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Studenten aufgepasst: Jetzt Studium von der Steuer absetzen!



Die Steuererklärung kann sich gerade für Studenten durchaus lohnen.
Die Steuererklärung kann sich gerade für Studenten durchaus lohnen.

Studiengebühren, Bücher und Computer kosten viel Geld. Kaum ein Student weiß jedoch, dass sich ein Großteil der Studienkosten von der Steuer absetzen lässt!

Der Bundesfinanzhof hatte das Verfassungsgericht Ende 2014 angerufen. Der Grund: Die höchsten Richter in Steuersachen sind der Meinung, dass Studenten im Erststudium verfassungswidrig benachteiligt werden. Denn während der ersten Berufsausbildung gelten Ausgaben für Fachliteratur, Computer, Schreibmaterial, Studiengebühren, Semesterbeiträge usw. nicht als Werbungskosten. Davon ausgenommen sind unter anderem Studenten, die ihre Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses absolvieren.

Master-Studenten klar im Vorteil

Absolventen einer zweiten Ausbildung stehen deutlich besser da. Wer sich zum Beispiel nach seiner abgeschlossenen Lehre an der Uni einschreibt oder im Anschluss ans Bachelor-Studium einen Master macht, profitiert von den sogenannten „vorweggenommen Werbungskosten“. Ausgaben, die in Zusammenhang mit dem Studium bzw. dem späteren Beruf stehen, können steuerlich abgezogen werden. Diese Verluste dürfen in der Regel auch in spätere Jahre „vorgetragen“ werden.

Das ist für Studenten ein enormer Vorteil: Da die meisten von ihnen noch keine Steuern zahlen, solange sie an der Uni sind, können sie die Werbungskosten bzw. ihre Verluste später, wenn sie im Beruf ein eigenes Einkommen haben, abrechnen. Der Bund der Steuerzahler rät Bachelor-Studenten deshalb, teure Projekte, Praktika oder Auslandssemester nach Möglichkeit ins Master-Studium zu verlegen.

Kaum Ersparnis im Erststudium

Anders sieht es bisher bei der ersten Ausbildung aus, also zum Beispiel, wenn ein Abiturient direkt an die Uni geht.  Er kann die Kosten für sein Studium dann nicht als Werbungskosten, sondern nur als Sonderausgaben mit dem Finanzamt abrechnen.

Das führt meist dazu, dass die Studenten komplett auf ihren Ausgaben sitzen bleiben. Zwar können sie theoretisch bis zu 6000 Euro pro Jahr für ihr Studium steuerlich abrechnen. Aber das wirkt sich nur aus, wenn sie im selben Jahr Einkommen wie Lohn- oder Mieteinkünfte versteuern müssen. Wer keine Einkommensteuererklärung macht, weil er als Student keine oder kaum Einkünfte hat, geht leer aus.

Im Erststudium Einspruch einlegen

Ob diese steuerliche Unterscheidung zwischen Erst- und Zweitausbildung rechtens ist, muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Noch haben die Richter in Karlsruhe das nicht getan. Allerdings können Studenten sich schon jetzt die Vorteile sichern, die ihnen ein positives Urteil bringen würde:

Vor allem das Zweitstudium lässt sich gut absetzen.Steuerberater raten ihnen, auch im Erststudium eine Einkommensteuererklärung zu machen und alle studienbedingten Ausgaben als Werbungskosten in der Anlage N einzutragen.

Auch der Verlustvortrag auf spätere Berufsjahre sollte mitbeantragt werden. Dies ist auch rückwirkend möglich, mindestens für die letzten vier Jahre.


Das Finanzamt wird den Abzug der Werbungskosten nach bisheriger Rechtslage ablehnen. Wichtig ist, dagegen Einspruch einzulegen, unter Verweis auf die ausstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Az. 2 BvL 23/14, 2 BvL 24/14). Dadurch bleibt der Steuerfall noch offen und kann, je nach Urteil des Bundesverfassungsgerichts, nachträglich korrigiert werden.

Der Bund der Steuerzahler betont, dass in dem Bescheid, den die Studenten bekommen, der Vorläufigkeitsvermerk zu den Studienkosten nicht fehlen darf. Ein solcher Vermerk steht im hinteren Teil des Steuerbescheids – im Kleingedruckten. Fehlt dieser Eintrag, sollten die Studenten unbedingt beim Finanzamt nachhaken.

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