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Krasse Sportverletzung – Versicherung weigerte sich zu zahlen



Sport ist Mord? Zumindest können Verletzungen bleibende Schäden nach sich ziehen.
Sport ist Mord? Zumindest können Verletzungen bleibende Schäden nach sich ziehen.

Eine private Unfallversicherung muss nicht bei allen Verletzungen, die man sich bei Sport und Spiel zugezogen hat, bezahlen. Wer etwa ohne äußere Einwirkung beim Tennisspielen umknickt, geht leer aus. 

Viele Menschen schließen eine private Unfallversicherung ab, um für den Fall einer Verletzung in der Freizeit vorzusorgen, denn bei Sport und Spiel greift der gesetzliche Unfallschutz nicht. Allerdings muss die Versicherung nicht bei allen Verletzungen in der Freizeit zahlen, wie ein Urteil des Kammergerichtes Berlin (Az. 6 U 54/14) zeigt.

Wer etwa beim Tennisspielen ohne beweisbare äußere Einwirkung mit dem Fuß umknickt, bekommt möglicherweise keinen Cent von der privaten Unfallversicherung – selbst bei einem dauerhaften Schaden.

Verletzung beim Tennis: Versicherung verweigert Leistung

In dem verhandelten Fall ging es um eine Tennisspielerin, die während eines Verbandsspieles mit einem Fuß umknickte und sich die Außen- und Innenbänder ihres Fußgelenkes so stark verletzte, dass sie einen dauerhaften Schaden davontrug, berichtet der Informationsdienst Versicherungsbote.

Die private Unfallversicherung weigerte sich, für den Fall aufzukommen. Die berechtigte Begründung der Versicherung: Laut Definition des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) liegt ein Unfall nur dann vor, „wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet“ (§ 178 Abs. 2 VVG).

Private Unfallversicherung muss nicht zahlen

Wer nachweislich auf Blättern ausrutscht, bekommt Geld von der Versicherung .Die Tennisspielerin zog vor Gericht und gab an, auf einem Blatt oder Ast ausgeglitten zu sein. In diesem Fall hätte es sich per Definition tatsächlich um einen Unfall gehandelt (siehe oben). Einen Beweis dafür konnte die Sportlerin jedoch nicht liefern. Da half selbst eine Zeugin nicht, die laut Urteil aussagte, es seien wegen des stürmischen Wetters auf dem Platz „überall Blätter“ gelegen und ihre Mitspielerin habe „Scheiß Blätter!“ nach ihrer Verletzung gerufen.

Die Richter zweifelten an, dass auf dem ganzen Platz Blätter gelegen hätten, das sei „eher unwahrscheinlich, weil ein Verbandsspiel in so einem Fall wohl nicht weitergeführt worden wäre“, heißt es in der Begründung. Ergo: Die private Unfallversicherung muss nicht für den Schaden aufkommen.

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