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Private Silvester-Party: Wie viel Spaß darf sein?



Wer eine Hausparty zu Silvester plant, sollte eine Privathaftpflicht haben.
Wer eine Hausparty zu Silvester plant, sollte eine Privathaftpflicht haben.

Wer zu Hause eine Silvester-Party steigen lassen möchte, der kann Folgendes gleich vergessen: Feuerwerk von der Terrasse und Feiern ohne Ende.

Raketen steigen gen Himmel, Sektkorken knallen, ausgelassenes Tanzen zu coolen Beats mit sattem Bass bis in den Morgen: Klingt nach gelungener Silvester-Party. Dumm nur, dass das Szenario rechtlich gesehen gar nicht zulässig ist. Um das neue Jahr ohne Ärger starten zu können, sollten Gastgeber bei ihrer Planung einige Regeln beachten.

Silvester-Party: Zimmerlautstärke ab etwa 1.00 Uhr

Streng genommen gilt auch an Silvester ab 22.00 Uhr die Nachtruhe, da aber um Mitternacht Böller und Raketen knallen, gibt es sie faktisch nicht. Bis das Feuerwerk und der Lärm draußen abgeklungen seien, könnten Mieter in ihrer Wohnung ohne schlechtes Gewissen feiern, erklärt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.


Um Ärger mit anderen Parteien im Haus zu vermeiden, sollte man dies allerdings nicht ausnutzen und als Freibrief für lautes Krachmachen verstehen. Gerade in Mehrfamilienhäusern sollte man die Mitbewohner am besten bereits im Vorfeld über die geplante Party informieren, meist sind sie dann toleranter. Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus&Grund Deutschland rät, ab etwa 1.00 Uhr die Partygeräusche auf Zimmerlautstärke zu reduzieren, damit Nachbarn in Ruhe schlafen können.

Silvester-Raketen vom Balkon oder Terrasse?

Leider auch nicht erlaubt: eigenes Feuerwerk vom Balkon oder Terrasse. Das geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Berlin-Mitte hervor (Az.: 25 C 177/01). In der Begründung heißt es, dass man beim Abfeuern von Raketen immer Fehschläge einkalkulieren muss, sowie die Gefahr, dass auch Menschen, Fassaden oder Nachbarwohnungen getroffen werden können. Wichtig für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern: „Es  muss ein Platz gewählt werden, von dem aus fehlgehende Raketen aller Voraussicht nach keinen Schaden anrichten können“, erläutert Alexander Wiech und verweist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart (Az.: 10 U 116/09).


Feuerwerk auf der Straße: Nicht überall und nur an zwei Tagen

Auch hier gibt es klare Vorgaben: Laut Sprengstoff-Verordnung darf man etwa pyrotechnische Gegenstände nicht in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- oder Altersheimen zünden. Genauso wenig direkt neben brandempfindlichen Gebäuden wie Reet- und Fachwerkäusern. Ebenso regelt die Sprengstoff-Verordnung, dass man Feuerwerkskörper nur am 31. Dezember sowie  am 1. Januar steigen lassen darf.

Silvester-Feier: Wer haftet für Schäden?

Silvester-Party mt Freunden„Für Verunreinigungen und Schäden ist zunächst der Gastgeber verantwortlich“, stellt Alexander Wiech klar. Es sei denn, es gibt einen Schuldigen. Dann muss der die Verantwortung tragen – wenn er etwa beim wilden Tanzen die Stehlampe oder die Brille eines anderen Gastes beschädigt hat. Wer eine Privathaftpflicht hat, der kann beruhigt sein: In der Regel springt diese für Schäden an Personen oder Sachen ein.


(dpa/tmn, udm)

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