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Mietregeln: Wohnung als Lager, Abstellkammer oder gar nicht nutzen?



Wohnung nutzen: was erlaubt ist und was nicht
Wohnung nutzen: was erlaubt ist und was nicht

Ein Mieter muss nicht zwangsläufig in seine Wohnung einziehen. Er darf sie auch leer stehen lassen oder als Abstellfläche nutzen. Welche Rechte und Pflichten Mieter haben:

Für gewöhnlich mietet man eine Wohnung, um darin zu wohnen, das muss man aber nicht. Mieter dürfen die Räume auch anders oder gar nicht nutzen. Erlaubt ist alles, „was mit Wohnen zu tun hat“, erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund (DMB) in Berlin. Solange Mieter regelmäßig den Wohnzins bezahlen und gewisse Regeln einhalten, muss es für den Vermieter egal sein, ob die Zimmer etwa leer stehen oder als Lager für Krimskrams dienen.

Wohnen: ob und wie oft, entscheidet Mieter

Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB, Paragraf 535) gibt es im Gegensatz zum Gewerbemietrecht beim Wohnraummietrecht keine Gebrauchspflicht. Der Mieter darf natürlich in der Wohnung leben, aber er muss nicht. Er darf frei entscheiden, ob er gar nicht, nur zeitweise oder ständig darin wohnt.

Wohnung als Lager nutzen

Ebenso steht es dem Mieter frei, in der Wohnung eigene Möbel und andere Sachen abzustellen. Genauso kann er dort stapelweise Kartons oder Zeitungen sammeln. Erlaubt ist laut DMB-Sprecher Ulrich Ropertz sogar, dort abgestellten Hausrat aus der Wohnung heraus zu verkaufen. Allerdings gibt es auch Grenzen: Spätestens wenn durch die Lagerung von Hausrat der Hausfrieden „etwa durch Gerüche oder Ungeziefer gestört wird“, könne der Mieter abgemahnt und gekündigt werden, erklärt Inka-Marie Storm vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Büro ja, Laden nein

Selbstverständlich darf man in der eigenen Wohnung auch Berufliches erledigen. Allerdings dürfen sich Nachbarn dadurch nicht gestört fühlen. Büroarbeiten sind beispielsweise kein Problem. Verkaufsräume dürfen Mieter aus ihrer Wohnung allerdings in der Regel nicht machen. Was Ulrich Ropertz zufolge gar nicht geht: Mobiliar aufkaufen, lagern und weiterverkaufen. Hier komme dann nämlich „eine gewerbliche Nutzung der Wohnung in Betracht“. Genauso wenig dürfen Mieter ihre Wohnung weitervermieten – auch nicht kurzzeitig an Feriengäste. Dazu brauche man das Einverständnis des Vermieters. Außer: der Mietvertrag erlaube das Untervermieten.

Bunte Wände erlaubt

Wie ein Mieter seine Wohnung einrichtet, ist ganz allein seine Sache. Laut dem Gebrauchsrecht des Mieters gehört dazu auch, „dass er sie dekorieren darf“ erläutert Inka-Marie Storm. Wer seine Wände allerdings in schrillen Farben gestrichen hat, muss sie beim Auszug mitunter entfernen (BGH, Az.: VIII ZR 416/12). Im Prinzip „darf er tun, was zum vertragsgemäßen Gebrauch gehört“, so die Expertin vom Eigentümerverband. Allerdings könne dieser je nach Mietvertrag unterschiedlich geregelt sein.

Pflichten gelten auch bei Nichtnutzung

Egal, ob der Mieter in der Wohnung lebt oder nicht: Die Regeln im Mietvertrag sind bindend. Dazu gehört natürlich die regelmäßige Mietzahlung samt Nebenkosten. Genauso muss man auch eine bestehende Hausordnung einhalten. Wenn diese ein wöchentliches Putzen der Treppen vorsieht, kommt man um den Dienst nicht herum – auch dann nicht, wenn man gar nicht in den Räumen wohnt. Wenn der Wohnungsbesitzer das nicht selbst erledigen kann, muss er laut Mietrechtsanwalt Rainer Burbulla von der Kanzlei Grooterhorst & Partner aus Düsseldorf jemanden beauftragen, die Arbeit zu verrichten.

Obhuts- und Sorgfaltspflicht des Mieters

Mit der Überreichung der Schlüssel gehen auf den Mieter auch sogenannte Obhuts- und Sorgfaltspflichten über. Der Mieter habe auch in dem Fall, wenn die Wohnung leer stehe „auf den ordnungsgemäßem Zustand“ zu achten, erklärt Rainer Burbulla. So muss er etwa im Winter durch ausreichendes Heizen einem Rohrbruch vorbeugen oder Schäden dem Vermieter melden. „Ansonsten kann sich der Mieter schadenersatzpflichtig machen“, warnt Inka-Marie Storm. Wer voraussichtlich längere Zeit die Wohnung nicht betreten wird, sollte eine Person seines Vertrauens bitten, regelmäßig nachzusehen, ob alles in Ordnung ist.

(udm, dpa/tmn)

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