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Blöde Geschenke bekommen? So klappt's mit dem Umtausch!



Nicht immer bereiten Geschenk Freude. Umtauschen hilft!
Nicht immer bereiten Geschenk Freude. Umtauschen hilft!

War nicht das richtige Handy unterm Christbaum oder ist der Pulli zu klein? Geschenke kann man meist problemlos umtauschen. Allerdings: Ein Recht darauf haben Verbraucher nur in manchen Fällen.

Dem Kaufrausch vor Weihnachten folgt das Umtauschfieber danach. Ob Bücher, DVDs oder Parfum: Nicht immer trifft man den Geschmack des Beschenkten. Das Gute: Meist kann man die Dinge umtauschen. Dies bestätigt auch eine Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Demzufolge erstatten 80 Prozent der Händler ihren Kunden bei Nichtgefallen eines Geschenks problemlos den Kaufpreis oder stellen ihnen einen Gutschein aus. Allerdings ist es ein weitverbreiteter Irrglaube, dass man ein Recht auf Umtausch hat. Es handelt sich um reine Kulanz seitens des Händlers.

Bei Nichtgefallen: Umtausch aus Kulanz

Der Umtausch von Geschenken wegen Nichtgefallens ist ein freiwilliger Service. Die Bedingungen kann der Händler frei gestalten – etwa die Dauer und die Art (Geld zurück, Gutschein oder anderes Produkt). Meist stehen die Umtauschbedingungen im Kassenbereich oder auf dem Kassenbon.

Verkäufer und Käufer können aber auch individuelle Absprachen treffen – was vor allem für Boutiquen und kleinere Läden von Vorteil ist. Beachten sollte man hierbei jedoch, diese beim Geschenk-Kauf „schriftlich zu fixieren“, rät Josina Starke von der Verbraucherzentrale (VZ) Niedersachsen.

Bei Vereinbarung: Recht auf Umtausch

Egal, ob die Bedingungen für einen Umtausch aushängen oder persönlich vereinbart wurden, die Vereinbarung ist dann rechtskräftig. Das heißt: Wenn der Händler das Umtauschrecht anbietet, „dann gilt das als Zusatz zum Kaufvertrag und ist bindend“, erklärt Michael Hummel von der VZ Sachsen.

Kunden sollten bei einem Geschenk-Umtausch jedoch beweisen können, dass sie oder ein anderer die Ware in dem Geschäft gekauft haben. Rechtlich sei der Bon zwar nicht zwingend erforderlich, klärt der Verbraucherschützer weiter auf, auch eine Kontoabbuchung könne den Kauf bestätigen. Mit dem Bon geht es aber am einfachsten.

Wichtig sei in jedem Falle, dass man das Geschenk unbenutzt zurückgebe – gerade weil der Händler hier Kulanz zeige.

Geschenk im Internet oder Versandhandel gekauft?

Bei Geschenk-Bestellungen im Internet, beim Versandhandel, an der Haustür oder am Telefon gibt es ein Widerrufsrecht. In diesen Fällen kann man „den Kaufvertrag ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware widerrufen“, erläutert Josina Starke von der VZ Niedersachsen.

Ausnahmen gebe es jedoch: Bei verderblicher Ware oder entsiegelten CDs etwa habe der Kunde dazu kein Recht, warnt Stefan Hertle vom HDE. Ihren Widerruf sollten Verbraucher am besten schriftlich per Einschreiben mit Rückschein absenden. Die Frist dafür beginnt mit dem Erhalt der Ware.

Doch Obacht: Das bloße Zurücksenden eines Geschenks reicht rechtlich nicht aus, es muss eine eindeutige Erklärung beiliegen.

Umtausch von defektem Geschenk: Gewährleistungsrecht

Wenn Weihnachtsgeschenke defekt sind oder einen Mangel aufweisen, greift das Gewährleistungsrecht. Der Käufer kann es bis zu zwei Jahren nach dem Kauf geltend machen. In den ersten sechs Monaten muss man einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zufolge nur noch nachweisen, dass ein Geschenk nicht funktioniert. Wodurch und wie der Fehler entstand, müssen Verbraucher nicht angeben. Danach ändert sich die Beweispflicht: Ab dem siebten Monat muss der Kunde nachweisen, dass der Defekt beim Kauf schon da war, erklärt Michael Sittig von der Stiftung Warentest. Zuvor gehe man davon aus, dass der Mangel bereits beim Kauf vorhanden war. 

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