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Unverheiratete Paare sparen mit gemeinsamen Policen



Die große Frage bei Versicherungspolicen: zusammenlegen oder nicht?
Die große Frage bei Versicherungspolicen: zusammenlegen oder nicht?

Paare, die zusammen wohnen, können einige Versicherungspolicen zusammenlagen und dadurch Geld sparen. Das geht auch ohne Heiratsurkunde oder eingetragene Lebensgemeinschaft.

Egal, ob verheiratet oder nicht, mit gemeinsamen Kindern oder ohne: Paare, die sich eine Wohnung teilen, können durch gemeinsame Versicherungen Geld sparen. Das Zusammenlegen ist bei vielen Policen auch ohne Trauschein oder eingetragene Lebensgemeinschaft möglich – etwa bei Hausrat-, Haftpflicht-, Unfall-, und Risikolebensversicherungen. Allerdings bergen manche gemeinsame Versicherungen auch Risiken.

Familien-Police für gemeinsame Versicherungen

Generell muss man zwischen Single- und Familien-Policen unterscheiden. Erstere sind zwar preiswerter, versichern aber eben nur eine Person. Die zweite Variante hat den Vorteil, dass man auch Kinder und Lebenspartner mitversichern kann. Verfügt einer der Partner bereits über eine Familien-Police, kann er die anderen im Versicherungsschein nachtragen lassen. 

Eine Hausratversicherung genügt

Wenn ein Paar zusammenzieht und beide Partner eine Hausratversicherungen laufen haben, dann kann einer seine Police kündigen. Allerdings sollte derjenige, dessen Versicherung weiterläuft, darauf achten, dass er die Versicherungssumme entsprechend anpassen lässt, um nicht unterversichert zu sein, warnt Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg.

Zudem sollte laut Frank Golfels, Präsident des Bundesverbands der Versicherungsberater in Bonn, nur einer der Partner Versicherungsnehmer sein. Denn nur der Versicherungsnehmer riskiere bei grob fahrlässigem Verhalten die Kürzung der Regulierungssumme, erläutert der Experte. Lässt derjenige Partner, der nicht Versicherungsnehmer ist, etwa das Fenster beim Verlassen der Wohnung offen stehen, reduziert sich die Leistung nicht. 

Haftpflicht: Gemeinsam nur mit spezieller Klausel

Will ein Paar aus zwei bestehenden Haftpflichtversicherungen eine machen, muss eine gekündigt und die andere Haftpflicht in eine Familienversicherung umgewandelt werden. Allerdings sollten sich Unverheiratete das Zusammenlegen genau überlegen, denn anders als bei Ehegatten haben sie bei einer gemeinsamen Haftpflicht untereinander keinen Versicherungsschutz für Schadensersatzansprüche – etwa, wenn einer den anderen versehentlich verletzt. Es sei denn, die Police enthält eine spezielle Klausel, wonach Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern, Sozialhilfeträgern, privaten Krankenversicherungen sowie Arbeitgebern mitversichert sind. Ohne eine solche Zusatzvereinbarung „kann einen das im Ernstfall sehr viel Geld kosten“, warnt Christian Biernoth von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Unfallpolice: Separat flexibler, gemeinsam mitunter günstiger

Unfallversicherungen sollte „man einzeln abschließen“, rät Bianca Boss, da sie so in der Regel auf die jeweiligen Lebensumstände zugeschnitten werden könnten. Versicherungsberater Frank Golfels sieht in gemeinsamen Unfallversicherungen jedoch auch Vorteile: „Einzelne Versicherer bieten hier etwa Rabatte“.

Risikolebensversicherung: Zusammen nur ohne Kinder

Gut überlegen sollte man sich ebenso ein Zusammenlegen der Risikolebensversicherungen.  Manchmal werde sie laut Verbraucherschützer Christian Biernoth zwar günstiger, „wenn man zwei verbundene Leben absichert“, dann zahle die Versicherung jedoch nur einmal die Versicherungssumme aus – selbst, wenn beide Partner zusammen durch einen Unfall sterben. Die Hinterbliebenen bekämen in diesem Fall nur einen Betrag für beide Verstorbenen. 

Was wird aus gemeinsamen Policen bei einer Trennung?

Sollten sich die Partner wieder trennen, müssen sie gemeinsame Versicherungen wieder teilen. Hier sei Frank Golfels zufolge entscheidend, wo die Sprösslinge nach der Trennung lebten, denn:  „Der Haushalt, in dem die Kinder sind, muss die Familien-Police haben“. Für den anderen komme dagegen die Single-Police in Frage. Eine Aufspaltung der gemeinsamen Police könnte sich lohnen, wenn die neuen Tarife schlechter als die laufenden seien.

 

(udm, dpa/tmn)

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