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Höherer Kindesunterhalt: Diese Kosten können Eltern steuerlich absetzen



Dank der neuen Düsseldorfer Tabelle haben Kinder das Anrecht auf mehr Geld.
Dank der neuen Düsseldorfer Tabelle haben Kinder das Anrecht auf mehr Geld.

Seit 1. August steht vielen Kindern mehr Unterhalt zu. Aber nur wenige dieser Unterhaltsleistungen sind absetzbar. Trotzdem können Eltern sich in diesem Jahr über steuerliche Entlastung freuen.

Laut neuer Düsseldorfer Tabelle, die unter anderem die Bedarfssätze von Kindern regelt, besteht bis zum sechsten Geburtstag ein Unterhaltsanspruch von mindestens 328 Euro (vorher 317 Euro) pro Monat. Die genaue Höhe des Unterhalts, den ein von seinem Kind getrennt lebender Elternteil zahlen muss, richtet sich nach dessen Nettoeinkommen.

Für Sechs- bis Elfjährige steigt der Mindestunterhalt auf 376 (vorher 364) Euro. Ab 18 Jahren steht Kindern, die noch kein ausreichendes  Einkommen erwirtschaften können, ein Mindestsatz von  504 (vorher 488) Euro im Monat zu. Die komplette Düsseldorfer Tabelle gibt es auf den Webseiten des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Unterhalt als „außergewöhnliche Belastung“ in der Steuerklärung

Unterhaltszahlungen erkennen die Finanzämter unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung an, die sich steuersenkend auswirkt. Besteht eine zivilrechtliche Unterhaltsverpflichtung, wie zum Beispiel zwischen Eltern und Kindern, sind bis zu 8472 Euro vom Gesamtbetrag der zu versteuernden Einkünfte abziehbar. Bei Unterhaltszahlungen an einen geschiedenen oder dauerhaft getrennt lebenden Ehepartner sind es bis zu 13 805 Euro.

Geht es um Kindesunterhalt, ist der Abzug allerdings nur möglich, wenn kein Kindergeldanspruch mehr besteht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Nachwuchs über 25 Jahre alt ist oder nicht mehr zur Schule geht bzw. sich nicht mehr in der Ausbildung befindet.

Anhebung von Freibeträgen, Kindergeld und Kinderzuschlag

Auch der Kinderfreibetrag ist angestiegen und kann in der Steuererklärung geltend gemacht werden.2015 ist aber nicht nur der Unterhaltsanspruch der Kinder gestiegen, sondern auch der steuerrechtliche Kinderfreibetrag der Eltern. Dieser liegt seit 01. Januar 2015 bei 7152 (vorher 7008) Euro. Im nächsten Jahr steigt der Freibetrag noch einmal, auf dann 8652 Euro.

Grundsätzlich steht der Kinderfreibetrag Mutter und Vater je zur Hälfte zu. Das gilt auch nach einer Trennung oder Scheidung. Bei wem der Nachwuchs wohnt, spielt keine Rolle. Erfüllt allerdings ein Elternteil seine Unterhaltsverpflichtung nicht zu mindestens 75 Prozent, wird dem anderen der volle Freibetrag angerechnet.

Auch das Kindergeld hat die Koalition im Sommer erhöht, und zwar rückwirkend zum 01. Januar 2015. Der monatliche Betrag für das erste und zweite Kind steigt dann von 184 auf 188 Euro, für das dritte Kind von 190 auf 194 Euro und für jedes weitere von 215 auf 219 Euro.Die Familienkasse zahlt das neue Kindergeld ab September 2015 automatisch aus, auch für die zurückliegenden Monate.

Für das Finanzamt hängen Kinderfreibetrag und Kindergeld eng zusammen. Denn Eltern dürfen nur von einer der beiden Steuererleichterungen profitieren – vom Kindergeld oder dem Freibetrag. Allerdings prüft das Finanzamt nach Abgabe der Steuererklärung automatisch, was für die Eltern die bessere Lösung ist (die sogenannte "Günstigerprüfung"). Es ist deshalb in jedem Fall richtig, Kindergeld zu beantragen. Familien können sich damit keine steuerlichen Nachteile einhandeln.

Der „Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V.“ hat errechnet, dass Alleinerziehende ab etwa 30000 Euro zu versteuerndem Einkommen vom Kinderfreibetrag profitieren (nach Abzug aller absetzbaren Kosten), Ehepaare ab etwa 60 000 Euro. 

Auch Eltern mit niedrigem Einkommen werden in Zukunft stärker entlastet. Denn ab 2016 steigt der Kinderzuschlag: von 140 auf 160 Euro. Diese Extra-Leistung steht generell Eltern zu, die mit ihrem Einkommen zwar ihren eigenen Bedarf decken können, nicht aber den ihrer Kinder. Der Zuschlag soll helfen die Lücke zu füllen und Kinderarmut zu vermeiden.

Steuer-Bonbons für Kita und Babysitting

Ausgaben für Kita und Babysitting können von der Steuer abgesetzt werden.Um beiden Elternteilen die Berufstätigkeit zu erleichtern, können sie auch die Kosten für Babysitter, Kita, Tagesmutter usw. in der Steuererklärung abrechnen. Bis 2012 waren diese Betreuungskosten nur absetzbar, solange die Kinder zwischen drei und fünf Jahre alt waren. Inzwischen können Eltern die Ausgaben für Babysitter und Kita bis zum 14. Lebensjahr eines Kindes von der Steuer absetzen, und zwar bis zu einer Höhe von 4000 Euro pro Jahr.

Seit 2015 kann außerdem der Arbeitgeber steuerbegünstigt helfen, wenn Mutter oder Vater kurzfristig einen Babysitter brauchen, etwa im Krankheitsfall. Bis zu 600 Euro Zuschuss vom Chef bleiben steuer- und sozialabgabenfrei. Daneben sind regelmäßige Zuschüsse des Arbeitgebers für die Kinderbetreuung steuer- und sozialabgabenfrei – und zwar in voller Höhe.

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