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Geräteverschleiß: Nicht vorprogrammiert, aber eingeplant



Geplante Obsoleszenz wird als eine absichtliche durch Lebensdauerverkürzung der Produkte den bewussten Einbau von Schwachstellen dargestellt.
Geplante Obsoleszenz wird als eine absichtliche Lebensdauerverkürzung der Produkte durch den bewussten Einbau von Schwachstellen dargestellt.

Kurz nach Ablauf der Garantiezeit gibt der DVD-Player seinen Geist auf: Bauen Hersteller bewusst eine Art Lebensuhr in Geräte ein, die den Verschleiß vorprogrammiert?

Seit geraumer Zeit kursieren Spekulationen über die sogenannte Obsoleszenz bei Elektrogeräten. Gemeint ist damit eine gezielt kurze Produktlebensdauer, die Hersteller mittels eingebauter Mängel erzeugen. Diesem Verdacht gingen nun deutsche Forscher nach. Im Auftrag des Umweltbundesamtes haben Wissenschaftler des Freiburger Öko-Instituts gemeinsam mit Kollegen der Universität Bonn das Konsumverhalten, die Austauschgewohnheiten sowie die Ursachen für Defekte bei Elektro- und Elektronikgeräten untersucht – von Stabmixern über Waschmaschinen bis hin zu Fernsehern und Notebooks. Heraus kam die 315 Seiten umfassende Studie Einfluss der Nutzungsdauer von Produkten auf ihre Umweltwirkung: Schaffung einer Informationsgrundlage und Entwicklung von Strategien gegen „Obsoleszenz“. Die zentralen Ergebnisse im Überblick:


Geräte verschleißen früher

Der Studie zufolge haben Produkte noch vor ein paar Jahren länger gehalten: So stieg etwa der Anteil der Haushaltsgroßgeräte, die Nutzer aufgrund eines Defekts bereits innerhalb der ersten fünf Jahre ersetzen müssen, von 2004 bis 2013 um mehr als das Doppelte an. Doch die Hersteller bauen entgegen der weitverbreitenden Annahme nicht absichtlich Schwachstellen, schon gar keine Zeitschaltuhren, die den Exodus der Geräte festlegen. Vielmehr passen sie die Lebensdauer von Spülmaschinen, Handys, Blu-ray-Playern und Co. der Wegwerfgesellschaft an.

Produzenten kalkulieren Verschleiß

Soll heißen: Die Konzerne analysieren Nutzungsdaten und kalkulieren auf deren Grundlage, wie lange ein Gerät einwandfrei laufen muss. Laut Untersuchungsergebnissen erwarten Konsumenten beispielsweise im Bereich der Fernsehgeräte innerhalb eines Jahres neue Entwicklungen. Das kann zu Qualitätseinbußen führen. Denn, um schnell genug auf die Kundenwünsche reagieren zu können, verzichten Produzenten auf umfassende Tests. Und: Warum sollten die Geräte auch zehn Jahre oder noch länger halten, wenn sie sowieso nach kurzer Zeit für ein neues Platz machen müssen?

Preis entscheidet nicht über Verschleiß und Qualität 

Das Problematische: Die Innovationserwartungen entsprechen nicht eins zu eins dem Kaufverhalten. Nicht alle können sich jedes Jahr einen neuen Fernseher oder ein neues Notebook leisten. Beim Kauf lasse sich dem Produkt aber nicht ansehen, für welche Lebensdauer es konzipiert wurde, moniert die Leiterin des Umweltbundesamtes Maria Krauzberger. Selbst der Preis sei nicht immer ein zuverlässiger Indikator.

Wider die Wegwerfmentalität

Die Behördenchefin fordert mehr Transparenz. Die Firmen sollten beispielsweise „die voraussichtliche Lebensdauer eines Geräts in Nutzungsstunden“ angeben. Zudem schlagen die Studienverfasser vor, dass Geräte reparabel sein müssten. Dazu gehöre etwa die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, welche nicht nur für herstellergebundene Werkstätten zugänglich sein sollten. Auch Akkus von Smartphones oder Notebooks müssten Nutzer unkompliziert ersetzen können. Nicht zuletzt seien aber auch wir, die Gesellschaft, in der Verantwortung: Oftmals ersetzen Verbraucher Geräte, obwohl sie noch gut funktionieren.

Sowohl die zu kurze Lebensdauer als auch die Wegwerfmentalität seien aus ökologischer Sicht nicht akzeptabel, so Maria Krauzberger. Denn die Herstellung der Produkte verbrauche wertvolle Ressourcen, und Schadstoffe und Treibhausgase belasteten Umwelt und Klima.

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