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Mit diesen fiesen Tricks drücken sich Banken vor der Auszahlung alter Sparbücher



Wehren Sie sich gegen die dreiste Bank – dann kommen Sie an Ihr Geld vom Sparbuch.
Wehren Sie sich gegen die dreiste Bank – dann kommen Sie an Ihr Geld vom Sparbuch.

Das Jahrzehnte alte Sparbuch der Großmutter geschenkt bekommen oder beim Aufräumen gefunden? Die Freude über den Geldsegen könnte abrupt verebben: Es kommt immer wieder vor, dass Banken die Auszahlung verweigern. Zu Unrecht!

Alte, vergessene Sparbücher tauchen oft unvermittelt wieder auf – sei es beim Ausmisten, beim Umzug oder bei einer Haushaltsauflösung. Manchmal haben sich im Laufe der Jahrzehnte beträchtliche Summen angespart. Der Jubel ist groß, schnell läuft man zur Bank und möchte das Geld abheben.


Normalerweise sollte das ohne Probleme klappen, da das Sparbuch wie eine Urkunde ein Inhaberpapier ist. Das heißt, wer ein Sparbuch vorlegt, bekommt das Guthaben ausbezahlt.

Allerdings kommt es immer wieder zu Fällen, bei denen Banken die Auszahlung mit haltlosen Behauptungen verweigern. Was dann? Drei Experten wissen Rat:

Behauptung: Sparbuchguthaben wurde schon abgehoben

Der Frankfurter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Klaus Hünlein berichtet über Fälle, in denen Geldinstitute behaupteten, dass der einstige Sparbuchinhaber das Geld vor langer Zeit schon abgehoben habe – obwohl das im Sparbuch nicht ersichtlich war. Auch folgende Ausrede kommt häufiger vor: „Das Guthaben ist auf ein anderes Konto des Sparers übertragen worden.“

Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen weiß ebenfalls von solchen Ereignissen. Zwar kam es früher mitunter vor, dass eine Bank ohne Vorlage des Sparbuches dem Kunden Geld ausbezahlte. Allerdings musste das Geldinstitut dann „den Kunden die Auszahlung quittieren lassen“, erklärt Julia Topar vom Bundesverband deutscher Banken.

Die Verbraucherschützerin Annabel Oelmann betont: „Das Geldinstitut“ - und nicht der Kunde – „ist im Zweifelsfall verpflichtet, nachzuweisen, dass eine Auszahlung bereits in der Vergangenheit erfolgte“.


Begründung: Sparbuch wurde wegen Verjährung aufgelöst

Haarsträubend, aber wahr: Einige Banken und Sparkassen seien dazu übergangen, Sparguthaben intern auszulösen, wenn es dort seit zehn Jahren keine Kontobewegungen mehr gab, erzählt Klaus Hünlein. Die jeweiligen Guthaben würden zunächst auf ein sogenanntes Verwahrkonto transferiert. „Von dort aus wird das Geld nach einiger Zeit von den Banken selbst vereinnahmt“, berichtet der Anwalt weiter.


Wer mit einem alten Sparbuch von einem Geldinstitut mit der Begründung der Verjährung und der damit verbundenen Vernichtung der Unterlagen abgewimmelt wird, sollte sich das nicht gefallen lassen. Denn: „Eine Bank kann sich nicht auf Beweisnot berufen oder darauf, dass sie nicht mehr im Besitz der alten Unterlagen ist“, erklärt Klaus Hünlein. Sie sei verpflichtet, das Sparguthaben auszuzahlen. Die Verjährung beginnt nämlich erst mit einer Kündigung des Sparbuches.

Kunden könnten noch Jahrzehnte nach der letzten Kontobewegung über das Guthaben verfügen, bekräftigt Annabel Oelmann von der VZ.

Altes Sparbuch: Was man beim Gang zur Bank beachten sollte

Vor der Auszahlung eines Sparguthabens sind laut Bankensprecherin Julia Topar Geldinstitute berechtigt, eine Legitimierung durchzuführen. Gerade bei höheren Beträgen sollten sich „Betroffene von einem Zeugen begleiten lassen“, rät deshalb Annabel Oelmann. Außerdem gelte: Das Sparbuch keinesfalls unnötigerweise aus der Hand geben oder es gar bei der Bank zurücklassen. Denn, begründet der Anwalt Klaus Hünlein: „Die Bank ist nur gegen Vorlage des Originals zur Auszahlung verpflichtet.“

Wenn das Geldinstitut die Auszahlung verweigert, sollte man es noch einmal schriftlich mit einer Fristsetzung dazu auffordern. Zusätzlich können Verbraucher Kontakt zu den Ombudsleuten des Bankenverbands aufnehmen. Übrigens: Wenn im Sparguthaben D-Mark angegeben sind, können Kunden eine Umrechnung entsprechend des offiziellen Umrechnungskurses verlangen.

Sparbücher mit DDR-Mark- oder gar Reichsmarkguthaben zahlen Banken allerdings nicht mehr aus.

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