• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Elster ist nervige Pflicht: Finanzamt lehnt Steuererklärung auf CD ab



Wer zur Steuererklärung per Elster verpflichtet ist, hat währenddessen nicht immer gute Laune.
Wer zur Steuererklärung per Elster verpflichtet ist, hat währenddessen nicht immer gute Laune.

Wer seine Steuererklärung elektronisch abgibt, kommt an Elster, dem Steuerportal der Finanzämter, nicht vorbei. Der Bundesfinanzhof hat das jetzt bestätigt: Eine Abgabe auf z. B. CD oder USB-Stick muss das Amt nicht akzeptieren.

In dem Fall, den die Richter zu entscheiden hatten, ging es um eine GmbH, die ihre Steuererklärung auf CD oder USB-Stick einreichen wollte. Die Firma begründete dies damit, dass sie das Elster-System der Finanzverwaltung wegen der Gefahr von Datenspionage und Hackerangriffen für unsicher halte.

Für Selbständige ist Steuererklärung per Elster Pflicht

Das Finanzamt lehnte die Steuererklärung auf CD oder USB-Stick ab. Auch in Papierform konnte die GmbH ihre Erklärung nicht abgeben: Selbstständige bzw. Unternehmen dürfen, anders als Arbeitnehmer oder Rentner, die gedruckten Formulare grundsätzlich nicht mehr nutzen – egal ob es um die Gewerbe-, Umsatz- oder Einkommensteuer geht.

An Elster, dem Steuerportal der Finanzverwaltung, führt also kein Weg vorbei. Diese Pflicht, das Portal für die elektronische Steuererklärung zu nutzen, hält der Bundesfinanzhof für zumutbar. Nach Ansicht der Richter verletzt dies nicht den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (Az.: I B 133/14). Der Finanzhof verwies in seinem Beschluss auch auf sein Urteil von 2008, in dem er bereits erklärt hatte, dass Umsatzsteuer-Voranmeldungen grundsätzlich elektronisch und nur in Härtefällen in Papierform abgegeben werden können. Ein solcher Härtefall kommt zum Beispiel in Frage, wenn ein Einzelunternehmer alt ist und ihm oder ihr die Einarbeitung in Elster nicht mehr zugemutet werden kann.

Arbeitnehmer haben (meistens) die Wahl und keine Pflicht

Angestellte und Rentner haben in der Regel zwei Möglichkeiten: Sie können entweder die Papierformulare der Finanzämter ausfüllen oder ihre Steuererklärung elektronisch verschicken. Eine Pflicht besteht also nicht. Anders sieht es aus, wenn sie bestimmte, zusätzliche Einkünfte haben, zum Beispiel weil sie Strom aus ihrer eigenen Solaranlage ins Netz einspeisen. Dann müssen sie, genauso wie Selbstständige, ihre Steuererklärung generell elektronisch abgeben.


Auch Steuersoftware nutzt Elster

Viele Verbraucher setzen bei ihrer Steuererklärung auf Software mit speziellen Steuerspartipps und Hilfestellungen. Die Kosten für ein solches PC-Programm liegen zwischen 30 und 40 Euro pro Steuerjahr. Beliebt sind zum Beispiel die „Steuersparerklärung“ der Akademischen Arbeitsgemeinschaft, der „Taxman“ von Lexware oder das „WISO Steuersparbuch“ von Buhl Data. Allerdings haben auch diese Programme eine Elster-Schnittstelle. Die Datenübermittlung läuft also über das Steuerportal der Finanzämter.

Hilfestellungen von Elster

Auch bei Elster gibt es eine Steuersoftware für Verbraucher: das „ElsterFormular“. Es ist gratis und ähnlich einfach zu bedienen wie die kommerziellen Software-Angebote. Allerdings fehlen Anleitungen und Tipps, die helfen, an der richtigen Stelle Steuern zu sparen.


Das Elster-Portal bietet auch die Option der „vorausgefüllten Steuererklärung“. Das Finanzamt stellt dann  persönliche Daten des Steuerzahlers bereit, was das Ausfüllen der Erklärung einfacher macht. Zu den Daten gehören Lohn- bzw. Renteninformationen, Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung und ähnliches. Die Finanzverwaltung übernimmt die Angaben, die der Arbeitgeber, Rententräger oder Versicherungen ihm übermitteln. Wer die „vorausgefüllte Steuererklärung“ nutzt, sollte bei der Gelegenheit prüfen, ob alle Daten und Zahlen korrekt sind. Fehler kommen hier durchaus vor. 

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE