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Faktencheck: Testamentsvollstrecker



Testamentsvollstrecker - worauf müssen Erblasser und Hinterbliebene achten
Testamentsvollstrecker - worauf müssen Erblasser und Hinterbliebene achten

Bei Geld hört die Freundschaft auf! Das gilt insbesondere, wenn Familienmitglieder sich um den Nachlass eines Verstorbenen streiten. Der Erblasser kann dieser Situation vorbeugen, indem er einen Testamentsvollstrecker einsetzt. Dieser fungiert als eine Art verlängerter Arm des Erblassers. Gegenüber den im Testament erwähnten Personen agiert er als neutraler Moderator.

Ein typischer Fall: Der alleinstehende Onkel stirbt und hinterlässt ein beachtliches Vermögen. Aber das Verhältnis zur Verwandtschaft ist nicht das Beste und eigentlich soll der Tierschutzbund einen großen Teil des Nachlasses bekommen. Um seine Interessen gewahrt zu sehen, bestimmt der Verstorbene zu seinen Lebzeiten einen Testamentsvollstrecker.
Was aber haben sie und ihre Erben von der Einsetzung des Treuhänders? Machen Sie mit uns den Faktencheck: Testamentsvollstrecker und finden Antworten auf einige der wichtigsten Fragen, wenn es um Nachlassverwalter geht.

Faktencheck: Testamentsvollstrecker - wer wählt ihn aus?

Der Erblasser bestimmt in seinem letzten Willen seinen Nachlassverwalter. Bestenfalls kennt der Erblasser seinen Sachwalter und dieser weiß ebenfalls darüber Bescheid, dass er mit dieser Aufgabe betreut ist. Auch die potenziellen Erben sollten vorab darüber aufgeklärt werden. Der Testamentsvollstrecker sollte, wenn möglich, einige Jahre jünger und kein Miterbe sein. „Sonst entsteht aufgrund der bestimmenden Position Konfliktpotenzial, das man eigentlich vermeiden will“, sagt Jan Bittler von der Deutschen Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge (DVEV).

Faktencheck: Testamentsvollstrecker - braucht er spezielle Kenntnisse?

„Jedermann darf das machen“, sagt Eberhard Rott von der Arbeitsgemeinschaft Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge (AGT). Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch kommt jeder infrage: Freunde und Verwandte, Bestatter, Banker, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater oder Nachbarn. Hilfreich ist es, wenn der Sachverwalter zumindest Grundkenntnisse über Recht und Steuern sowie etwas kaufmännisches Wissen hat.
Leider ist es nicht selten so, dass der Nachlassverwalter zum Prellbock für verärgerte Erben wird. Nach Rotts Erfahrung sollte, wer diese Aufgabe übernimmt, „Fingerspitzengefühl und ein dickes Fell mitbringen. Das muss man aushalten, das gehört zum Job.“

Faktencheck: Testamentsvollstrecker - was darf er tun, und wer kontrolliert das?

„Wer ihn einsetzt, bestimmt, was er tut“, erklärt Jan Bittler vom DVEV. Das Testament besagt, welche Vollmachten der Testamentsvollstrecker hat und welche nicht. Wenn der verstorbene Onkel also verfügt, dass sein Hab und Gut verkauft und der Erlös dem Tierheim gestiftet werden soll, so muss der Nachlassverwalter das genauso umsetzten. So steuert der Erblasser, über seinen Tod hinweg, was mit seinem Vermögen passiert. Das Gesetz verpflichtet den Testamentsvollstrecker zur ordnungsgemäßen Abwicklung des Nachlasses. Er darf sich in keinster Weise von den Erben beeinflussen lassen - anderenfalls haftet er für seine Fehler. Erben gegenüber ist er schadenersatzpflichtig.

Faktencheck: Testamentsvollstrecker - wie lange bleibt der Nachlassverwalter im Amt?

Das richtet sich je nach der Verfügung im Testament. Hierbei unterscheidet man zwischen der Auseinandersetzungs- und der Dauervollstreckung. Am häufigsten ist die so genannte Auseinandersetzungsvollstreckung bei einer Erbengemeinschaft. Hierbei kümmert sich der Testamentsvollstrecker lediglich um die Aufteilung des Nachlasses an Erben und Vermächtnisnehmer sowie um die Erfüllung von Auflagen. Mit dem Ende der Auseinandersetzung und der Begleichung der Erbschaftssteuer ist seine Tätigkeit beendet.

Im Falle der Dauervollstreckung wird der Testamentsvollstrecker mit der Verwaltung des Nachlasses, zum Beispiel von Grundstücken oder einer Firma, beauftragt. Ist ein Minderjähriger Erbe, hat diese Form der Testamentsvollstreckung den Vorteil, dass gegebenenfalls keine Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes eingeholt werden muss.

Faktencheck Testamentsvollstrecker: Und wer bezahlt?

Die Vergütung eines Testamentsvollstreckers wird ebenfalls vom Erblasser in seinem Testament festgelegt. Bezahlt wird die Vergütung aus dem Nachlass. Steht da nur "angemessene Vergütung" richtet sich das Honorar zum Beispiel nach der Rheinischen Tabelle - was ein bis drei Prozent netto vom so genannten Reinnachlass entspricht. Weitere Listen, die die Vergütung des Testamentsvollstreckers regeln, sind die Neue Rheinische und die Möhringsche Tabelle.

(nr, dpa/tmn)

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