• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Neues Urteil: Nur so kann das Arbeitszimmer von der Steuer abgesetzt werden



Nur ein ausschließliches Arbeitszimmer kann von der Steuer abgesetzt werden.
Nur ein ausschließliches Arbeitszimmer kann von der Steuer abgesetzt werden.

Nur ein hundertprozentiges Arbeitszimmer kann bei der Steuererklärung geltend gemacht werden. So setzen Sie ihr Arbeitszimmer von der Steuer ab.

Die Richter hatten zu entscheiden, ob die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer auch dann abzugsfähig sind, wenn der Raum nur teilweise beruflich genutzt wird. Das lehnten sie ab – zum Nachteil vieler Steuerzahler. Wir erklären, worauf Sie jetzt achten müssen, um ihr Arbeitszimmer abzusetzen.

Egal ob Arbeitnehmer oder Selbstständiger: Wer von zu Hause aus tätig ist, kann die Kosten für sein Arbeitszimmer unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer absetzen. Das gilt anteilig für die Miete bzw. Eigenheimfinanzierung, aber auch für Ausgaben wie Strom, Heizung, Grundsteuer oder die Raumreinigung. Damit das Finanzamt mitspielt, ist allerdings einiges zu beachten.

Kein Teilzeit-Arbeitszimmer bei der Steuer absetzbar


Mit seinem Grundsatzurteil zum Arbeitszimmer bestätigt der Bundesfinanzhof die bisher übliche Rechtsprechung. Größte Hürde für die Absetzbarkeit bleibt, dass das Zimmer „so gut wie ausschließlich“ beruflichen Zwecken dienen muss (Az. GrS 1/14). Wichtig ist, dass der Raum eine eigene Tür hat, also von der privaten Wohnung getrennt ist. Der Gericht stellte klar, dass eine Arbeitsecke in einem sonst privat genutzten Raum nicht genügt. Auch ein Durchgangszimmer, das man zwangsläufig durchquert, um beispielsweise vom Wohn- ins Kinderzimmer zu kommen, akzeptieren die Finanzämter in aller Regel nicht.

Büromöbel statt Spielzeug im Arbeitszimmer

Weitere Voraussetzung: Die Einrichtung des Arbeitszimmers muss eindeutig dem Job dienen. Das ist zum Beispiel nicht der Fall, wenn der Familiennachwuchs sein Trampolin oder die Tischtennisplatte in dem Raum stehen hat. Auch ein Gästebett im Zimmer gilt als Hinweis auf eine teils private Nutzung.


Büromöbel übrigens sind auch ohne Arbeitszimmer absetzbar. Denn Schreibtisch, Bücherregal, Bürostuhl u. ä. können Arbeitnehmer als Werbungskosten (Selbstständige als Betriebsausgaben) geltend machen – ganz unabhängig davon, wo in der Wohnung diese Möbel stehen. Entscheidend ist, dass sie so gut wie ausschließlich beruflichen Zwecken dienen. Wer ein Arbeitszimmer hat, kann noch mehr Ausgaben absetzen, etwa für Vorhänge, Tapeten, Renovierung usw.

Absetzbar: Schreibtisch daheim statt auf der Arbeit

Damit die Kosten für das Arbeitszimmer in voller Höhe abzugsfähig sind, muss der Raum Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit sein. Das gilt für Selbstständige wie für Arbeitnehmer. Wer zum Beispiel als angestellter Grafiker ausschließlich im Homeoffice tätig ist, kann die Kosten für sein Arbeitszimmer ähnlich gut absetzen wie ein selbstständiger Grafiker, der von zu Hause aus arbeitet.


Auch Angestellte, die an ihrer eigentlichen Arbeitsstätte keinen eigenen Schreibtisch haben, können, je nach Job, die Kosten für ihr häusliches Arbeitszimmer mit dem Fiskus abrechnen. Das gilt allerdings nur bis zu einer Höhe von 1250 Euro pro Jahr. Von dieser teilweisen Absetzbarkeit profitieren zum Beispiel Lehrer, wenn ihnen in der Schule kein eigenes Büro bzw. kein eigener Schreibtisch zur Verfügung steht. Ähnlich sieht es bei Bauingenieuren und Außendienstmitarbeitern aus, die viel unterwegs sind, aber ihre Bürotätigkeiten von zu Hause aus erledigen. 

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE