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So holen Sie Ihre Steuern zurück



Es gibt einige Möglichkeiten, bereits bezahlte Steuern wieder zurück zu bekommen.
Es gibt einige Möglichkeiten, bereits bezahlte Steuern wieder zurück zu bekommen.

Ob durch Werbungskosten, steuerfreie Extras oder Handwerkerrechnungen – Arbeitnehmer können eine Menge Steuern zu sparen. Hier sind die wichtigsten Tipps für Ihre nächste Steuererklärung.

PC und Smartphone von der Steuer absetzen

Für viele Angestellte ist der Übergang zwischen Job und Privatleben fließend: Sie stehen auch nach Feierabend für berufliche Telefonate zur Verfügung, bereiten am Wochenende zu Hause Meetings vor oder beantworten Mails von Kunden.

Wer seinen privaten Computer, das Smartphone oder Tablet auch für den Job nutzt, kann damit eine Menge Steuern sparen. Generell gilt: Der Preis für die Anschaffung von Arbeitsmitteln gehört zu den Werbungskosten und darf von der Steuer abgesetzt werden. Neben digitalen Geräten gilt das zum Beispiel für den heimischen Schreibtisch und Bürostuhl, für Fachbücher oder spezielle Arbeitskleidung.

PC, Smartphone und Tablet lassen sich unter bestimmten Bedingungen von der Steuer absetzen.Beispiel: Wer seinen PC zu etwa 30 Prozent beruflich nutzt, kann damit rechnen, dass das Finanzamt zumindest die Hälfte der Kosten berücksichtigt. Zu 100 Prozent können die Kosten in Anrechnung gebracht werden, wenn das Arbeitsmittel zu etwa 90 Prozent für den Job im Einsatz ist. Liegt der Anteil der privaten Nutzung höher, akzeptiert das Finanzamt meist eine teilweise Abschreibung.


Lag der Preis für ein Arbeitsmittel über 487,90 Euro inklusive Mehrwertsteuer, ist es nicht möglich, das in einem einzigen Steuerjahr abzusetzen. Die Anschaffungskosten lassen sich aber auf die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen. So kann zum Beispiel das 1000 Euro teure Notebook über drei Jahre hinweg abgeschrieben wird.

Handwerkerarbeiten und Haushaltshilfen

In Sachen „haushaltsnahe Dienstleistungen“ hat das Jahr 2014 für Verbraucher neue Vorteile gebracht: Sie können jetzt noch mehr Arbeiten am und im Haus gegenüber dem Finanzamt geltend machen. Dazu zählen zum Beispiel die Kosten für einen Dachgeschoss- oder Kellerausbau (Bundesfinanzministerium, 10.01.2014, Az. IV C 4 –S 2296-b/07/0003). Wichtig ist, dass diese Ausbaukosten erst nach dem Einzug ins Eigenheim entstehen. Sie können dann, wie generell alle Handwerksarbeiten, eine Steueranrechnung von 20 Prozent der Arbeitskosten (max. 1200 Euro im Jahr) bringen.

Freuen können sich viele Eigenheimbesitzer auch über eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs: Das Gericht erkannte 2014 die Kosten für das Schneeräumen auf öffentlichen Gehwegen an der Grundstücksgrenze als haushaltsnahe Dienstleistung an (BFH, Az. VI R 55/12).

Aber nicht nur Eigentümer, auch Mieter können mit Ausgaben rund ums Haus Steuern sparen. Denn die Kosten für die Hausreinigung, den Hausmeister, die Gartenpflege u.ä. können sie absetzen. Wichtig ist, dass diese Posten in der Nebenkostenabrechnung klar ausgewiesen sind.

Für Haushaltshelfer gilt: Arbeitet eine Putzhilfe auf 450-Euro-Basis und ist bei der Minijob-Zentrale gemeldet, lassen sich bis zu 2550 Euro der Kosten in Anrechnung  bringen. Dafür gibt es 20 Prozent Steuerabzug, maximal 510 Euro. Bei selbstständigen oder angestellten Haushaltshilfen können maximal Ausgaben von 20 000 Euro geltend gemacht werden. Dadurch sinkt die Einkommensteuer um 20 Prozent, maximal 4000 Euro.

Arbeitsweg und Dienstreisen

Auch mit den Werbungskosten für den täglichen Weg zur Arbeit können Angestellte einiges an Steuern sparen. Grundsätzlich gibt es für die einfache Strecke 0,30 Euro pro Kilometer, ganz gleich ob die zu Fuß, mit dem Auto oder einem anderen Verkehrsmittel zurückgelegt wird. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann anstelle der Entfernungspauschale auch die höheren Ticketkosten angeben.

Über neue Regeln können sich seit 2014 Arbeitnehmer freuen, die mehrere Arbeitsstätten haben. Also zum Beispiel Beamte mit zwei Dienststellen oder auch  Außendienstmitarbeiter mit mehreren Einsatzorten. Wer keine feste Tätigkeitsstelle hat, kann die Fahrt zum jeweiligen Einsatzort mit 30 Cent pro Kilometer für die Hin- und Rückfahrt als Werbungskosten angeben.

Auch Dienstreisen, deren Kosten der Chef nicht oder nicht voll erstattet, berücksichtigt das Finanzamt. Für die Fahrten mit dem Privatauto sind es 30 Cent je Kilometer oder die tatsächlichen Kosten. Dazu kommt eine Verpflegungspauschale, die für die ersten drei Monate an einer Einsatzstelle angesetzt werden kann. Diese Pauschale ist seit 2014 deutlich interessanter: Wer mehr als acht Stunden von zu Hause bzw. seiner Arbeitsstätte weg ist, kann 12 Euro (früher sechs Euro) pro Tag in Anrechnung bringen. Bei 24 Stunden Abwesenheit sind es 24 Euro und für den An- und Abreisetag jeweils 12 Euro.

Steuerfreie Extras vom Chef

Die sogenannten geldwerten Vorteilen, die ein Arbeitgeber anbieten kann, sind für seine Angestellten besonders attraktiv. Häufig sind sie die bessere Alternative zur Gehaltserhöhung oder Bonus-Zahlung. Denn während die voll zu versteuern sind, kann man mit steuerfreien Extras nur sparen.

Beispiel: Ein Unternehmen kann sich an den Kosten für die Kinderbetreuung beteiligen, und zwar in unbegrenzter Höhe. Die Zuzahlungen für Kita, Kindergarten oder ähnliche Einrichtungen sind komplett steuer- und sozialabgabenfrei.

Für Pendler sind Tankgutscheine und Fahrtkostenzuschuss besonders interessant. Ein Gutschein für Sprit ist bis zum Wert von 44 Euro abgabenfrei. Für einen Fahrkostenzuschuss werden zwar keine Sozialabgaben fällig, der Arbeitgeber muss diesen aber in der Regel pauschal mit 15 Prozent versteuern.

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