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Erspartes ist jetzt besser abgesichert, wenn die Bank pleite geht



Schwein gehabt: Die Bank ist pleite, doch die eigenen Ersparnisse gehen nicht verloren.
Schwein gehabt: Die Bank ist pleite, doch die eigenen Ersparnisse gehen nicht verloren.

Vor kurzem ist das Gesetz zur Umsetzung der europäischen Einlagensicherung in Kraft getreten. Damit sind nun Kunden aller Kreditinstitute besser vor Bankenpleiten geschützt. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Am 3. Juli dieses Jahres ist das Einlagensicherungsgesetz in Kraft getreten. Damit hat der deutsche Gesetzgeber die europäische Einlagensicherungsrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Sparer sind nun besser vor Verlusten bei Bankenpleiten geschützt: So schließt das neue Gesetz beispielsweise auch Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken ein. Sparer erhalten zudem ihre Entschädigungen unbürokratischer, der Schutzumfang kann in besonderen Fällen die üblichen 100.000 Euro übersteigen, und ab sofort sind ebenso Fremdwährungskonten gesichert.

Einlagen bis 100.000 Euro bei allen Banken geschützt

Laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben nun Sparer aller Kreditinstitute, also auch Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken, einen gesetzlichen Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 100.000 Euro, wenn ihr Institut die Einlagen nicht mehr auszahlen kann. Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen einigten sich allerdings erst nach längerem Hickhack, wer wie viel in den gemeinsamen Haftungstopf nachschieße, berichtet die dpa. Wegen der EU-Vorgaben seien bis 2024 noch etwa 2,7 Milliarden Euro fällig.

Auch Sparvermögen in Fremdwährung gesichert

Dieser Anspruch schließt – anders als bisher – ebenso Fremdwährungskonten ein. Bislang galt das der dpa zufolge nur für Einlagen in Euro oder in einer EU-Währung. Die Entschädigung erfolge immer in Euro. Auch Kunden von Banken in einem anderen EU-Land, die in Deutschland Zweigstellen betreiben, profitieren vom neuen Gesetz: Sie bekämen, so die BaFin, die Entschädigung direkt von einem der deutschen Einlagensicherungssysteme, „das den Entschädigungsfall im Auftrag und mit den Mitteln des beteiligten europäischen Einlagensicherungssystems abwickelt“.

Besonderer Schutz für besondere Einlagen

Für besonders schutzbedürftige Einlagen besteht jetzt für sechs Monate ab Einzahlung sogar ein Schutz von bis zu 500.000 Euro. Dies sei zum Beispiel der Fall, wenn das Ersparte aus dem Verkauf einer privat genutzten Immobilie stamme oder an bestimmte Lebensereignisse wie Heirat, Scheidung, Renteneintritt oder Kündigung geknüpft sei, erklärt die BaFin.

Erspartes schneller und einfacher zurück

Obendrein kommen Sparer bei einer Bankenpleite in Zukunft schneller an ihr Geld: Bereits ab dem 1. Juni 2016 sollen Kunden in Deutschland ihre Einlagen innerhalb von sieben Arbeitstagen erstattet bekommen – EU-weit soll dies spätestens bis 2024 gelten. Bislang galt eine Frist von 20 Tagen. Und: Betroffene Einleger müssen die Entschädigung grundsätzlich nicht mehr beantragen, das Einlagensicherungssystem nimmt laut BaFin von sich aus Kontakt zu ihnen auf. Nur wenn der Einleger mehr als 100.000 Euro geltend machen wolle, müsse er dies dem Einlagensicherungssystem darlegen.

Einlagensicherung nun transparenter

Die neue Einlagensicherung verpflichtet die Kreditinstitute, ihre Kunden über ihren Anspruch auf Entschädigung zu informieren – und zwar sowohl bei der Eröffnung eines Kontos, als auch jährlich in einem vorgegebenen Musterschreiben. Dies soll Sparer über den Umfang des Schutzes ihrer Einlagen unterrichten sowie das zuständige Einlagensicherungssystem nennen.

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