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Ein Nebenjob lohnt sich auch steuerlich



Mit einem Nebenjob können Steuern gespart werden.
Mit einem Nebenjob können Steuern gespart werden.

Dinge bei Ebay verkaufen, Briefe zustellen, an der Volkshochschule unterrichten oder eine Mannschaft trainieren – über einen Nebenjob verdienen sich viele Geld dazu. Das kann auch bei der Steuer Vorteile bringen.

Abgabenfreier Minijob

Wer sich einen Nebenjob sucht, fährt steuerlich besonders gut, wenn er oder sie nicht mehr als 450 Euro monatlich dazuverdient. Meist versteuert dann der Arbeitgeber diese „geringfügige Beschäftigung“ pauschal mit zwei Prozent. Für Arbeitnehmer ist der Nebenjob in aller Regel abgabenfrei und spielt in der Steuererklärung keine Rolle.

Wer dagegen über 450 Euro monatlich verdient, fällt mit seinem Nebenjob in die Lohnsteuerklasse VI. Sozialabgaben werden dann auch für die Zusatztätigkeit in voller Höhe fällig. Für den Haupterwerb bleibt es bei der regulären Steuerklasse.

Übt jemand zwei oder mehr Minijobs aus, gilt die Steuer- und Sozialabgabenfreiheit nur für den ersten dieser Jobs. Den zweiten 450-Euro-Verdienst addiert das Finanzamt generell zum Haupteinkommen dazu.

Wie Selbstständige Steuern sparen

Selbstständige bekommen unter bestimmten Bedingungen Geld vom Finanzamt zurück.Wer im Nebenjob selbstständig ist, zum Beispiel einen Online-Shop betreibt oder als Hobby-Fotograf Einnahmen hat, kann Betriebsausgaben bzw. Verluste absetzen und so Steuern sparenZur Abgabe einer Steuererklärung sind hauptberuflich Angestellte verpflichtet, sobald ihre Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit über 410 Euro im Jahr liegen.
Das gilt auch dann, wenn diese Grenze nur zusammen mit anderen Extra-Einnahmen, zum Beispiel aus der Vermietung einer Wohnung, überschritten wird.

Um Steuern zu sparen, spielen die Betriebsausgaben eine wichtige Rolle. Hierzu zählen beispielsweise Arbeitsmittel, die für den Nebenjob nötig sind, zum Beispiel Büromöbel, Computer, evtl. Fotokamera und ähnliches. Dazu kommen Fahrt-, Telefon- und Internetkosten. Teurere Arbeitsmittel müssen Selbstständige in der Regel über mehrere Jahre verteilt abschreiben. Bei einem Computer zum Beispiel sind es in der Regel drei Jahre. Eine teils private Nutzung, zum Beispiel des PCs oder der Fotokamera, kann das Finanzamt in Abzug bringen.

Vorteile durch die Umsatzsteuer

Wer im Nebenjob selbstständig ist, sollte sich gut überlegen, ob er auf die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer verzichten will. Zwar besteht keine Pflicht, Auftraggebern bzw. Kunden Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen, wenn die Einnahmen im ersten Jahr der Selbstständigkeit nicht über 17.500 Euro liegen und im darauffolgenden Jahr voraussichtlich nicht über 50.000 Euro. Trotzdem kann es sich auch für sogenannte Kleinunternehmer lohnen, Umsatzsteuer zu erheben. Denn bei der Abrechnung mit dem Finanzamt können Selbstständige umgekehrt die Umsatzsteuerbeträge, die sie selbst im Rahmen von Betriebsausgaben gezahlt haben, abziehen.

Nebenjob FotografBeispiel: Ein Fotograf hat durch seinen Einsatz auf Firmenfeiern, Hochzeiten usw. 13.000 Euro im Jahr eingenommen. Von seinen Kunden hat er zusätzlich 19 Prozent Umsatzsteuer bezogen und an das Finanzamt weitergeleitet. Für Ausgaben wie Fotomaterial, Bewirtung von Kunden, Telefonrechnungen usw. hat er seinerseits rund 3.000 Euro Umsatzsteuer im Jahr gezahlt. Diesen Betrag bekommt er vom Finanzamt erstattet.

Steuervorteile für Vereinstrainer, Pfleger und ehrenamtlich Tätige

Wer einen Nebenjob im gemeinnützigen Bereich hat, profitiert von hohen Steuerfreibeträgen. Einem Hobby-Fußballer zum Beispiel, der in seiner Freizeit die Jugendmannschaft seines Vereins trainiert oder einem Chorleiter, der regelmäßig Singstunden gibt, steht der sogenannte Übungsleiterfreibetrag zu. Er liegt bei 2.400 Euro jährlich. Einnahmen bis zu dieser Höhe sind steuer- und sozialabgabenfrei.

Diese Pauschale können aber nicht nur „Übungsleiter“ im engeren Sinne nutzen. Sie steht auch Dozenten an Volkshochschulen, Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen zu. Daneben Betreuern von Kindern oder Senioren, die Spielkreisgruppen oder ähnliches organisieren. Auch die nebenberufliche Alten- oder Behindertenpflege wird mit diesem Freibetrag honoriert, genauso wie die ehrenamtliche rechtliche Betreuung von zum Beispiel dementen Menschen.

Niedriger als der Übungsleiter- und Betreuerfreibetrag ist die sogenannte Ehrenamtspauschale. Sie gilt generell für Mitarbeiter und Helfer in gemeinnützigen Organisationen oder Kirchen. Die Pauschale liegt bei 720 Euro jährlich. Bis zu diesem Betrag sind alle Einnahmen steuer- und sozialabgabenfrei.

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