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Der gläserne Mieter: Welche Fragen erlaubt sind und welche nicht



Obacht, sensible Daten! Der gläserne Mieter muss nicht alles preisgeben.
Obacht, sensible Daten! Der gläserne Mieter muss nicht alles preisgeben.

Wer auf Wohnungssuche ist oder war, kennt das Problem: Der Mietinteressent muss – salopp gesprochen – die Hosen runter lassen. Viele Vermieter wollen weit mehr wissen als das, was der Mieter in der Selbstauskunft angibt – obwohl manche Daten gar nicht erhoben werden dürfen. Tipps zu drei Aspekten, die der gläserne Mieter nicht angeben muss.

Die Wohnungssuche ist vielerorts sehr schwierig geworden, gerade in Ballungszentren ist bezahlbarer Wohnraum knapp und heißbegehrt. So begehrt, dass Mieter bereit sind, alles von sich preiszugeben, nur um den Zuschlag für eine Wohnung zu bekommen. Doch viele Fragen seitens der Vermieter oder Makler sind schlichtweg nicht zulässig. 

So muss die Selbstauskunft an sich erst ausgefüllt werden, wenn der Mieter nach erfolgter Wohnungsbesichtigung ernsthaftes Interesse an dem Mietobjekt bekundet, erklärt Helga Block, die Landesbeauftragte für Datenschutz in Nordrhein-Westfalen. Doch wer lässt es darauf schon ankommen?

Datenschützer in Nordrhein-Westfalen sind dennoch auf die Barrikaden gegangen und haben Formulare zur Mieterselbstauskunft bei Maklern und Wohnungsverwaltungen untersucht. So viel sei vorweg gesagt: Es gab immer einen Grund zur Beanstandung, ausnahmslos. Und zwar aus der Tatsache heraus, dass nicht alle Daten abgefragt werden dürfen. Anbei drei wichtige Aspekte, die der gläserne Mieter im Hinterkopf haben sollte.

Punkt 1: Muss der gläserne Mieter vorangegangene Mietverhältnisse offenlegen?

Wenn der Makler oder der Vermieter die Kontaktdaten des bisherigen Vermieters wissen möchte, handelt es sich hierbei um eine unzulässige Frage, die der Mietinteressent verweigern kann. Diese Daten sind laut der Datenschutzexpertin für den Abschluss eines Mietvertrages nicht erforderlich und widersprechen dem Grundsatz der Direkterhebung.

Punkt 2: Muss der gläserne Mieter eine Kopie seines Personalausweises vorlegen?

Ein Makler oder Vermieter ist berechtigt, Name, Vorname und Anschrift des Mietinteressenten zu erfragen. In diesem Zug kann er sich auch den Personalausweis vorlegen lassen, um die Angaben zu überprüfen. Was in der Regel unzulässig ist: Eine Kopie des Personalausweises zu fordern. Ebenso unzulässig: Das Notieren der Seriennummer des Personalausweises.

Punkt 3: Muss der gläserne Mieter Auskünfte zu seiner Bonität erteilen?

Um sich abzusichern, dass der Mietinteressent liquide ist und die Miete begleichen kann, fordern Vermieter oder Makler eine Bonitätsauskunft. Laut der Datenschützer ein schwieriges Unterfangen, denn die Forderung nach einer allgemeinen Auskunft, wie beispielsweise der SCHUFA, ist nicht zulässig. Denn in diesem Dokument sind viele Daten aufgeführt, die schlichtweg den Vermieter oder Makler nichts angehen. Anders sieht es aus, wenn es zu einem Abschluss des Mietvertrages kommt: In diesem Fall kann einen SCHUFA- bzw. Bonitätsauskunft verlangt werden.

(ssc, dpa/tmn)

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