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Ehevertrag: Liebeskiller oder Anfang einer guten Ehe?



Was von der Liebe übrig bleibt, regelt der Ehevertrag
Was von der Liebe übrig bleibt, regelt der Ehevertrag

Ein Ehevertag regelt Unterhalt und Betreuung der Kinder. Damit ist er auch für weniger vermögende Paare sinnvoll. Im Falle einer Scheidung kann ein Ehevertrag das Schlimmste verhindern.

Noch immer haftet dem Thema Ehevertrag etwas Unerbittliches und absolut Unromantisches an. Kein Wunder, schließlich handelt es sich bei der Eheschließung um einen Akt der Liebe. Jedoch kann diese vergehen und am Ende bleibt von der großen Zuneigung lediglich ein Scherbenhaufen zurück. Ein Ehevertrag kann zwar nicht das mögliche Ende einer Ehe verhindern, aber er kann die Trümmer danach deutlich geringer halten oder sogar gänzlich verhindern. Darum sollten auch Paare mit wenig Vermögen über einen Ehevertrag nachdenken.

Überflüssiger Ehevertrag?

Die wenigsten Paare entscheiden sich für einen Ehevertrag. Eva Becker, Fachanwältin für Familienrecht in Berlin meint dazu: „Viele brauchen ihn nicht. Die gesetzlichen Regelungen sind ja für einen durchschnittlichen Fall, der auf viele Lebenskonstellationen wunderbar passt.

Ein häufiger Grund warum sich viele Paare auch dagegen entscheiden, ist rein emotional. Für sie ist ein Ehevertrag unangemessen und wirkt wie ein Vertrauensbruch. Wenn dadurch die Beziehung auf dem Spiel steht, sollte man von einem Ehevertrag absehen.

Dennoch raten die meisten Profis zu einem Vertrag vor der Ehe. Auch wenn es unromantisch ist, tatsächlich lernt man in den Vertragsverhandlungen viel über sich und seinen Partner. Man kann seine gemeinsamen Lebensvorstellungen überprüfen und sich auf eine gerechte Lösung für beide Parteien einigen. Leider geht es ohne in den meisten Scheidungen alles andere als gerecht zu. Viele sprechen nicht einmal mehr mit einander. Wenn sich Paare in solchen Verhandlungen einig werden, hat meist auch die Ehe ein gutes Fundament.

Pflichttermin: Ehevertrag aufsetzen!

Anders und weniger emotional sieht die Situation schon aus, wenn die Ehepartner schon älter sind und nach ihrem Tod nicht von ihrem neuen Ehepartner beerbt werden wollen, sondern von ihren Kindern. Oder wenn einer der Partner eine Firma besitzt, die durch eine eventuelle Scheidung gefährdet ist. „Dafür kann man die Zugewinngemeinschaft modifizieren“, so Becker.

Generell rät die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht vom Deutschen Anwaltverein (DAV), die eigene Beziehung alle paar Jahre zu überprüfen: Brauche ich jetzt einen Vertrag? Denn natürlich können sich Dinge ändern. Ein junges Studentenpärchen beispielsweise kann wenige Jahre später über viel Vermögen verfügen. Letztlich muss der Ehevertag auch nicht direkt mit der Eheschließung aufgesetzt werden, er kann auch zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoller sein.

Kinder und Geld: Das sind die wichtigsten Punkte im Ehevertrag

Laut Becker sind die Regelungen abhängig von der jeweiligen Lebenssituation, also zum Beispiel, ob Kinder vorhanden sind. Meist wird sich auf den Güterstand bezogen. Einige nehmen auch das Wohnrecht in ihren Ehevertrag auf, um demjenigen die Wohnung bzw. das Haus zu überlassen, der die Kinder betreut.

Auch die Verteilung von Haushaltsgegenständen kann im Ehevertrag vorkommen: Jeder behält das, was er angeschafft hat. Unterhalt ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Einige Paare etwa legen fest, dass derjenige, der die Betreuung der Kinder übernimmt, nicht arbeiten muss, bis die Kinder ein gewisses Alter erreicht haben. Das fehlende Einkommen wird dann durch den arbeitenden Elternteil ausgeglichen. Beide Punkte können auch für weniger vermögende Paare von großer Wichtigkeit sein.

Ist ein Ehevertrag unantastbar?

Becker weiß, dass es trotz aller Regelungen nicht möglich ist, den Trennungsunterhalt auszuschließen. „Das ist der Unterhalt, den Ehegatten einander schulden bis zur Rechtskraft der Scheidung.“

Nicht zulässig sind zudem übervorteilende Verträge zu Gunsten des einen Ehepartners, die demjenigen womöglich in einer Drucksituation untergejubelt wurden. Solche Verträge können sich dann als unwirksam herausstellen. Notar und Anwalt halten sich jedoch an die Rechtssprechung.

(at, dpa/tmn)

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