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Unfall-Hilfe: Versicherungen bieten Notrufsystem für Autos



Pro Minute passieren in Deutschland rund 5 polizeilich erfasste Unfälle.
Pro Minute passieren in Deutschland rund 5 polizeilich erfasste Unfälle.

Worst Case: Sie haben einen Unfall, der Wagen bleibt liegen und Sie werden ohnmächtig. Es ist niemand da, der Hilfe ruft. Diese Situation soll ein neues Notrufsystem für Autos nun verhindern.

Bei einem Autounfall kommt es im Zweifel auf jede Minute an. Das wissen nicht nur Ärzte und Sanitäter, sondern auch die deutsche Versicherungswirtschaft. Seit April bieten Kfz-Versicherer deshalb ein neues Unfallmeldesystem für Autos an, mit dem sich auch Gebrauchtwagen aufrüsten lassen. Es registriert einen Unfall eigenständig und schickt die Information sofort an eine Notrufzentrale.

Sensoren erkennen Kollision

Tatsächlich ist das Prinzip hinter dem Notrufsystem relativ simpel: Das Kernstück ist ein Stecker für den Zigarettenanzünder im Auto, in dem Beschleunigungssensoren integriert sind. Diese erkennen eine Kollision und ermitteln die Stärke des Aufpralls. Sobald der Stecker einen Unfall registriert, sendet er die Information an eine App auf dem Smartphone des Autofahrers.

Diese wiederum meldet den Crash, die aktuelle Position und die letzte Fahrtrichtung über eine verschlüsselte Verbindung an die Notrufzentrale. Ist der Autofahrer telefonisch nicht ansprechbar, leitet die Notrufzentrale sofortige Rettungsmaßnahmen ein. 

Notrufsystem soll Leben retten

Die Versicherer erhoffen sich von dem automatischen Notrufsystem, dass Rettungskräfte in vielen Fällen deutlich schneller am Unfallort sein werden als bisher. „So helfen wir, Leben zu retten und Verletzte so schnell wie möglich zu versorgen“, sagt Peter Slawik, Vorsitzender des Fachausschusses Kraftfahrtversicherung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Fahrdaten werden nicht gesammelt

Die EU hat eine Speicherung der Daten verhindert. Nicht jeder Unfall erfordert jedoch gleich einen Krankenwagen. Das Notrufsystem soll deshalb einen leichten Aufprall als Blechschaden oder Panne erkennen können. In diesem Fall wird dann statt der Notrufzentrale der jeweilige Kfz-Versicherer informiert, der Hilfe organisieren kann. Über eine Pannenruf-Funktion lässt sich das System auch manuell bedienen. Zwar sind die Kfz-Versicherer auf diese Weise in den Vorgang direkt involviert.

Laut Aussagen der deutschen Versicherungswirtschaft, die das Unfallmeldesystem zusammen mit IBM und Bosch entwickelt hat, sei es jedoch nicht möglich, Rückschlüsse über die Fahrweise zu ziehen oder Bewegungsprofile zu erstellen.

Aufpreis für mehr Sicherheit im Auto

Interessierte können den Unfallmeldestecker samt App direkt bei ihrer Versicherung erwerben. Voraussetzung ist ein funktionstüchtiges Smartphone (Android) oder iPhone und ein Zigarettenanzünder (12-Volt-Anschluss) im Auto.


Da der Unfallmeldestecker eine USB-Buchse hat, kann das Smartphone während der Fahrt geladen werden. Den Preis für das System legt jede Versicherung selbst fest, er wird aber wahrscheinlich im moderaten zweistelligen Bereich liegen.

Notrufsystem wird Pflicht für Neuwagen


Ab 2018 ist das europäische Notrufsystem „E-Call“ übrigens für alle Neuwagen Pflicht. Bereits jetzt bieten Autohersteller die integrierten Unfallmeldesysteme als neues Feature in einigen Modellen an.

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