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Das passiert, wenn man geerbte Grundstücke tauschen möchte



Ein Grundstück gerecht zu vererben ist gar nicht so einfach.
Ein Grundstück gerecht zu vererben ist gar nicht so einfach.

Da wollen die Großeltern ihren Nachlass salomonisch teilen und splitten die Grundstücke jeweils so, dass die drei Enkel die Möglichkeit haben, nach einem Tausch dort zu bauen. Und dann hält am Ende der Fiskus die Hand auf.

Eine Erbschaft ist mitunter eine komplizierte Sache. Das zeigt auch dieses vom Finanzgericht Rheinland-Pfalz verkündete Urteil (AZ.: 4 K 1380/13): Demnach müssen Erben, die Grundstücke oder Miteigentumsanteile an Grundstücken im Rahmen der Erbauseinandersetzung erhalten, für einen späteren Tausch der Flächen Grunderwerbssteuer zahlen. Bei einer Erbauseinandersetzung erfolgen die Abwicklung, zu der etwa die Begleichung von Nachlassverbindlichkeiten gehört, sowie die Aufteilung des Erbes.

Grunderwerbssteuer für getauschte Grundstücksanteile

Damit wies das Gericht die Klage eines Mannes zurück, der gemeinsam mit seinen beiden Geschwistern und dem Großvater von der Großmutter mehrere Grundstücke geerbt hatte. Zwei davon wurden im Rahmen der Erbauseinandersetzung zu je einem Drittel auf die drei Geschwister übertragen. Einige Jahre später tauschten die Geschwister ihre Miteigentumsanteile, wodurch der Kläger Alleineigentümer eines der Grundstücke wurde. Das Finanzamt verlangte für den Tausch 1.900 Euro Grunderwerbssteuer.

Steuerfrei oder nicht?

Der zur Zahlung gebetene Mann klagte nach erfolglosem Einspruch gegen die Forderung und berief sich auf § 3 Nr. 3 des Grunderwerbsteuergesetzes, wonach der Erwerb steuerfrei sei, da die beiden Grundstücke einer Erbengemeinschaft gehört hätten. Die Aufteilung der beiden Grundstücke hätte der Großvater gemacht, da seinerzeit noch nicht absehbar gewesen sei, wer von den Geschwistern dort einmal bauen würde. Mit dem Tauschvorgang hätten die drei Erben lediglich den Willen des Großvaters umgesetzt.

Grundstückstausch nach der Erbaufteilung steuerpflichtig

Das sah das Finanzgericht anders: Die vom Kläger genannte Steuerfreiheit gelte nur, wenn das Grundstück noch Teil des Gesamterbes sei. Das sei hier aber nicht der Fall. Denn mit der Übertragung auf die Geschwister im Rahmen der Erbauseinandersetzung seien die Flächen nicht mehr Teil des Nachlasses gewesen, sondern zu Eigentum geworden - die Erben hätten es also auch anderweitig verkaufen können. Deshalb falle bei einem nachfolgenden Tausch Grunderwerbssteuer an.

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