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Geldgeschäfte bei Demenz



Demenzkranke sollten für Geldgeschäfte rechtzeitig einen Bevollmächtigten ernennen
Demenzkranke sollten für Geldgeschäfte rechtzeitig einen Bevollmächtigten ernennen

Demenzkranke verlieren oft das Gefühl für den Umgang mit Geld. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen und einen Bevollmächtigten zu ernennen. Anbei Tipps für Geldgeschäfte bei Demenz.

Die Krankheit Demenz ist ein schleichender und ir­re­ver­si­bler Prozess, der Geist und Körper in Mitleidenschaft zieht. Einen normalen Alltag zu leben, wird für Betroffene und deren Angehörige immer schwieriger – und irgendwann einfach unmöglich. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig gewisse Angelegenheiten für den Fall Wenn zu regeln – unter anderem finanzielle Belange.

Geldgeschäfte bei Demenz: Wann braucht der Betroffene Hilfe?

Doch wann tritt der Fall ein, dass ein Demenzkranker sich nicht mehr um seine Geldgeschäfte kümmern kann? Ein sensibles Thema. Laut Gesetz gilt folgende Erklärung: Die Vertretung eines anderen beginnt immer dann, wenn jemand geistig nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten zu besorgen. Allerdings: „Die Demenz ist ein gleitender Prozess, wo es auch immer tagesformabhängige Schwankungen gibt. Das macht es extrem schwierig, eine Einschätzung zu finden“, erklärt Prof. Ronald Richter, Rechtsanwalt in Hamburg und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). „Da gibt es keinen rechtlichen Punkt, wo man sagen kann: Jetzt ist es so weit.“

Vollmachten regeln Geldgeschäfte bei Demenz

Deshalb sollte man für diesen Fall vorsorgen – Stichwort Vollmacht. „Eine Vorsorgevollmacht ist immer eine gute Sache, unabhängig von Demenz“, sagt Tanja Meier von der Demenz Informations- und Koordinationsstelle in Bremen. Es gibt die allgemeine Vorsorgevollmacht sowie eine Generalvollmacht, die von einem Notar beglaubigt wird.

Wenn es um die Regelung von Bankgeschäften geht, kann gemeinsam mit der Vertrauensperson eine Vollmacht direkt bei der Bank unterschrieben werden. Der Bevollmächtigte kann unter anderem Überweisungen tätigen, Geld abheben und Kredite des Kontoinhabers verwalten. Wer als Bevollmächtigter eingesetzt wird, sollte gut überlegt sein. „Es kommt sehr darauf an, wen ich nehme“, sagt Ronald Richter. „Wenn ich meine Kontozugangsdaten rausgebe, muss ich die Missbrauchsgefahr zumindest sehen. Es muss jemand sein, dem ich vertraue.“

Geldgeschäfte bei Demenz: Berufsbetreuer oder Bevollmächtigter aus der Familie?

Wurde aus dem Familien- oder Bekanntenkreis niemand als Bevollmächtigter ernannt, wird ein gesetzlicher Betreuer gestellt. „Wobei das nicht immer gleich der Berufsbetreuer sein muss“, gibt Sozialrechtsexperte Richter zu Bedenken. „Vorrangig werden eigentlich die Familienangehörigen genommen.“ Zum einen unkomplizierter und zum anderen auch kostengünstiger, denn ein Berufsbetreuer muss ja auch bezahlt werden – und zwar aus dem Vermögen des Demenzkranken.

(sss, dpa/tmn)

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