• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Private Unfallversicherungen: Enorme Unterschiede in Preis und Leistung



Die richtige Unfallversicherung kann im Schadensfall wirklich goldwert sein.
Die richtige Unfallversicherung kann im Schadensfall wirklich goldwert sein.

Eine private Unfallversicherung soll die Folgen einer dauerhaften Schädigung abfangen, die sich der Betroffene in der Freizeit zugezogen hat. Doch nicht jede Versicherung leistet im Ernstfall genug!

Rund neun Millionen Deutsche verletzen sich laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jedes Jahr bei Unfällen. Eine Million davon so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Gegen eine dauerhafte gesundheitliche Schädigung aufgrund eines Unfalls in der Freizeit oder in der eigenen Wohnung muss man sich privat versichern. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nämlich nur, wenn sich das Unglück während der Arbeit oder auf dem Hin- oder Rückweg ereignet.

Allerdings gibt es bei den Angeboten der Unfallversicherer große Unterschiede in Preis und Leistung. Das hat eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest für die Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest ergeben. Die besten Tarife bieten demnach deutlich mehr als den Mindeststandard und kosten für Erwachsene mit ungefährlichem Beruf rund 150 bis 270 Euro im Jahr. Für schlechtere Policen zahlt man dagegen oft das Doppelte für weniger Leistung.

Wozu eine private Unfallversicherung?

Laut Stiftung Warentest haben sich nur 1,8 Prozent aller schwerbehinderten Menschen in Deutschland ihre gesundheitlichen Einschränkungen durch einen Unfall zugezogen. Die Wahrscheinlichkeit, sich durch einen Unfall schwere bleibende Schädigungen zuzuziehen, ist also gering. Trotzdem ist das Risiko völlig unkalkulierbar, denn es kann jederzeit jeden treffen. Und das hat dann auch finanzielle Folgen, die sich durch eine private Unfallversicherung abfangen lassen.

Wenn die Leistung aus der Police hoch genug ist, können Betroffene damit beispielsweise zusätzliche Behandlungen, eine Haushaltshilfe oder den nötigen Umbau der Wohnung bezahlen. Für die Absicherung gegen den Verlust der Arbeitskraft nütze allerdings selbst die beste Unfallversicherung nichts, so die Finanzexperten. Da helfe nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Bedingungen für den Test

Da die Anzahl an Angeboten der Unfallversicherer unüberschaubar sei, hat Finanztest für die aktuelle Untersuchung vorgegeben, was eine Police mindestens leisten muss: Bereits bei einer Invalidität von 50 Prozent müssen Versicherte wenigstens 100.000 Euro bekommen, bei Vollinvalidität mindestens 500.000 Euro.

Mit der richtigen Unfallversicherung ist man gut abgesichert.Zudem durften die Versicherer lediglich einen Tarif in allen seinen Varianten ins Rennen schicken. Nur so konnten die Experten aus tausenden möglichen Angeboten 124 Tarife herausfiltern und bewerten.

Das Ergebnis: 5 davon bekamen die Bewertung sehr gut, 79 gut und die übrigen schnitten mit befriedigend ab.

 

Unfallversicherung: Testsieger bietet beste Leistung zu moderatem Preis

Als Testsieger ging der Tarif P 500 XXL MaxiTaxe der Interrisk mit einem Jahresbeitrag von 266 Euro für Versicherte mit ungefährlichen Berufen hervor. Laut Standardgliedertaxe der Musterbedingungen des GDV wird einem Verletzten ein Invaliditätsgrad von 55 Prozent zugesprochen, wenn seine Hand komplett funktionsunfähig ist oder gar amputiert wird. Um die Vorgaben des Tests zu erfüllen, muss eine Unfallpolice hierfür 100.000 Euro bezahlen. Bei dem Tarif der Interrisk bekäme der Betroffene sogar 500.000 Euro.

Unterschied durch Gliedertaxe und Progression

Der Grund für den gravierenden Unterschied in der Leistung: Jede Gesellschaft arbeitet mit eigenen Gliedertaxen, die die Mindestleistungen der Bedingungen des GDV meist überschreiten. Bei den besten Policen bewerten die Versicherer die kaputte Hand nicht mit einem Invaliditätsgrad von 55, sondern mit 75 oder sogar 90 Prozent.

Zudem kommt es auf die sogenannte Progression an. Mit ihr bestimmen die Gesellschaften, wie viel Prozent der vereinbarten Versicherungssumme der Kunde bei welchem Grad der Invalidität bekommt. Eine Progression 500 bedeute, so die Finanztest, dass der Kunde bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und Vollinvalidität 500.000 Euro bekäme.

Für gleichen Schaden: Leistung von 55.000 bis 500.000 Euro

Die Progression kann zusammen mit den unterschiedlichen Gliedertaxen große Auswirkungen haben, wie ein Beispiel verdeutlicht: In einem Tarif mit Standardgliedertaxe und ohne Progression würde der Versicherte bei einer Grundsumme von 100.000 Euro für seine kaputte Hand 55.000 Euro Entschädigung bekommen. Vom Testsieger bekäme er bei gleicher Versicherungssumme sage und schreibe 500.000 Euro, was etwa dem Neunfachen entspricht. Denn der Tarif P 500 XXL MaxiTaxe enthält nicht nur eine Progression von 500 Prozent, sondern zahlt zudem bereits bei einer funktionsunfähigen Hand die Maximalleistung für eine Vollinvalidität aus.

Wer seinen bestehenden Vertrag auf das Preis-Leistungs-Verhältnis prüfen oder eine neue Unfallversicherung abschließen möchte, dem kann die Checkliste der Stiftung Warentest helfen.

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE