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Verreisen mit Krankschreibung: Ja oder Nein?



Mit dem "gelben Schein" in den Urlaub - darf man das?!?
Mit dem "gelben Schein" in den Urlaub - darf man das?!?

Krank geschrieben und Sie wollen dennoch in den Urlaub fahren? Ein pauschales Nein wäre zu vorschnell, denn letztlich hängt es von der Art und Schwere der Krankheit ab. Mehr zum Thema „Verreisen mit Krankschreibung“.

Winterzeit ist Grippezeit und wen es so richtig erwischt hat, der gehört ins Bett. Und am besten mit einer Krankschreibung. Doch was tun, wenn man just zu diesem Zeitpunkt eine Reise geplant hat? Darf man das Krankenlager dann gegen eine Strandliege tauschen? Und wie sieht der Fall aus, wenn ich beispielsweise krank eine längere Reise antrete, um mich von meiner Familie gesund pflegen zu lassen? Was ist beim Verreisen mit Krankschreibung erlaubt, und was nicht?

Verreisen mit Krankschreibung ist grundsätzlich erlaubt

Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein, konstatiert, dass es grundsätzlich erlaubt sei, trotz Krankschreibung zu verreisen. Trägt die Reise aber nicht zur Erholung bei und ist laut Fachjargon „genesungswidrig“, so sieht der Fall anders aus. Doch dem Arbeitgeber steht es nicht zu, darüber zu urteilen, was für den Patienten das Beste ist. „Wenn der Arzt sagt, dass das okay ist, gibt es da gar keine Probleme“, sagt der Experte.

Verreisen mit Krankschreibung – auf Anordnung des Arztes

Streng genommen gibt es den Status „krankgeschrieben“ nicht, die richtige Bezeichnung lautet „arbeitsunfähig“. Und das heißt nämlich nicht, dass man rund um die Uhr das Bett hüten muss. „Das beste Beispiel sind psychosomatische Erkrankungen, der Burnout etwa, der durch die Arbeitssituation verursacht worden ist“, so der Fachanwalt. „Wenn der Arzt Ihnen da zur schnelleren Genesung rät, ins Freibad zu gehen oder zur Luftveränderung an die Ostsee zu fahren, dann dürfen Sie das auch tun - auch wenn das auf den Arbeitgeber vielleicht irritierend wirkt.“

Verreisen mit vorgetäuschter Krankschreibung: Kündigung!

Generell gilt: Es muss dem Arbeitgeber nicht mitgeteilt werden, warum man arbeitsunfähig ist. Aus der Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung, die der Arzt ausstellt, geht es nämlich nicht hervor – „und er hat grundsätzlich auch kein Recht darauf, es zu erfahren“, erklärt Peter Meyer. Das heißt aber nicht, dass man vor Streit, der aus der Arbeitsunfähigkeit und dem Verhalten währenddessen resultieren kann, gefeit ist. Denn eine vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit kann erhebliche Konsequenzen mit sich führen – im schlimmsten Fall droht die Kündigung. Allerdings, und das sei an dieser Stelle auch gesagt, ist es für den Arbeitgeber nicht einfach zu beweisen, dass eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung zu Unrecht ausgestellt wurde.

(ssc, dpa/tmn)

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