• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Kfz-Schaden ohne Reparatur: Rückt die Versicherung Geld raus?



Wer mit Handy am Steuer eine Unfall verursacht, hat meist schlechte Karten.
Wer mit Handy am Steuer eine Unfall verursacht, hat meist schlechte Karten.

Ein selbst verschuldeter Autounfall kann teuer werden – außer man hat eine Vollkaskoversicherung. Aber muss diese auch Kosten einer fiktiven Abrechnung auf Gutachtenbasis übernehmen, wenn man den Wagen gar nicht reparieren lässt?

Ein kurzer Blick aufs Handy während des Autofahrens genügt: Plötzlich taucht von rechts ein anderer Wagen auf – zu spät, es kracht. Wer einen Unfall selbst verschuldet, ärgert sich nicht nur maßlos über sein Ungeschick. Er muss auch noch die Kosten für die Reparatur seines Wagens selbst übernehmen. Es sei denn, er hat eine Vollkaskoversicherung.

Aber muss die auch bezahlen, wenn der Fahrzeughalter das Auto nicht instandsetzen lässt? Etwa, um die Auszahlung der fiktiven Reparaturkosten als Anzahlung für einen Neuwagen zu verwenden? Ja, er hat laut Bundesgerichtshof (BGH) mitunter sogar Anspruch auf die Erstattung der Kosten einer teuren markengebundenen Werkstatt.

Wenn notwendig: Auszahlung teurer Reparatur durch Versicherung möglich

Der BGH hat kürzlich entschieden, dass die Fahrzeugkaskoversicherung bei einer fiktiven Abrechnung von Unfallschäden auf Basis eines Sachverständigengutachtens unter bestimmten Bedingungen selbst die Kosten einer Markenwerkstatt übernehmen muss (AZ: IV ZR 426/14). Und zwar dann, wenn es der Verbraucher als notwendig erachtet, sein Auto dort reparieren zu lassen.

Wie definiert der BHG „notwendig“?

Dies ist den Richtern zufolge der Fall, wenn nur in der Markenwerkstatt eine vollständige und fachgerechte Instandsetzung des Fahrzeugs möglich ist, es sich um ein neueres Fahrzeug handelt oder der Halter es bisher stets in einer markengebundenen Fachwerkstatt hat warten und reparieren lassen. Dass eine dieser Voraussetzungen vorliege, sei vom Versicherungsnehmer im Streitfall allerdings darzulegen und zu beweisen.

Streit um Versicherungsauszahlung von 3.000 Euro

Im konkreten Fall  hatte eine Mercedes-Werkstatt Reparaturkosten von rund 9.400 Euro ermittelt. Die beklagte Versicherung erstattete dagegen nur 6.400 Euro. Für ihre Zahlung legte sie ein von ihr eingeholtes Gutachten für die Instandsetzung in einer freien, nicht markengebundenen Werkstatt zugrunde. Dem hat der BGH widersprochen. Die Vollkaskoversicherung dürfe die vollständige Kostenübernahme nicht per se ablehnen. 

    Weitere themen

    • Körper
    • Mensch
    • Alternativmedizin
    • Versorgung
    • Leben
    • Mode
    • Schönheit
    • Genuss
    • Reisen
    • Technik
    • Bauen
    • Einrichten
    • Umzug
    • Garten
    • Mobilität
    • Recht
    • Geld
    • Behörden
    • Versicherungen
    • Steuern
    • Lebensweg
    • Freizeit
    • Arbeit
    • Bildung
    • Soziales
    TOP SUCHBEGRIFFE