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Wenn der Urlaub zum Reinfall wird – Ihr gutes Reiserecht



Reisemängel im Urlaub
Reisemängel im Urlaub

In die schönste Zeit des Jahres investieren Urlauber viel Geld – und werden leider manchmal bitter enttäuscht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Reisemängeln im Urlaub umgehen und wie Sie sich Ihr Geld zurückholen können.

In der Reisebroschüre sah der Urlaubsort aus, als sei er dem Paradies entsprungen. Doch die Realität kann oft mit dem Wunschbild nicht mithalten. Bei Reisemängeln haben Urlauber die Möglichkeit, den Preis rückwirkend zu mindern. Allerdings müssen Sie dafür schnell reagieren und sich im Vorfeld gut informieren. Wir zeigen Ihnen, in welchen Fällen Ihnen eine Entschädigung zusteht.

Erster Fall im Reiserecht: Änderung der Flugzeit

Wenn der Anreiseflug zum Urlaubsort plötzlich um acht Stunden und mehr nach hinten verschoben wird, kann das ziemlich ärgerlich sein. Denn schließlich verlieren Reisende dadurch einen ganzen Urlaubstag. Doch die Fluggastrechteverordnung der EU kann Ihnen weiterhelfen: Sie können sich Ihr Geld von der Fluggesellschaft zurückholen, wenn diese für die Verspätung verantwortlich ist. Wenn der Flieger am Urlaubsort mindestens drei Stunden zu spät ankommt, steht den Fluggästen eine Entschädigung zu: Je nach Flugstrecke können Sie mit Beträgen zwischen 250 und 600 € rechnen. 

Um Missverständnissen vorzubeugen, lassen Sie sich am besten vom Reiseveranstalter oder der Airline die Verspätung schriftlich bestätigen.

Zweiter Fall im Reiserecht: Das Hotel ist überbucht

Sie haben Ihr Hotel online sorgfältig geprüft und nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Doch am Urlaubort wartet eine böse Überraschung auf Sie: Das 4-Sterne-Wunschhotel ist hoffnungslos überbucht. Den Swimmingpool und die Lage direkt am Meer können Sie vergessen, denn stattdessen werden Sie vom Reiseveranstalter in eine billige 2-Sterne-Unterkunft gebracht. So haben Sie sich Ihren Traumurlaub nicht vorgestellt. Zwar kann Ihr Veranstalter Sie bei Überbuchung in einer Ersatzunterkunft unterbringen, jedoch sollte diese dem gebuchten Hotel in der Qualität ebenbürtig sein. Ist dies, wie hier beispielhaft beschrieben, nicht der Fall, steht Ihnen als Erstattung rund ein Viertel des Reisepreises zu.

Dritter Fall im Reiserecht: Ärger im Hotel

Das Hotelzimmer ist schmuddelig und von Kakerlaken bevölkert, das Buffet kann leider nur mit ungenießbarem Essen aufwarten. Mängel dieser und ähnlicher Art sollten Sie sofort dem Reiseleiter melden. „Dieser wird sich bemühen, den Reisemangel noch vor Ort zu beheben“, sagt Ellen Madeker, Sprecherin des Deutschen Reiseverbands. Am besten sollten Sie Fotos von den Mängeln machen und diese von Mitreisenden bezeugen lassen. „Als Zeuge ist am besten eine Person geeignet, die nicht mit Ihnen gebucht hat“, rät Michael Hummel von der Verbraucherzentrale Sachsen. Werden die Mängel nicht behoben, haben Sie nach dem Ende Ihres Urlaubs rund einen Monat Zeit, den Mangel schriftlich beim Reiseveranstalter geltend zu machen. Allerdings sind Beanstandungen dieser Art immer subjektiv, eine Preisminderung kann daher nicht garantiert werden. Die Entscheidung liegt letztlich beim Gericht.

Reiserecht: Auf das sollten Sie achten

Oberste Regel im Reiserecht ist, dass Sie die Mängel sofort beim Reiseleiter melden. Ansonsten haben Sie keinen Anspruch auf eine Erstattung. Wenn Sie nach dem Urlaub Beweise für die Reisemängel in Form von Fotos und anderen Dokumenten einreichen, sollten Sie diese am besten mit einem Einschreiben verschicken. Verlangen Sie schriftlich eine Ausgleichszahlung und setzten Sie eine Zahlungsfrist. Im besten Falle macht Ihnen der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaft ein Kulanzangebot, dieses allerdings meist in Form eines Reisegutscheins. Nun liegt die Entscheidung bei Ihnen: Sie können sich mit diesem Angebot zufriedengeben oder auf eine Klage bestehen. Denn dem Gesetzgeber zufolge steht Ihnen eine finanzielle Entschädigung zu. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie tatsächlich den Rechtsweg einschlagen wollen, können Sie sich in der Reisemängeltabelle des Reiserechtlers Ernst Führich informieren und vergleichbare Fälle und dessen Urteile recherchieren.

(msc, dpa/tmn)

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