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Gute Nachrichten: So setzen Sie Kita-Streik-Ausgaben von der Steuer ab!



Kita-Streik-Ausgaben? Mit der Steuererklärung holen Sie sich einen Teil davon zurück.
Kita-Streik-Ausgaben? Mit der Steuererklärung holen Sie sich einen Teil davon zurück.

Für viele Familien war es der blanke Horror, als ab Mai 2015 Kitas und Kindergärten wochenlang geschlossen blieben. Berufstätige mussten sich selbst um die Betreuung ihrer Kinder kümmern. Wer einen Babysitter bezahlt oder auch Großeltern und Freunde eingespannt hat, kann jetzt einen Teil der Kosten absetzen. 

2015 gilt als Superstreikjahr. Seit 1992 sind laut Institut der Wirtschaft in Köln nicht mehr so viele Arbeitstage durch Streik ausgefallen wie im letzten Jahr. Neben Lokführern, Piloten und Paketzustellern haben auch Erzieher und Erzieherinnen in öffentlichen Kitas dazu beigetragen.

Die Steuererklärung bietet den Eltern allerdings eine gewisse Entschädigung. Denn die durch den Streik entstandenen Extra-Kosten sind absetzbar. Darauf weist die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) hin.


Das Finanzamt an den Kosten beteiligen

Um die Betreuungskosten, zum Beispiel für einen Babysitter, als Sonderausgaben abzusetzen, sind ein paar Regeln zu beachten. „Wichtig ist, dass die Eltern dem Babysitter den Lohn so auszahlen, dass sie die Stunden und Kosten nachweisen können", erklärt VLH-Sprecherin Christina Georgiadis.

Sinnvoll ist eine schriftliche Vereinbarung, eventuell auch ein Arbeitsvertrag. Ist der Babysitter selbstständig, sollte er eine Rechnung über seine Leistung ausstellen. Den Lohn müssen die Eltern außerdem überweisen, damit sie einen Banknachweis vorlegen können. Barzahlungen rechnet das Finanzamt nicht an.

Aufwandserstattung für Oma und Opa

Auch die Hilfe von Großeltern oder Nachbarn und Freunden kann von der Steuer abgesetzt werden.Auch wenn Großeltern, Nachbarn oder Freunde auf die Kinder aufpassen, können Eltern die Kosten dafür in der Steuererklärung angeben.

Wichtig ist auch hier eine schriftliche Vereinbarung über den Betreuungsumfang und die Bezahlung pro Stunde, außerdem eine Rechnung und die Zahlung per Banküberweisung.


Allerdings nehmen die meisten Großeltern, die auf ihre Enkelkinder aufpassen, dafür kein Geld. Die Eltern haben dann aber zumindest die Möglichkeit, ihnen die Anfahrtkosten zu ersetzen und dies in der Steuererklärung als Kinderbetreuungskosten anzugeben. Die Finanzverwaltung akzeptiert das in dieser Konstellation, auch wenn das Babysitting kostenlos ist. Die Ämter verlangen aber auch hier eine Rechnung über die Fahrtkosten. Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat diese Handhabung per Urteil bestätigt (Aktenzeichen 4 K 3278/11). Als angemessen gelten nach Ansicht der Richter 30 Cent pro gefahrenem Kilometer. Die Großeltern müssen die Erstattung der Fahrtkosten übrigens nicht versteuern, weil es sich um eine reine Aufwandsentschädigung handelt.

Obergrenze für die Sonderausgaben  

Generell gilt, dass Eltern die Kosten für die Betreuung ihrer Kinder als Sonderausgaben von der Steuer absetzen können. Pro Kind und Jahr können bis zu 6000 Euro Kosten geltend gemacht werden. Davon zieht das Finanzamt zwei Drittel, also maximal 4000 Euro, von der Steuer ab. Das gilt für alle Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.

Die Angaben zur Kinderbetreuung gehöre in der Steuererklärung in die „Anlage Kind“. Wichtig ist auch, im Mantelbogen unter „Angaben zu Kindern“ das Kästchen „lt. Anlage(n) Kind“ anzukreuzen. Eltern müssen für jedes ihrer Kinder eine eigene Anlage ausfüllen.

Kosten wegen Bahn- und Pilotenstreik

BahnstreikWer durch ausgefallene Züge oder Flüge höhere Kosten hatte, zum Beispiel um ins Büro zu kommen, muss sich zuerst an Bahn oder Airline halten. Diese Unternehmen müssen ihre Kunden auch an Streiktagen so schnell wie möglich ans Ziel bringen und Ersatzverbindungen zur Verfügung stellen. Wenn das scheitert, kann zum Beispiel eine Airline auch verpflichtet sein, die Kosten für eine Ersatzbeförderung per Bahn oder Bus zu bezahlen.

Wer wegen der streikenden Lokführer Auto statt Zug gefahren ist, sollte laut Vereinigter Lohnsteuerhilfe auf die Höhe seiner Pendlerpauschale achten. Die Pauschale steht allen Arbeitnehmern zu, die von ihrer Wohnung zu ihren Arbeitsstellen fahren. Sie können grundsätzlich 30 Cent pro gefahrenem Kilometer einer einfachen Strecke pro Tag abrechnen.

Sinnvoll ist, zunächst alle Fahrten des Jahres mit der Pendlerpauschale, egal ob Auto oder Bahn, zu berechnen. Danach zeigt der Summenvergleich, ob es günstiger ist, die Pendlerpauschale in der Steuererklärung anzugeben oder die tatsächlichen Kosten. „Das Finanzamt rechnet hier zugunsten der Arbeitnehmer“, erklärt VLH-Sprecherin Christina Georgiadis. „Doch leider müssen sich Arbeitnehmer für eine Variante entscheiden.“ Es ist zum Beispiel nicht möglich, für den gleichen Zeitraum die Monatskarte der Bahn und die Fahrtkosten nach der Pendlerpauschale anzugeben – trotz Zusatzkosten durch einen Lokführerstreik.



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