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Flüchtlingshilfe & Einkommenssteuererklärung: Das ist alles absetzbar!



Auch Sachspenden können unter bestimmten Bedingungen von der Steuer abgesetzt werden.
Auch Sachspenden können unter bestimmten Bedingungen von der Steuer abgesetzt werden.

Von T-Shirts und Schuhen bis zu Spielzeug und Babywindeln: Den Flüchtlingen, die bei uns ankommen, fehlt es an vielem. Dass zigtausende Menschen helfen wollen, honoriert auch der Staat. Nicht nur Geldspenden, auch Sachleistungen und ehrenamtliches Engagement sind steuerlich absetzbar.

Wer sich für andere einsetzt, soll dafür belohnt werden. So will es auch das Steuerrecht – und zwar unabhängig davon, ob jemand Geld oder gebrauchte Spielsachen zur Verfügung stellt. Allerdings ist es schwieriger, Sach- und sogenannte Vergütungs- oder Aufwandsspenden mit dem Finanzamt abzurechnen als die Überweisung einer Geldsumme.

Bescheinigung für Sachleistungen

Um eine Sachspende von der Steuer absetzen zu können, ist eine Zuwendungsbestätigung wichtig. Ausstellen dürfen die vor allem Vereine, Stiftungen und ähnliche Organisationen, deren Gemeinnützigkeit anerkannt ist.

Die Zuwendungsbestätigung muss den Wert der Spende ausweisen. Stiftet zum Beispiel ein Händler ein Dutzend Schulranzen, ist es leicht, deren Marktpreis anzugeben. Anders sieht es bei Gebrauchtem aus, etwa einem schon benutzten Schreibtisch. Wer den als Möbelspende zum Beispiel beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) abgeben möchte, sollte für die Zuwendungsbestätigung den geschätzten Wert kennen.

Die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH) empfiehlt, im Internet Verkaufspreise vergleichbarer Gegenstände zu recherchieren und die auch zu dokumentieren. Neben dem Marktwert sollte in der Zuwendungsbestätigung außerdem die genaue Bezeichnung der gespendeten Sache stehen (zum Beispiel Marke und Produktname), der ursprüngliche Kaufpreis, das Alter und der aktuelle Zustand.

Steuerzahler können den Gesamtwert ihrer Spenden dann als Sonderausgabe in der Steuererklärung angeben und so ihr zu versteuerndes Einkommen mindern. Das gilt generell bis zu einer Höchstgrenze von 20 Prozent der gesamten Jahreseinkünfte. Wer in einem Jahr mehr gespendet hat, kann den Betrag, der über der 20-Prozent-Grenze liegt, in den folgenden Jahren absetzen. Das Finanzamt führt diesen sogenannten Spendenvortrag automatisch durch.


Zeit und Arbeitskraft spenden

Auch wenn die vielen ehrenamtlichen Helfer ihr Engagement davon nicht abhängig machen: Die Arbeitszeit, die sie einer gemeinnützigen Organisation „spenden“, kann das Finanzamt ebenfalls steuerlich berücksichtigen. Das gilt etwa für Trainer im Sportverein. Wer also zum Beispiel die Idee hat, im Fußballklub einheimische und nach Deutschland geflohene Kinder zusammen zu trainieren, kann für diese Tätigkeit eine Zuwendungsbestätigung bekommen.

Das ist allerdings an einige Voraussetzungen gebunden. Der Verein muss im Vorfeld mit seinem ehrenamtlichen Mitarbeiter einen Vertrag schließen, in dem eine konkrete Vergütung für die Tätigkeit festgelegt ist. Zum Beispiel hundert Euro pro Monat für das wöchentliche Training der Kinder-Mannschaft. Auf diese Vergütung, die auch in der Vereinssatzung vorgesehen sein muss, verzichtet der Ehrenamtliche nach Aufnahme seiner Tätigkeit schriftlich. Er spendet also quasi das festgelegte Honorar für seine Arbeit – eine Vergütungsspende.

Auch Aufwendungen, die im Rahmen der Mithilfe bei einer gemeinnützige Organisation entstehen, sind absetzbar. Wer also die Jungen und Mädchen aus dem Fußballverein in seinem Privatauto zu Turnieren fährt, kann die Kosten dafür absetzen. Auch dafür ist eine Zuwendungsbestätigung nötig.

Dies gilt natürlich nur, wenn der Verein nicht selbst den Aufwand erstattet. Größere Hilfsorganisationen, zum Beispiel das DRK, tun dies in der Regel. Dort ist freiwilliges Engagement zwar generell unentgeltlich. Es sollen den ehrenamtlichen Helfern aber keine Kosten, etwa für Fahrten, Übernachtungen oder Verpflegung, entstehen. Das DRK gibt an, seinen Helfern solche Ausgaben zu erstatten.

Quittung die für Geldspende

Eine Geldspende von der Steuer abzusetzen ist dagegen unkompliziert. Wer gemeinnützigen Organisationen Geld überweist, bekommt eine Spendenquittung, die er beim Finanzamt einreichen kann. Bei Zahlungen bis zu 200 Euro ist das nicht nötig: Hier genügt es in der Regel, die Spende per Kontoauszug oder über eine Bareinzahlungsquittung nachzuweisen. Richten Hilfsorganisationen im Fall von Katastrophen Extra-Konten für Spenden ein, akzeptiert das Finanzamt in aller Regel den vereinfachten Spendennachweis, per Kontoauszug, auch bei einer Überweisung von mehr als 200 Euro.

 

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