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Faktencheck Mietverzug



Faktencheck Mietverzug klärt über Gefahren und Möglichkeiten bei Mietrückstand auf.
Faktencheck Mietverzug klärt über Gefahren und Möglichkeiten bei Mietrückstand auf.

Sie sind mit der Miete im Verzug? Das ist noch kein Grund zur Panik: Mietrückstand wird erst unter bestimmten Umständen zum Problem. Welche Fakten sollte man kennen?

Der Lohn wurde zu spät gezahlt. Die Reise war doch teurer als geplant. Es gibt viele Gründe, die dazu führen, dass Mieter in Zahlungsrückstand geraten. Gar nicht, zu spät oder nur anteilig gezahlte Miete ist für Vermieter ein besonders rotes Tuch und kann zur Kündigung des Mietverhältnisses führen. Es gibt aber einige Maßnahmen, die einen Rauswurf verhindern können.

Faktencheck Mietverzug: Wann darf der Vermieter kündigen?

„Schon wenn der Mieter mit mehr als einer Monatsmiete länger als einen Monat in Verzug gerät, kann ihm der Vermieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen“, sagt Beate Heilmann vom Deutschen Anwaltverein (DAV). Wird zwar die komplette Miete, aber immer verspätet gezahlt, hat der Vermieter durchaus das Recht, den Mietvertrag fristlos zu beenden. Der Mieter muss jedoch vorher abgemahnt werden.

Eine fristlose Kündigung ist auch unter anderen Umständen möglich: Wenn bei zwei aufeinanderfolgenden Monaten so wenig Miete gezahlt wurde, dass insgesamt eine komplette Miete fehlt. „Dasselbe gilt, wenn der Rückstand ganze zwei Monatsmieten beträgt“, so Heilmann. „Bei dem Rückstand von zwei Monatsmieten spielt es dann keine Rolle mehr, über welchen Zeitraum sich der Fehlbetrag angesammelt hat.“

Faktencheck Mietverzug: Mieter vermindert seine Miete

Kann ihm in diesem Fall gekündigt werden? Ja, wenn der Mieter es zum Beispiel bei Mängeln an der Wohnung mit der Mietminderung etwas übertreibt, kann ihn das sein Mietverhältnis kosten. Wird durch eine verspätete Zahlung und/oder zu hohe Minderung der Miete der Zahlungsrückstand zu groß, sind Kündigungen rechtens. Laut einem Urteil des Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 193/16) wird der zur Kündigung führende Rückstand nicht an der geminderten, sondern der vereinbarten Miete gemessen.

Faktencheck Mietverzug: Kündigung verhindern

„Sind die Zahlungsrückstandstände erst einmal entstanden, muss mit dem Vermieter gesprochen werden“, rät Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes. Es gibt unter anderem die Möglichkeit sich auf einen Zahlungsaufschub, eine Nachzahlung oder Ratenzahlung zu einigen. Auch die Sozialbehörden können unter bestimmten Voraussetzungen bei säumigen Mieten behilflich sein.

„Bei einer fristlosen Kündigung kann der Mieter seine Schulden zudem noch bis zu zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage bezahlen“, erklärt Ropertz. Schafft er es rechtzeitig die fehlende Miete nachzuzahlen, erfolgt keine Kündigung. Die Ausnahme: Wenn diese Mietverzüge innerhalb der letzten zwei Jahre schon einmal vorgekommen sind.
(nr, dpa/tmn)

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