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Sparstrumpf mit Löchern - Warum ist Sparen eigentlich so schwierig?



Sparen ist gar nicht so einfach. Warum ist das so und wie schafft man es doch, Geld zurückzulegen?
Sparen ist gar nicht so einfach. Warum ist das so und wie schafft man es doch, Geld zurückzulegen?

Die Welt feiert das Sparen! Jedes Jahr wird am 30. Oktober der Weltspartag gefeiert, um den Gedanken des Sparens ins Bewusstsein der Menschen zurückzurufen. Im Alltag ist der Kampf gegen die Löcher im Sparstrumpf oft mühsam. Doch es gibt schlaue Tricks, mit denen es gelingt, erfolgreich Geld zurückzulegen.

Sparstrumpf mit Löchern: Die Ungeduld war Schuld

Ein Sparerfolg hängt meist von zwei kleinen aber entscheidenden Faktoren ab - Bin ich geduldig oder ungeduldig? Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Man hat die Wahl, einen Schokoriegel entweder heute oder morgen zu bekommen. Die meisten Menschen würden sich für „Bitte heute noch.“ entscheiden. Aber wie sieht es aus, wenn die Möglichkeit zwischen einem Schokoriegel heute oder zwei Riegeln morgen besteht? Da ist es nicht mehr so eindeutig: Viele wollen den Schokoriegel trotzdem gleich haben, aber andere warten lieber bis sie zwei Riegel bekommen.

Sparstrumpf mit Löchern: Immer diese Entscheidungen

Geduld oder Ungeduld? Die Entscheidung für das eine oder das andere liegt unter anderem an der sogenannten Zeitpräferenz, ein Begriff aus der Finanzwissenschaft. „Unsere Zeitpräferenzen bestimmen, wie wir heutige und zukünftige Ereignisse miteinander vergleichen und gegeneinander abwägen.“ erklären Prof. Martin Weber von der Universität Mannheim und David Becker in ihrem Buch „Forschung für die Praxis“.

Die Zeitpräferenz zeigt, dass ein Mensch es bevorzugt, etwas Gutes lieber gleich als später zu bekommen. „Ob und wie viel wir sparen, ist ein Entscheidungsproblem“, sagt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen. „Wir müssen zwischen jetzigem und zukünftigem Konsum abwägen. Das Geld, das wir heute ausgeben, steht uns morgen nicht mehr zur Verfügung.“

Sparstrumpf mit Löchern: Was bleibt da noch?

Aber bei aller Geduld oder Ungeduld, ist es in der Praxis oft schlicht nicht möglich viel Geld beiseite zu legen. Nicht selten müssen deshalb Kredite aufgenommen werden. „Das fängt bei kleinen Dingen an“, sagt Marianne Gatzweiler von der PMP Vermögensmanagement in Düsseldorf. „Selbst Urlaub kann man finanzieren.“ Denn allein die Fixkosten einer vierköpfigen Familie sind oft so hoch, dass zum Sparen kein Spielraum mehr bleibt.

In Deutschland ist die Sparquote seit 2015 eigentlich stabil. Laut Bundesverband der Deutschen Volks-und Raiffeisenbanken (BVR) legten die Bundesbürger im Frühjahrsquartal 2017 im Schnitt 9,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens beiseite. Trotz dieser guten Bilanz sieht der Alltag oft anders aus, denn Sparen ist etwas sehr abstraktes. Geldausgeben hingegen ist sehr real. „Wir leben im Hier und Jetzt“, erklärt die Finanzpsychologin Monika Müller. „Wenn wir Geld übrig haben und es vielleicht für etwas Schönes ausgeben, löst das ein gutes Gefühl aus.“

Sparstrumpf mit Löchern: Mangelnde Selbstkontrolle ist Schuld

Ein weiteres Experiment aus den Untersuchungen von Prof. Weber und Becker: Angestellte einer Firma wurden gefragt, ob sie in einer Woche lieber einen gesunden Obst- oder einen Schokosnack haben möchten. 74 Prozent der Teilnehmer haben sich für das gesunde Obst entschieden. Als eine Woche später die Snacks ausgeteilt wurden, durfte nochmal entschieden werden - Obst oder Schokolade? Plötzlich wollten nur noch 30 Prozent den gesunden Snack, aber 70 Prozent die Süßigkeit. Die Entscheidungen haben sich also radikal geändert.

Was bei diesem Experiment deutlich wurde, wie uns der Aspekt der mangelnden Selbstkontrolle auch am Sparen hindern kann. „Obwohl man sparen möchte, tut man es nicht. Man verfügt folglich nicht über genügend Selbstkontrolle, sich heute zu einem Verhalten zu zwingen, das langfristig optimal wäre“, so Weber und Becker. Um dieser mangelnden Selbstkontrolle entgegenzuwirken, helfen klare Regeln – zum Beispiel in Form eines Sparplans. Dieser verpflichtet, den eigenen Schweinehund zu überlisten und zu besiegen. „Das kann leichter fallen, wenn Sie sich vorstellen, was genau Sie mit dem Geld später alles machen können“, rät Finanzpsychologin Müller.

(nr, dpa/tmn)

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