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Schulden bis zum Hals? Eine Privatinsolvenz rettet Sie vor dem Untergang!



Wenn rechnen und sparen nicht mehr helfen, kann eine Privatinsolvenz die Lösung sein.
Wenn rechnen und sparen nicht mehr helfen, kann eine Privatinsolvenz die Lösung sein.

Der Dispo-Kredit ist ausgeschöpft, der Geldautomat verweigert sich und da ist ein Berg unbezahlter Rechnungen? Wer völlig überschuldet ist, sollte durchaus über eine Privatinsolvenz nachdenken.

Wer bis zum Hals im Schuldenberg steckt und nicht mehr raus kommt, sollte die nächste Schuldnerberatungsstelle aufsuchen. Hier findet man auch Hilfe, um sich mit seinen Gläubigern außergerichtlich auf eine Teilrückzahlung zu einigen, also mit jenen Leuten und Firmen, denen man Geld schuldet. Gelingt das nicht, gibt es als letzten Ausweg die Privatinsolvenz. Das Verfahren zieht sich zwar in der Regel sechs Jahre hin, aber danach ist man schuldenfrei. Doch wie funktioniert so eine Privatinsolvenz?

Der erste Schritt: Außergerichtliche Einigung

Die Voraussetzung für eine Privatinsolvenz ist der außergerichtliche Einigungsversuch mit den Gläubigern. Dazu ist der Schuldner sogar gesetzlich verpflichtet. Unterstützung bei der nötigen Erstellung eines sogenannten Schuldenbereinigungsplans erhalten Betroffene bei den offiziellen Schuldnerberatungsstellen. Wo sich die nächste befindet, erfährt man online bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung. Scheitert der Versuch, sich mit den Gläubigern auf einen Teilbetrag als Einmalzahlung oder in Raten zu einigen, kann das Insolvenzverfahren beginnen. Als gescheitert gilt der Einigungsversuch, wenn nur einer der Gläubiger nicht mit dem Schuldenbereinigungsplan einverstanden ist oder nach dessen Eingang die Zwangsvollstreckung betreibt.

Wie läuft der Antrag auf Privatinsolvenz?

Es kostet meist Überwindung, einen Antrag auf Privatinsolvenz zu stellen.Zunächst benötigt der Betroffene eine Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs, mit der er beim zuständigen Amtsgericht das Privatinsolvenzverfahren beantragen kann. Diesen Beleg stellen offizielle Schuldnerberatungsstellen, Anwälte, Steuerberater oder Notare aus. „Das Gericht bestimmt dann einen Insolvenzverwalter, bei dem der Schuldner sein Vermögen und seine Einkommensverhältnisse – ebenso wie seine Schulden offenlegen muss“, erklärt Christoph Niering, Vorsitzender des Verbandes der Insolvenzverwalter Deutschlands.

Während des Privatinsolvenzverfahrens gilt die Wohlverhaltensphase

Der Insolvenzverwalter trägt die Forderungen der Gläubiger in die Insolvenztabelle ein. Das pfändbare Einkommen und das von ihm verwertete Vermögen zahlt er nach Abzug der Verfahrenskosten anteilig an die Gläubiger. Für die Dauer des Verfahrens – in der Regel sechs Jahre – befindet sich der Schuldner in der sogenannten Wohlverhaltensphase, die er buchstäblich nehmen sollte. Denn in dieser Zeit hat der Betroffene bestimmte Informations- und Mitwirkungspflichten. So muss er etwa den Insolvenzverwalter über einen Wohnort- oder Arbeitsplatzwechsel informieren, oder auch, wenn er heiratet oder sich scheiden lässt. Sollte er seinen Job verlieren, muss er sich aktiv um eine neue Stelle bemühen und jede zumutbare Tätigkeit annehmen.

Wovon lebt der Schuldner während des Verfahrens?


„Die Pfändungsfreigrenzen sollen sicherstellen, dass verschuldete Bürger auch bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens über das Existenzminimum verfügen und ihre gesetzlichen Unterhaltspflichten erfüllen können“, erläutert der Sprecher des Bundesministeriums der Justiz Philip Scholz. Wie viel einem genau zusteht, kann man in der Pfändungstabelle nachlesen, die das Bundesjustizministerium zum Download zur Verfügung stellt. Aktuell darf eine Person, die keine Unterhaltspflicht hat, bis zu monatlich 1.079,99 Euro verdienen, ohne dass davon etwas pfändbar ist.

Nach sechs Jahren: Restschuldbefreiung

Nach Ablauf der Wohlverhaltensphase kann der Schuldner die Restschuldbefreiung beantragen. Stimmt das Gericht per Beschluss zu, ist der Schuldner laut Susanne Fairlie von der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin von allen Schulden befreit, die er zur Eröffnung des Verfahrens angegeben hat. Allerdings gibt es Ausnahmen:  So bleiben beispielsweise Schulden aus Geldstrafen oder Bußgeldern bestehen. Und, warnt Fairlie, „Schulden, die während des Insolvenzverfahrens neu entstehen, werden nicht erlassen“. 

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