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Wann muss ein Testament von Hand geschrieben sein?



Sieht schön aus - reicht aber nicht unbedingt. Das nicht öffentliche Testament muss vollständig von Hand geschrieben sein.
Sieht schön aus - reicht aber nicht unbedingt. Das nicht öffentliche Testament muss vollständig von Hand geschrieben sein.

Der stilvoll handverfasste Brief mag als verstaubt gelten – wenn es um das Testament ohne Notar geht, gilt: Der Verfasser muss es per Hand schreiben und signieren. Sonst drohen ungewollte Konsequenzen.

Eine Videobotschaft, Computerdatei, SMS oder WhatsApp-Nachricht wäre als Testament zwar sehr praktisch, ist rechtlich jedoch unwirksam. Darauf hat die Rheinische Notarkammer hingewiesen.

Testamente per Video, SMS oder über WhatsApp &Co. sind ungültig

Mit einem süffisanten Lächeln begrüßt der verstorbene, millionenschwere Erbonkel  per Videobotschaft die „ach so liebe Verwandtschaft“, um ihnen sein Testament zu verkünden. Die von Geldgier und Neid zerfressenen vermeintlichen Erben lauschen mit scharrenden Hufen. Doch dann der Super-Gau: Der Onkel hat alles einer Stiftung vermacht! Diese frei erfundene Szene würde wohl für einen Film oder Roman taugen, rein gesetzlich betrachtet, gehört sie aber in die Tonne.  Denn:

Eigenhändige Testamente nur handschriftlich und unterschrieben gültig

Nach deutschem Recht muss ein sogenanntes eigenhändiges Testament, also ohne Mitwirkung eines Notars, „mindestens handschriftlich verfasst sein“, erklärt der Notar Michael Uerlings, Pressesprecher der Rheinischen Notarkammer. Konkret bedeute das: Der Verfasser müsse das Testament eigenhändig notieren und das Ganze zum Schluss unterschreiben. Eine Videobotschaft, Computerdatei, SMS oder eine Nachricht über WhatsApp & Co. erkenne das Gesetz nicht als Testamente an.„ Jede Zeile des Testaments muss mit der Hand geschrieben werden, sonst ist es unwirksam“ warnt Michael Uerlings.

Was gehört in ein Testament?

Jeder Bürger hat laut Pressemitteilung der Rheinischen Notarkammer das Recht, die Erbfolge zu bestimmen. Er könne Personen nach seinen Vorstellungen als Erben einsetzen – oder auch ausschließen – sowie bestimmte Gegenstände wie etwa ein Bild oder ein Grundstück einem Einzelnen vermachen. Allerdings sollte ein Testament unmissverständlich formuliert sein. Denn nicht selten trete deshalb trotz eines Testaments die gesetzliche Erbfolge ein, heißt es auf der Homepage des Zentralen Testamentsregister, das die Bundesnotarkammer führt.  

Öffentliches Testament erfordert kein handschriftliches Verfassen

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann für das Verfassen eines sogenannten öffentlichen Testaments einen Notar aufsuchen. Der würde laut Michael Uerlings nicht nur die Beurkundung vornehmen, sondern vorher umfassend beraten. Zudem muss der Testierende es laut Zentralem Testamentsregister nicht eigenhändig schreiben, sodass selbst sehr kranke Menschen oder Personen, die weder lesen noch schreiben können, ihren letzten Willen einem Notar gegenüber erklären können. Dieser errichtet daraufhin das Testament und verliest es.

Weiterer Vorteil: Ein notarielles beziehungsweise öffentliches Testament erfasst die Bundesnotarkammer im Zentralen Testamentsregister, sodass die Hinterlassenen das Testament auf jeden Fall finden. Zudem könne der Erblasser seinen Erben die Kosten für einen Erbscheinantrag und einen Erbschein ersparen, welchen Banken, Behörden oder das Grundbuchamt oft als Nachweis verlangten.

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