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Marktlücke Terror: Was bringen Versicherungen gegen die Angst?



Die Angst vor Anschlägen im Urlaub wächst. Deshalb bieten Versicherungen jetzt Terrorversicherungen an.
Die Angst vor Anschlägen im Urlaub wächst. Deshalb bieten Versicherungen jetzt Terrorversicherungen an.

Terrorismus ist kein fernes Problem mehr, sondern omnipräsent. Auch in Europa. Terroristische Anschläge schüren die Ängste der Menschen und haben dadurch einen Markt entstehen lassen – die Terrorversicherung. Was genau ist das und wie sinnvoll ist sie?

Terrorismus wurde seit den Anschlägen in New York 2001 leider immer allgegenwärtiger. Und schon lange beschränkt er sich nicht mehr nur auf eindeutig politisch motivierte Ziele, wie zum Beispiel Botschaften oder Regierungsgebäude. Terroristische Anschläge sind im Alltag angekommen und machen auch vor der Urlaubsreise nicht halt. Mittlerweile haben viele Versicherungen die Marktlücke Terror entdeckt und bieten ihren Kunden entsprechende Terror-Policen an.

Marktlücke Terror: Noch kein Standard

Ein Urlauber möchte aus Angst vor einem Terroranschlag, von seiner gebuchten Reise kostenlos zurücktreten – das war lange nicht möglich. Versicherungen übernahmen für gewöhnlich nur in Fällen von Erkrankung, Unfall, Einbruch und Jobverlust die Kosten einer Stornierung. Angst war kein ausreichender Grund. Doch seit die Marktlücke Angst entdeckt wurde, kann auch die Furcht vor einem Anschlag ein versicherter Grund für eine Reisestornierung sein. Doch noch werden die sogenannten Terrorversicherungen nicht standardmäßig angeboten…

„Ich kann mir vorstellen, dass es in Zukunft weitere Reiseversicherer geben wird, die eine ähnliche Leistung anbieten werden“, sagt Florian Kulik, Leiter Vertrieb Reise bei Europ Assistance. Seit 2016 ist es bei dem Versicherungsunternehmen möglich, einen Reiserücktritt mit der Angst vor einem Anschlag zu begründen. Voraussetzung: Innerhalb von 14 Tagen vor Reiseantritt muss sich im Umkreis von 200 Kilometern ein Anschlag ereignet haben. Ist dieser Fall gegeben, zahlt die Europ Assistance die Stornierung der Reise. „Und diese Versicherung wird tatsächlich auch in Anspruch genommen“, so Kulik.

Marktlücke Terror: Geschätzt oder unbeliebt

Wer den Elvia Komplettschutz der Allianz Global Assistance (AGA) besitzt, bekommt die Stornierungsgebühren ausgezahlt, sofern sich ein Anschlag 30 Tage vor Reisebeginn, im Umkreis von 100 Kilometern vom Reiseziel entfernt, ereignet. Seit 2017 nutzt die AGA die Marktlücke Terror mit der angebotenen Terror-Police: „Terror ist ja leider zu einem Lebensrisiko der heutigen Zeit geworden“, sagt Olaf Nink, Chef von Allianz Worldwide Partners.

Die Union Reiseversicherung (URV) hat Ende 2016 ebenfalls ein Terrorschutz-Paket auf den Markt gebracht. Das Angebot wird aber derzeit getestet und es ist noch unklar, ob es weiterhin erhältlich bleibt. Jedoch stehen nicht alle Versicherer der Marktlücke Terror so positiv gegenüber. Viele große Namen der Branche, wie zum Beispiel die Europäische Reiseversicherung (ERV) oder die Hanse Merkur, halten bisher sehr wenig bis gar nichts von Versicherungen gegen die Terrorangst.

Marktlücke Terror: Angebot und Nachfrage

Auch wenn nicht alle Versicherungsunternehmen die Terrorangst als Marktlücke nutzen möchten, ist der Bedarf beim Kunden nicht von der Hand zu weisen. „Die Nachfrage nach Versicherungspaketen, die Stornomöglichkeiten bei Terroranschlägen beinhalten, ist gestiegen“, sagt eine Sprecherin des Reiseanbieters TUI. Und weiter erklärt sie: „Mit der Zahl der Anschläge ist auch die der Urlauber gewachsen, die ihre Reise nach einem Anschlag umbuchen oder stornieren wollen“.

Möglichkeiten einer derartigen Versicherung sind also auf dem Markt zu finden. Und letztendlich muss jeder Reisende entscheiden, ob er eine der Terror-Policen für sich als sinnvoll erachtet oder nicht. „Ich rate Urlaubern, sich die Versicherungsbedingungen genau anzusehen.“, rät Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Man muss wissen: Was kostet sie und wofür tritt sie in welcher Höhe ein?“ Denn bei allen gut gemeinten Vorkehrungen, bringen diese Versicherungen nichts, wenn die Richtlinien so einschränkend sind, dass die Policen möglicherweise gar nicht zum Tragen kommen.

(ik, dpa/tmn)

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