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Kinderwagen im Hausflur: Ja oder Nein?



Keller, Hausflur oder Garage - wohin mit dem Kinderwagen?
Keller, Hausflur oder Garage - wohin mit dem Kinderwagen?

Eltern, die in einem Mehrfamilienhaus wohnen, haben sich diese Frage sicherlich schon oft gestellt: Wohin mit dem Kinderwagen? Die einfachste Lösung: Den Kinderwagen im Hausflur abstellen. Doch ist das überhaupt zulässig?

Ein leidiges Thema für Eltern mit Kleinkindern: Wo soll man den Kinderwagen nach Gebrauch abstellen? Hoch in die Wohnung schleppen oder in den Keller tragen? Beide Varianten sind auf Dauer mühsam und anstrengend. Warum also nicht den Kinderwagen im Hausflur oder Treppenhaus parken? Ein Gedanke, der immer wieder zu Streitigkeiten innerhalb einer Hausgemeinschaft führen kann.

Grünes Licht für Kinderwagen im Hausflur – aber nicht in jedem Fall

Das Amtsgericht Dortmund (Az.: 425 C 6305/17) hat entschieden: Ja, ein Kinderwagen darf im Hausflur vor einer Kellertür abgestellt werden – wenn es sonst keine anderweitigen Stellmöglichkeiten gibt. Ein Verbot durch den Eigentümer bzw. die Hausverwaltung ist nicht rechtens, wenn der Durchgang zum Keller noch ausreichend Platz bietet. Die Zeitschrift „Wohnungswirtschaft und Mietrecht“ (1/2018) des Deutschen Mieterbundes (DMB) berichtetet über den Fall.

Kinderwagen im Hausflur: Ein Klage ohne Erfolg

Die Eigentümerin der Erdgeschosswohnung störte sich daran, dass die Mieter aus dem ersten Stock den Hausflur als Stellmöglichkeit für ihren Kinderwagen nutzten – und zwar vor der Kellertür. Diese war aber nicht gänzlich zugestellt, sondern es blieb ein Durchgang von ca. 60 Zentimeter frei, so dass die Tür passiert werden konnte. Die Erdgeschossbewohnerin bestand aber darauf, dass der Kinderwagen im Hausflur entfernt werden sollte. Die Eltern sollten den Wagen in den Keller tragen oder in der Garage bzw. im Carport abstellen. Ihre Begründung: Aufgrund ihrer Gehbehinderung sei es ihr nicht möglich, an dem Kinderwagen vorbeizukommen, um in den Keller zu gelangen. Die Folge: Sie reichte Klage ein, obwohl die anderen Wohnungseigentümer einstimmig beschlossen haben, dass Kinderwagen im Hausflur grundsätzlich okay seien.

Aber die Klage war nicht von Erfolg gekrönt. Grundsätzlich gilt zwar, dass Kinderwagen im Hausflur nicht in jedem Fall zulässig sind – das muss immer am jeweiligen Beispiel entschieden werden. Eine Einschränkung des Eigentumsrechts war in diesem Fall allerdings nicht zu erkennen. Denn die Kellertür war ja immer noch zugänglich – und: Ob die Klägerin mit ihrer Gehbehinderung oft den Keller aufsuche, sei auch fraglich.

Außerdem ist es den Eltern auch nicht zuzumuten, dass sie den Kinderwagen mitunter mehrmals am Tag in den Keller tragen. Denn während das geschieht, ist das Kind unbeaufsichtigt. Auch die Garage oder der Carport kamen als alternative Stellmöglichkeit nicht in Frage.

(ssc, dpa/tmn)

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