle.

Dienstleister im Bestattungswesen bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Details und Bezahlung ihres Begräbnisses lange vor dem Eintritt des Ernstfalls mittels eines sogenannten Vorsorgevertrages zu klären. Der Experte Dietmar Kurze von der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) weiß: „Wer seine Bestattung selbst regelt, kann viel sicherer sein, dass später auch nach seinen Vorstellungen vorgegangen wird.“ Doch das ist nicht der einzige Pluspunkt bei einem Vorsorgevertrag mit dem Bestattungsinstitut.

Beisetzung nach Wunsch - Vorzüge eines Vorsorgevertrages

In erster Linie kommt ein Vorsorgevertrag für Menschen in Betracht, die niemanden haben, der sich um die Beisetzung kümmern kann. Doch selbst wenn verlässliche Angehörige vorhanden sind, wird ihnen mit dem Vertrag eine Last abgenommen. Zudem kann der Betroffene sicherstellen, dass die Beisetzung vollends nach seinen Wünschen verläuft. Kurze empfiehlt die Einzelheiten und Befugnisse so genau wie möglich festzulegen, um Streitigkeiten vorzubeugen. Das gilt besonders bei speziellen Wünschen wie der Seebestattung oder einer Beisetzung im Ausland.

Ein weiterer großer Vorteil des Vorsorgevertrages ist laut Kurze der Schutz des Vermögens vor dem Sozialamt. Gerade bei geringem Einkommen besteht die Gefahr, dass sonst alles für eventuelle Pflegeleistungen aufgebraucht werde. In dem Zusammenhang sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Zahlung an den Bestatter gesichert ist.

Mittels Treuhandvertrag zum sicheren Grab

Kurze warnt davor, dass das bereits gezahlte Geld weg sein könne, wenn das Bestattungsunternehmen im Laufe der Zeit nicht mehr existieren sollte. Dem können Verbraucher durch einen Treuhandvertrag vorbeugen.

Nachdem die genauen Vorstellungen zum Kauf des Grabmals und der Grabpflege zwischen Kunde und Beerdigungsunternehmen vertraglich festgehalten wurden, erstellt der Bestatter ein Angebot. Anhand dieses Kostenvoranschlages schließt der Kunde einen Treuhandvertrag ab. Die Zahlung erfolgt anschließend über den Bestatter oder direkt an die Treuhand. Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, erklärt, dass das Kapital verzinslich angelegt werde. Die Höhe des Treuhandvermögens werde dem Kunden mindestens einmal im Jahr über den Bestatter mittgeteilt.

Marion Weitemeier von der Stiftung Warentest rät besonders dann zu einem Vertrag mit einer Treuhandgesellschaft, wenn der Kunde seine Bestattung auf einen Schlag bezahlen und es vor dem Zugriff des Sozialamtes schützen will. Die Expertin weiß, dass ein Großteil der Treuhandgesellschaften Schutz vor Konflikten mit dem Sozialamt bietet und zudem auch die Kosten für juristische Erstberatung sowie Gerichts- und Anwaltskosten trägt.

So wird der Vorsorgevertrag nicht zur Kostenfalle

Weitemeier warnt jedoch vor möglichen Nachteilen des Vorsorgevertrages: „Vorzeitig zu kündigen, kann teuer werden.“ Bekannt seien der Stiftung Warentest Verträge, die bei einer Kündigung bis zu 20 Prozent der Auftragssumme verlangen. Ein genaues Prüfen der Vertragsbedingungen sei daher unabdingbar. Auch Rechtsanwalt Kurze ist bekannt, dass einige Bestatter ihre Leistungen als teurer darstellten, statt den Hinterbliebenen zu viel gezahltes Geld zurückzugeben. Auch ist es möglich, dass die erbrachte Leistung am Ende geringer ausfällt als vorab vereinbart.

Die Experten empfehlen diesen Risiken mittels einer zusätzlichen Bankbürgschaft vorzubeugen. Schließlich können auch Treuhandgesellschaften pleitegehen. Auch gibt es Alternativen zur Zahlung des kompletten Betrages. „Verbraucher können beispielsweise einen persönlichen Testamentsvollstrecker benennen, entsprechend bevollmächtigen und diesen später die Angelegenheiten der Beerdigung erledigen lassen“, rät Kurze. Allerdings lohnt sich dies nicht bei kleineren Vermögen.

Bestattungsverfügung als Alternative zum Vorsorgevertrag

Wer sein Begräbnis geklärt haben möchte, muss nicht zwangsläufig einen Vorsorgevertrag inklusive Treuhand abschließen. Auch eine sogenannte Bestattungsverfügung kann sinnvoll sein. In dieser wird formlos festgehalten, wer zuständig ist und wie die Beisetzung aussehen soll. Das ist insbesondere für die Hinterbliebenen sehr hilfreich. Verbraucher binden sich so nicht an einen bestimmten Bestatter, Änderungen sind viel unkomplizierter. Kurze warnt jedoch: Entscheidend sei, dass Angehörige, Testamentsvollstrecker, Pflegeheim und Co. von der Bestattungsvorsorge wissen und wo sie zu finden ist.

(at, dpa/tmn)

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE