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Wo geht's zur nächsten Steckdose? Steuerbefreiung für Elektroautos



Spätestens nach 100 Kilometern muss ein Elektroauto wieder an die Ladestation.
Spätestens nach 100 Kilometern muss ein Elektroauto wieder an die Ladestation.

Im Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos über Deutschlands Straßen rollen. Bisher sind es nur rund 125 000. Um die E-Autos attraktiver zu machen, sieht das neue Elektromobilitätsgesetz einige Vergünstigungen vor – unter anderem eine zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung.

Wer bis zum 31. Dezember 2015 einen Neuwagen mit Elektromotor kauft bzw. erstmals zulässt, muss zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer zahlen. Außerdem wird laut Elektromobilitätsgesetz die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektroautos, die schon seit dem 18. Mai 2011 zugelassen sind, von fünf auf zehn Jahre ausgedehnt.

Zum Vergleich: Bei Fahrzeugen, die mit Benzin oder Diesel betrieben werden, hängt die Höhe der Kfz-Steuer vor allem von der Sparsamkeit des Autos und seinem CO2-Ausstoß ab. Fahrer von Kleinwagen, die nicht älter als ein bis zwei Jahre sind und wenig verbrauchen, zahlen oft nicht mehr als 60 bis 70 Euro Kfz-Steuer pro Jahr. Bei älteren Autos oder solchen mit höherem Verbrauch, liegt die Steuer dagegen schnell bei ein paar hundert Euro jährlich.

Auch Fahrer von Hybridfahrzeugen profitieren

Neben den Elektroautos kommt die neue Steuerbefreiung auch sogenannten „Plugin-Hybriden“ zugute. Gemeint sind Fahrzeuge, die an der Steckdose geladen werden und vollelektrisch fahren können, aber zusätzlich einen Verbrennungsmotor haben. Der kann bei Bedarf zugeschaltet werden kann, um die Reichweite des Autos zu verbessern. Ob ein Plugin-Hybrid dieselben steuerlichen und rechtlichen Vorteile bekommt wie ein Elektroauto, hängt davon ab, wie weit das Auto elektrisch fahren kann. Die Reichweite muss derzeit über 30 Kilometer liegen (ab 2018: 40 km).

Weitere Anreize für den E-Auto-Kauf


Neben der Steuerbefreiung bietet das Elektromobilitätsgesetz weitere Anreize. Unter anderem können die Kommunen jetzt Fahrern, die mit einem Elektroauto unterwegs sind, erlauben die Busspur zu nutzen und ihr Auto kostenlos auf öffentlichen Parkplätzen abzustellen. Dafür sollen Elektroautos, Plugin-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge, für die ebenfalls steuerliche und rechtliche Vorteile gelten, zukünftig eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Kfz-Nummernschild erhalten. So soll sichergestellt werden, dass sie im Straßenverkehr für Ordnungskräfte und andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar sind.

Die Nachteile der Elektroautos

Bisher sind noch nicht so viele Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs.Dass immer noch so wenige Elektroautos in Deutschland unterwegs sind, hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Reichweite der Autos vergleichsweise gering. Spätestens nach 100 Kilometern Fahrt müssen die meisten wieder an die Steckdose. Davon gibt es noch zu wenige: Der Ausbau der Ladestationen kommt schleppend voran. Aber der wohl wichtigste Grund für den schleppenden Absatz der Elektroautos ist der Preis: Die umweltschonenden E-Fahrzeuge sind in der Anschaffung und Unterhaltung deutlich teurer als Autos mit Verbrennungsmotor.

Der ADAC hat im Dezember 2014 einen ausführlichen Kostenvergleich zu mehreren Auto-Modellen veröffentlicht. Demnach liegt zum Beispiel der Grundpreis eines VW e-Golf bei 34 900 Euro. Dagegen kostet ein vergleichbarer VW Golf 1.2 TSI BMT Trendline DSG als Superbenziner 21775 Euro, als Diesel 24225 Euro.

Aber nicht nur in der Anschaffung sind die Elektroautos teurer. Der ADAC beziffert die  Kosten pro gefahrenem Kilometer beim e-Golf mit 54,1 Cent, beim vergleichbaren Superbenziner mit 48,6 und beim Diesel mit 47,2 Cent.

Branchenexperten gehen allerdings davon aus, dass in ein paar Jahren Elektroautos in Anschaffung und Unterhalt deutlich billiger werden. Die Ingenieure des Beratungsunternehmens „P3 Automotive“ haben eine Studie vorgestellt, nach der ein reines Elektroauto der Golfklasse für Endkunden schon in drei Jahren günstiger sein soll als ein Auto mit Verbrennungsmotor. 2014 lagen nach den P3-Berechnungen die Gesamtkosten eine e-Golf inklusive Anschaffung, Kraftstoff und anderer laufender Kosten monatlich bei im Schnitt 603 Euro, die eines Verbrenners bei 561 Euro. Vor allem wegen sinkender Kaufpreise und günstigerer Akkusysteme sollen die Gesamtkosten der Elektroautos bis 2018 auf 545 Euro pro Monat sinken.

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