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Dachziegel trifft Kopf? Vermieter haften – und sollten eine Versicherung abschließen



Herzlich, aber hart – vor allem, wenn sich ein Ziegel lockert und Passanten trifft.
Herzlich, aber hart – vor allem, wenn sich ein Ziegel lockert und Passanten trifft.

Ob herunterfallende Ziegel oder loses Balkongeländer: Besitzer von Immobilen müssen für solche Mängel geradestehen. Eine Haus- und Grundbesitzerhaftplichtversicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Sicherheitsmängeln.

Besitzer von Immobilien und Eigentümergemeinschaften sollten unbedingt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung haben. Denn wenn ein Eigentümer seine sogenannte Verkehrssicherungspflicht verletzt hat, springt die spezielle Haftpflicht ein. Verunglückt etwa ein Passant durch einen heruntergefallenen Dachziegel oder verletzt sich ein Mieter durch ein defektes Garagentor, übernimmt die Versicherung den Schadensersatz. Das Gute: Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung  gibt es schon ab 24 Euro jährlich. Allerdings: Für den gleichen Schutz können Vermieter auch bis zum Vierfachen berappen müssen. Das ergab eine Untersuchung der Finanztest, für die das Magazin 82 Policen von 51 Anbietern mit einer Versicherungssumme von mindestens fünf Millionen Euro unter die Lupe genommen hat. Den Test gibt es auch separat als Download.

Haftpflicht schützt Vermieter vor finanziellem Ruin

Kommt es durch Mängel am Haus zu einem Unfall, kann die Schadenssumme schnell in die Millionenhöhe schnellen. Finanztest schildert ein tragisches Beispiel: Ein Besucher einer Dachgeschosswohnung setzte sich auf die Brüstung der Terrasse. Die war lose und der Mann stürzte in die Tiefe. Jetzt ist er querschnittsgelähmt. Der Haftpflichtversicherer des Immobilieneigentümers überwies dem Mann bis heute 1,5 Millionen Euro. Ohne Haus- und Grundbesitzerhaftplicht hätte der Vermieter selbst zahlen müssen.

Wer braucht Haus- und Grundbesitzerhaftplicht?

Wer ein Haus oder eine Wohnung vermietet, braucht eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Auch Eigentümergemeinschaften sollten eine solche Police haben. Ebenso seien der Finanztest zufolge unbebaute Grundstücke ein Risiko: Spielende Kinder könnten sich verletzen. Der Eigentümer könne sogar für die Beseitigung wild abgeladenen Mülls zur Kasse gebeten werden, die Räum- und Streupflicht im Winter gelte sowieso. Für Bewohner eines Eigenheims genüge allerdings eine Privathaftpflichtversicherung, die für einen etwaigen Schadensersatz einspringe.

Guten Schutz für Vermieter gibt’s schon ab 24 Euro

Wie die Untersuchung der Finanzexperten ergab, erhalten Vermieter eines Einfamilienhauses bereits ab 24 Euro jährlich den speziellen Haftplichtschutz – und zwar bei der CosmosDirekt. Zum Vergleich: Bei der WWK kostet der gleiche Schutz bis zu 107 Euro – mehr als das Vierfache. Für Zweifamilienhäuser bietet die GVO mit 37,56 Euro und für Mehrfamilienhäuser die NV mit 38,08 Euro die günstigsten Tarife.

Unterschiede beim Schutzumfang

Solarpanel auf dem Dach könnten sich lösen und Menschen verletzen. Eigentümer eines Hauses mit Solarstromanlage auf dem Dach sollten eine Police auswählen, die damit verbundene Haftpflichtrisiken möglichst vollständig übernehme, empfiehlt die Finanztest.

Günstige Beispiele sind hier die Angebote von Gothaer und Huk24. Auch der Schutz für Risiken aufgrund von Bauarbeiten am versicherten Gebäude oder Grundstück ist laut Untersuchung unterschiedlich:

Während die Ostangler nur bis zu einer Bausumme von 15 000 Euro Schutz gewährt, bieten ihn die Alte Leipziger und die SV Sparkassenversicherung ohne Begrenzung an.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für Eigentümergemeinschaften

Für Eigentümergemeinschaften ist es nicht einfach, einen passenden Haftpflichtschutz zu finden: Nur etwa ein Drittel der Versicherungen kommt für die Folgen von Schäden am Gemeinschaftseigentum auf. Typisches Beispiel: Während einer nötigen Sanierung müssen die Bewohner einzelner Wohnungen in Ausweichquartieren wohnen. Die Kosten müsste dann die Eigentümergemeinschaft übernehmen. Für solche Schäden kommen zum Beispiel die Basler oder die Ergo auf.

Haftpflicht schützt nicht vor Sorgfaltspflicht

Trotz einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung müssten Vermieter ihre Verkehrssicherungspflichten erfüllen, warnen die Finanzexperten. Wer etwa seiner Räum- und Streupflicht im Winter absichtlich nicht nachkommt, kann von seiner Versicherung im Schadensfall nicht die Übernahme der Kosten erwarten: Bei grober Fahrlässigkeit könne sie die Leistungen kürzen.

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