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Den Nachlass sichern mit einer eigenen Stiftung



Mit einer Stiftung Gutes tun und das Erbe sichern
Mit einer Stiftung Gutes tun und das Erbe sichern

Was geschieht später mit meinem Vermögen? Immer mehr ältere Menschen finden auf diese bange Frage eine ungewöhnliche Antwort: eine eigene Stiftung gründen.
Vielen Senioren graut vor dem Gedanken, was mit ihrem hart ersparten Geld einmal alles passieren könnte. Vor allem Streitigkeiten unter den Erben bereiten ihnen Kopfschmerzen. Und dann sind da noch die Steuern: Wer sein Vermögen zu Lebzeiten überträgt, belastet den Empfänger mit Schenkungssteuer oder nach dem Tode mit Erbschaftsteuer.  

Steuervorteile für gemeinnützige Stiftungen

Es sei denn, er oder sie gründet eine gemeinnützige Stiftung. Damit kann man dem Finanzamt nämlich schnell ein Schnippchen schlagen. Denn gemeinnützige Stiftungen sind nicht nur von der Erbschafts-, sondern auch von der Körperschaftssteuer befreit. Und noch eine Erleichterung winkt dem Stifter: Er kann seine Vermögenszuwendungen als Spender von der Einkommensteuer absetzen.
Stiftungsgründer sparen aber nicht nur Geld, sie können auch selbst bestimmen, was aus ihrem Vermögen werden soll. Denn: Voraussetzung für die Gründung einer Stiftung ist, dass sie einem fest definierten Zweck dient. Das können Bereiche wie Bildung und Erziehung sein, Kunst und Kultur, Umwelt- und Naturschutz und eine ganze Reihe mehr.

Stiftungen für einen guten Zweck

Vielen Stiftern ist es wichtig, beispielsweise das Ehrenamt zu fördern, Projekte in der eigenen Region zu unterstützen oder sich bürgerschaftlich zu engagieren. Übrigens ein Ansatz mit inzwischen langer Tradition: Schon im 15. Jahrhundert errichteten die reichen Fugger in Augsburg erstmals eine Stiftung, die Sozialhäuser baute – und schufen sich damit ein Stück Unsterblichkeit, auch dies ein Motiv für den einen oder anderen Gründer.


 

Freilich: Mit dem guten Zweck allein ist es noch nicht getan. Nötig ist auch ein sogenanntes Stiftungskapital, das in der Regel bei 50.000 Euro liegen sollte. Eine gesetzliche Mindesthöhe gibt es allerdings nicht.

Strenge Kontrollen durch die Behörden

Und: Der Stiftungsgründer kann sich sein Geld nicht mehr zurückholen. Das Stiftungskapital muss in seiner Substanz erhalten bleiben. Die Stiftung verteilt ihre Fördergelder also ausschließlich aus Einnahmenquellen wie Zinsen, Mieten, Spenden oder Zuschüssen. „Wer eine Stiftung errichtet“, betont Verena Staats, Justiziarin beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, „trennt sich von dem eingebrachten Vermögen für immer und kann dieses Geschäft nicht rückgängig machen.“


Bevor es losgehen kann, müssen die Stiftungsaufsicht und das zuständige Finanzamt der Zweckbestimmung der Satzung der künftigen Stiftung zustimmen. Erst dann kann ein Antrag auf Gründung gestellt werden. Stiftungen werden in Deutschland streng kontrolliert – von außen durch Stiftungsaufsicht und Finanzamt, von innen durch den Stiftungsrat, der den Vorstand beaufsichtigt.

Vorsicht vor rachsüchtigen Nachkommen!

Bleibt schließlich noch das Problem mit der Familie. „Wer mit seiner Stiftung ausschließlich die Familie absichern will“, betont Frank Schuck, Steuerberater beim Bundesverband Deutscher Stiftungen, „sollte auf die Steuervorteile einer gemeinnützigen Stiftung verzichten.“ Der Grund: Gemeinnützige Stiftungen dürfen maximal ein Drittel ihres Einkommens zur Familienabsicherung verwenden. Streit unter den Familienangehörigen ist da nicht ausgeschlossen.


Und wenn es hart auf hart kommt: Ehepartner und Kinder haben auch weiterhin Anspruch auf ihren Pflichtteil als Erbe und können die Stiftung angreifen. Eine Stiftung nur deshalb zu gründen, um unliebsamen Nachkommen eine lange Nase zu zeigen – der Schuss kann also nach hinten losgehen.
Tipp: Informationen rund um Vorteile und Voraussetzungen einer eigenen Stiftung finden sich beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.


(adm, dpa/tmn)

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