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Koffer kaputt, was nun?!?



Wenn Koffer & Co. kaputt auf dem Gepäckband ankommen ...
Wenn Koffer & Co. kaputt auf dem Gepäckband ankommen ...

Der Albtraum eines jeden Urlaubers: Der Koffer kommt kaputt in der Gepäckausgabe an – ein wahrlich schlechter Start in den wohlverdienten Urlaub. Denn nun muss zu allererst die Frage geklärt werden: Wer kommt für die Schäden am aufgegebenen Gepäck auf? Calm down: Die Airlines. Allerdings gibt es einige Punkte zu beachten.

Abgerissene Griffe und Gurte, beschädigte Rollen, Risse im Obermaterial – wenn der aufgegebene Koffer nach einer Flugreise halb demoliert bei einem ankommt, ist die Stimmung erst einmal auf dem Nullpunkt. Doch die Aussichten stehen nicht schlecht, dass der Passagier den Schaden von der jeweiligen Airline ersetzt bekommt. Dem Montrealer Übereinkommen sei Dank. Die Fluggesellschaft wird zur Kasse gebeten, auch wenn sie selbst den Schaden nicht verursacht hat. Auf diesen und andere Punkte weist der Reiserechtler Prof. Ernst Führich aus Kempten hin – unter Berücksichtigung von ein paar Richtlinien.

Schadenshöhe

Jede Airline haftet mit einem Maximalbetrag. Dieser liegt bei 1137 sogenannten Sonderziehungsrechten, einer internationalen Spezialwährung aus dem Wirtschaftsrecht. In Euro bedeutet das: Der Fluggast bekommt 1400 Euro auf die Hand. „Er (der Betrag) umfasst den Koffer selbst und dessen Inhalt“, stellt Führich klar. Im Weiteren meint er: Wenn der Koffer lediglich beschädigt wird, also nicht verloren ging, sei der veranschlagte Betrag für eine Reparatur sehr großzügig kalkuliert.  

Koffer nach Flugreise beschädigt – was Sie tun können und sollten!

Einhaltung der Frist

Vorweg sei gesagt: Eine Reklamation bzw. Schadensmeldung geht direkt an die Airline, der Lost-and-Found-Schalter ist hierfür nicht zuständig. An diese Mitarbeiter wendet sich der Passagier nur, wenn der Koffer nicht auf dem Gepäckband angekommen ist. Ist der Koffer aber kaputt, muss die Airline benachrichtigt werden – und zwar innerhalb einer siebentägigen Frist. „Diese Frist muss unbedingt eingehalten werden“, sagt der Experte. Versäumt man sie, verliert man den Anspruch auf Schadensersatz.

Schriftliche Meldung

Der Passagier muss den Schaden schriftlich per Brief bei der Fluggesellschaft melden, nur eine E-Mail zu schicken, ist unzulänglich. Der Fluggast ist angehalten, den Schadensfall zu schildern. Anhand von Fotos des beschädigten Gepäckstücks wird der Schaden nachvollziehbar. Das ist zwar zeitaufwendig, aber laut Prof. Führich notwendig. Denn es soll ausgeschlossen werden, dass anderweitige Schäden an Koffer & Co. geltend gemacht werden. Die Airline zahlt nur für einen tatsächlich entstandenen Schaden am Koffer.

Koffer kaputt – wie Sie zu einem neuen kommen

Ersetzen des Zeitwerts

Man beachte: Ist der Koffer so beschädigt, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, liegt sozusagen ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. In diesem Fall kommt die Airline für den Zeitwert des Gepäckstücks auf. Im Klartext: Es wird nie der Neupreis des neu gekauften Koffers gezahlt. „Die Wertminderung wird abgezogen“, erklärt Führich. „Ich bekomme nicht neu für alt."

Fachgerechte Reparatur

Die Airlines haben Kooperationsverträge mit Reparaturwerkstätten zu eigenen Konditionen, meistens sind diese wesentlich günstiger als die Reparaturannahmen in Fachgeschäften. „Man muss der Airline die Möglichkeit geben, die Kosten so gering wie möglich zu halten“, stellt der Reiserechtler fest. Das heißt für den Fluggast: Man schickt den kaputten Koffer der Airline und diese lässt ihn reparieren. „Das ist meist fachgerecht und geht in aller Regel auch recht zügig“, so der Experte.

Wir wünschen: Guten Flug! Und natürlich einen schönen und erholsamen Urlaub – im besten Fall mit einem Koffer, der unterwegs nicht kaputt gegangen ist.

(ssc, dpa/tmn)

 

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