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Weihnachtsgeschenke von der Steuer absetzen!



Wer Weihnachtsgeschenke von der Steuer absetzt, kann viel Geld sparen.
Wer Weihnachtsgeschenke von der Steuer absetzt, kann viel Geld sparen.

Schampus für Kunden, Schoko-Nikoläuse für Mitarbeiter oder Blumen für Geschäftspartner – Kosten für Weihnachtsgeschenke sind absetzbar!

Weihnachtsgeschenke im beruflichen Umfeld sind keine reinen Nettigkeiten. Davon geht jedenfalls das Finanzamt aus. Präsente, die geschäftlichen Zwecken dienen, dürfen Selbstständige grundsätzlich als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Das Finanzamt unterscheidet dabei, ob der Beschenkte Geschäftspartner oder Mitarbeiter ist.

Preisgrenze für Kunden und Geschäftspartner

Bekommen Kunden, Zulieferer, freie Mitarbeiter, Berater usw. etwas geschenkt, ist es wichtig, dass sie dafür keine konkrete Gegenleistung erbringen. Oder anders gesagt: Das Geschenk darf eine Zahlung an den Geschäftspartner nicht ersetzen. Außerdem gibt es eine Obergrenze, was den Wert angeht: Alle Geschenke, die eine Person pro Kalenderjahr bekommt, müssen im Preis unter 35 Euro liegen . Wer also seinem Geschäftsfreund zum Geburtstag Wein und zu Weihnachten Lebkuchen schenkt, muss aufpassen, dass der Gesamtwert unter der Preisgrenze bleibt. Liegt er darüber, fällt der Steuervorteil komplett weg – auch für den Teil der Geschenke, dessen Wert unter 35 Euro lag.

Ausnahme: Kann der Beschenkte das Präsent nur in seinem Betrieb nutzen, gilt keine Preisgrenze für die Absetzbarkeit. Beispiel: Ein Weinhändler schenkt einem Hotelier und guten Kunden einen Gastro-Weinkühlschrank mit Werbeaufdruck im Wert von 3500 Euro. In diesem Fall kann er den Nettokaufpreis komplett als Betriebsausgabe angeben. Oder: Ein Anwalt schenkt einem anderen Anwalt, der ihm regelmäßig Mandate vermittelt, einen neu erschienenen Gesetzeskommentar im Wert von 200 Euro.

Weihnachtsgeschenke absetzen: Kein Limit bei den Mitarbeitern

Für Präsente an Angestellte gibt es generell keine Preisgrenze. Das heißt, wer seinen Mitarbeitern etwas zu Weihnachten, zur Hochzeit oder zum Betriebsjubiläum schenkt, kann den gesamten Wert als Betriebskosten absetzen. Allerdings muss es sich um eine reine Sachleistung handeln. Bekommt der Mitarbeiter eine Bonuszahlung oder ähnliches, wird diese wie Einkommen behandelt und mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.

Steuerfalle für Beschenkte

Aber auch wer Sachgeschenke annimmt, kann in eine Steuerfalle geraten: Für Mitarbeiter ist ein Geschenk ihres Arbeitgebers nur steuerfrei, wenn der Kaufpreis inklusive Mehrwertsteuer bei unter 60 Euro liegt. Wer etwas Hochwertigeres bekommt, etwa eine Uhr für sehr lange Betriebszugehörigkeit, muss den Wert wie Arbeitslohn versteuern und dafür auch Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Wer als Geschäftspartner ein Weihnachtsgeschenk bekommt, muss den Wert generelll als Einnahme verbuchen und versteuern. Der Geber kann dem aber entgegenwirken: Führt er eine Pauschalsteuer in Höhe von 30 Prozent des Kaufpreises ab (einschließlich Mehrwertsteuer), muss der Beschenkte nichts zahlen. Wichtig ist, den Empfänger auch darauf hinzuweisen, dass das Finanzamt schon die Pauschalsteuer erhalten hat.

Ausnahme bei Mini-Präsenten

Kleine Aufmerksamkeiten, die weniger als zehn Euro wert sind, gelten beim Finanzamt als „Streuartikel“. Für die müssen weder der Geber noch der Nehmer Steuern zahlen. Wer zum Beispiel jedem Kunden einen Kugelschreiber, Schokonikolaus oder Taschenkalender schenkt, muss sich um die 30% Pauschalsteuer keine Gedanken machen.

Geschenke von der Steuer absetzen als Angestellter

Wer angestellt ist und Weihnachtsgeschenke, die er in seinem beruflichen Umfeld macht, absetzen will, hat es schwerer. Denn Geschenke an Kollegen, Kunden oder den Chef gelten generell als Privatsache.

Eine Ausnahme macht das Finanzamt für Angestellte, deren Gehaltshöhe erfolgsabhängig ist. Wer zu solchen Konditionen zum Beispiel als Teamleiter tätig ist und seinen Mitarbeitern etwas Gutes tun will, kann die Kosten in der Steuererklärung mitangeben. Das Gleiche gilt für Angestellte, die im Außendienst arbeiten und Verkaufsprovisionen erhalten. Sie können Präsente für Kunden, oder auch Essenseinladungen, als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. Das hat der Bundesfinanzhof im Jahr 2007 entschieden (Az. VI R 78/04).

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