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Mehr Netto mit der richtigen Steuerklasse



Für Alleinstehende gilt meist die Steuerklasse  und es bleibt kaum eine Wahl.
Für Alleinstehende gilt meist die Steuerklasse und es bleibt kaum eine Wahl.

Wie viel vom Bruttogehalt nach allen Abzügen bleibt, hängt wesentlich von der Lohnsteuerklasse ab. Vor allem Ehepaare und eingetragene Lebenspartner sollten regelmäßig prüfen, ob sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnt.

Sechs Lohnsteuerklassen sieht das deutsche Einkommensteuerrecht vor.  Sie sollen vor allem die Ermittlung der Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Bruttogehalt einbehält, erleichtern. Nur in bestimmten Fällen haben Arbeitnehmer die Wahl, eine für sie günstigere Steuerklasse auszusuchen. Wollen sie wechseln, ist das grundsätzlich nur einmal im Jahr möglich, der Antrag muss bis spätestens 30. November beim Finanzamt sein.

Unverheiratet, ohne Kinder

Steuerklasse I für Singles.Schlecht sieht es für die meisten Singles aus: Sie zählen zur Steuerklasse I. Das gilt auch für Geschiedene.


Arbeitnehmer, die sich bereits vor dem 1. Januar des laufenden Jahres von ihrem Ehepartner getrennt haben und die Voraussetzungen für eine Zusammenveranlagung nicht mehr erfüllen, müssen ebenfalls in die Lohnsteuerklasse I.

Verwitwet

Wer seinen Ehepartner im laufenden oder vergangenen Jahr verloren hat, kann die Steuerklasse III wählen bzw. vorerst behalten. Unter anderem der hohe Grundfreibetrag für Ehepartner (16 708 Euro für 2014) macht das lohnenswert. Im übernächsten Jahr nach dem Tod des Partners wird aber ein Wechsel in die Steuerklasse I nötig.

Alleinerziehend

Für das Finanzamt gilt als alleinerziehend, wer mit mindestens einem Kind, für das Kindergeld bezogen wird, zusammenlebt. Es darf grundsätzlich auch kein weiterer Erwachsener, zum Beispiel der neue Partner der Mutter, mit im Haushalt leben. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist der Weg frei für einen Wechsel in die Steuerklasse II. Dann wird der Freibetrag für Alleinerziehende in Höhe von 1308 Euro gleich berücksichtigt. Bei einem Bruttogehalt von rund 3000 Euro, bleiben so netto 30 bis 40 Euro mehr im Monat.  

Mit Zuverdienst

Wer zwei oder mehr Arbeitsverhältnisse hat, kommt generell an der Steuerklasse VI nicht vorbei. Die Finanzverwaltung teilt dem jeweiligen Arbeitgeber mit, ob es sich um das Hauptarbeitsverhältnis handelt, in dem die Steuerklassen I bis V möglich sind. Für jede Nebentätigkeit ist aber Steuerklasse VI Pflicht.  Hier gibt es weder einen Grundfreibetrag noch weitere Freibeträge. Im Klartext heißt das, dass Nebenjobber schon den ersten Euro, den sie dazuverdienen, versteuern müssen.

Verheiratet oder in eingetragener Lebenspartnerschaft

Arbeitnehmer, die verheiratet sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zusammenleben, können zwischen drei Kombinationen von Steuerklassen wählen.

 

Verheiratete können zwischen verschiedenen Steuerklassen wählen

 

1. Steuerklassen IV und IV

Diese Kombi gilt automatisch, sobald ein Paar verheiratet ist. Eingetragene Lebenspartner werden in diesem Punkt aber nicht gleichbehandelt: Sie müssen den Steuerklassenwechsel zuerst beantragen.

Günstig ist die Kombination der Klassen IV und IV nur, wenn beide Partner annähernd gleich viel verdienen. Wenn einer von beiden deutlich höhere Einkünfte hat als der andere, führt das Paar mehr Lohnsteuer ans Finanzamt ab als eigentlich nötig wäre. Diese höhere Vorauszahlung kann es sich allerdings im Rahmen der Einkommensteuererklärung zurückholen.


2. Steuerklassen III und V

Diese Kombination ist sinnvoll, wenn einer der Partner ein deutlich höheres Einkommen hat als der andere und ungefähr 60 Prozent des Familieneinkommens oder mehr erwirtschaftet. Der Ehegatte, der mehr verdient, wählt Steuerklasse III, der, der weniger einnimmt, Steuerklasse V. Die Folge: Das Nettogehalt des Besserverdienenden steigt, weil ihm unter anderem die Grundfreibeträge beider Partner zugute kommen. Derjenige, der weniger verdient, hat dafür etwas höhere Abzüge. Wählen Ehepartner diese Steuerklassen-Kombi, müssen sie jährlich eine Steuererklärung einreichen.


Problematisch können die Steuerklassen III/V werden, wenn es um Lohnersatzleistungen für den finanziell schwächeren Partner geht. Denn ganz gleich, ob Elterngeld, Arbeitslosen- oder Krankengeld: Die Höhe der Zahlung richtet sich generell nach dem Nettogehalt. Das sollte etwa ein Jahr vor Leistungsbezug nicht niedriger ausfallen als nötig. Ist zum Beispiel eine verheiratete Frau schwanger und will nach der Geburt Elterngeld beziehen, sollte sie idealerweise die Steuerklasse III, zumindest aber IV wählen. Damit der Steuerklassenwechsel sich bei der Berechnung voll auswirkt, sollte sie diesen bis spätestens sieben Monate vor Beginn ihres Mutterschutzes beantragen.


3. Steuerklassen IV-Faktor und IV-Faktor

Durch den Faktor kann das Finanzamt den Vorteil eines Ehegatten-Splittings schon während des laufenden Steuerjahres berücksichtigen. Diese Variante hat den Vorteil, dass jeder Ehepartner bei seiner monatlichen Lohnabrechnung sieht, wie viel er wirklich netto verdient. Anders als bei den Steuerklassen III/V, ist es hier unwahrscheinlich, dass am Jahresende das Finanzamt Geld nachfordern kann. Trotzdem muss ein Paar auch bei dieser Steuerklassenwahl eine Steuererklärung einreichen.
 

Getrennte Veranlagung oder Zusammenveranlagung?

Neben der Steuerklasse können Ehepaare und eingetragene Lebenspartner auch wählen, ob sie vom Finanzamt zusammen oder getrennt veranlagt werden wollen. Kreuzen sie auf dem Mantelbogen ihrer Steuererklärung „Zusammenveranlagung“ an, gilt für sie das Ehegattensplitting. Besonders wenn es zwischen beiden Partnern große Einkommensunterschiede gibt, kann sich der Splittingtarif lohnen.

Der Grund: Beim Splitting zählt das Finanzamt  das Jahreseinkommen beider Ehepartner zusammen und halbiert dann den Betrag. Beispiel: Er verdient 60 000 Euro im Jahr, sie 20 000 Euro. Der Finanzbeamte summiert auf 80 000 Euro und halbiert dann den Betrag. Für jeweils 40 000 Euro wird dann die Einkommensteuer errechnet.  Dieser Bertrag wird verdoppelt. Heraus kommt die Einkommensteuer, die das Paar zahlen muss. Die fällt meist deutlich niedriger aus als bei getrennter Berechnung. Das Paar im Beispielsfall kann im Steuerjahr 2014 durch das Splitting 1715 Euro sparen.

 

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