• Überblick
    • Notarielles
    • Rechtsberatung
    • Verbraucherschutz
    • Überblick
    • Börse
    • Finanzierung
    • Fremdwährung
    • Geldanlage
    • Zahlungsverkehr
    • Überblick
    • Ämter
    • Botschaften
    • Politik
    • Polizei & Feuerwehr
    • Überblick
    • Altersvorsorge
    • Haftpflicht
    • Hausratversicherung
    • Rechtsschutz
    • Unfallversicherung
    • Überblick
    • Erbschaftssteuer
    • Lohnsteuer
    • Steuererklärung
    • Verbrauchsteuer

Zusammenleben ohne Trauschein: Rechtliche Risiken vermeiden



Unverheiratete sind freier - aber auch weniger abgesichert.
Unverheiratete sind freier - aber auch weniger abgesichert.

Immer mehr Paare leben ohne Trauschein zusammen. Im Falle einer Trennung oder bei Tod eines Partners gibt es keinerlei gesetzliche Regelungen – es sei denn, die Unverheirateten haben durch Verträge vorgesorgt.

Mit zunehmender Anzahl entscheiden sich Paare für das Zusammenleben ohne Trauschein. Doch was vielen vielleicht nicht bewusst ist: Für die nichteheliche oder nicht eingetragene Lebensgemeinschaft gibt es ohne eigens getroffene Vereinbarungen keinerlei gesetzliche Regelungen. Sollte es etwa zur Trennung oder zum Tod eines Partners kommen, kann dies weitreichende rechtliche und finanzielle Folgen haben. Deshalb sollten Paare, die auf den Trauschein verzichten, wichtige Dinge wie Wohnrecht, Testament und Sorgerecht regeln sowie für Notfälle an eine Vorsorgevollmacht denken.

Ohne Trauschein zusammen wohnen

Unterzeichnen beide Partner den Mietvertrag, so liegt laut Interessenverband Mieterschutz e.V. eine sogenannte gesamtschuldnerische Haftung vor. Das bedeutet, dass der Vermieter im Zweifelsfall die gesamte Miete von einem allein fordern kann – auch bei Auszug eines Partners.  Zudem kann das Paar nur gemeinsam den Mietvertrag kündigen.

Wenn nur einer die Wohnung mietet, besteht andererseits für den anderen das Risiko, von einem Tag auf den nächsten ausziehen zu müssen. Es empfiehlt sich, im Vorfeld Vereinbarungen zu den Punkten  Wohnen, Wohnrecht und auch Kaution schriftlich festzuhalten.

Eigenheim für unverheiratete Paare

Beim Immobilienkauf sollten sich beide Partner ins Grundbuch eintragen lassen.Unverheirateten Paaren, die zusammen eine Immobilie kaufen möchten, raten Experten, sich gemeinsam mit den Beteiligungsquoten ins Grundbuch eintragen zu lassen.

Riskant ist es, wenn nur einem die Immobile gehört: Denn dann stehe der andere „mit einem Bein auf der Straße“, erklärt der Verband Vorsorgeanwalt. Eine Variante zur Absicherung des Partners: Ein Wohnrecht im Grundbuch eintragen lassen. Das ist besonders für einen Todesfall wichtig, ansonsten droht demjenigen, der nicht Mitbesitzer ist, der Rausschmiss durch die Erben.

Ohne Trauschein existenziell: Sorgerecht, Vorsorgevollmacht und Testament

Für gemeinsame Kinder sollten Unverheiratete unbedingt auch das gemeinsame Sorgerecht beantragen – am besten schon vor der Geburt, damit bei einer Krise wie Trennung, Krankheit oder Todesfall die Sprösslinge abgesichert sind. Zudem sollte man bedenken, dass es im Falle einer Trennung keinen Anspruch auf Unterhaltszahlungen gibt. Regeln lässt sich dies nur durch einen entsprechenden Vertrag. 

Auf die Notwendigkeit einer Vorsorgevollmacht weist Moritz Menges hin, Geschäftsführer der Hamburgischen Notarkammer: Ein nicht verheirateter beziehungsweise nicht eingetragener Partner erhalte ohne entsprechende Vollmacht im Krankheitsfalle des eigenen Partners generell keine Auskunft über dessen Gesundheitszustand und dürfe „schon gar keine Behandlungsentscheidungen treffen“.

Ohne Testament tritt beim Tod die gesetzliche Erbfolge ein, der hinterbliebene nichteheliche Partner geht also leer aus. Dann kann es sein, dass sogar weit entfernte Familienangehörige des verstorbenen Partners erben. Deshalb sollten beide frühzeitig ein Testament verfassen.

Partnerschaftsvertrag statt einzelner Abmachungen

Partnerschaftsverträge helfen, die meisten wichtigen Dinge zu regeln.Partnerschaftsverträge helfen, die meisten wichtigen Dinge in einem Dokument zu regeln: Etwa, wer im Falle einer Trennung die gemeinsame Wohnung übernehmen darf, wie das gemeinsame Vermögen aufgeteilt wird oder, ob und wann die Partner Unterhaltszahlungen leisten. Ein Partnerschaftsvertrag „muss zwar nicht per se vor einem Notar abgeschlossen werden“, erklärt Moritz Menges. Dies ist nur erforderlich, wenn Regelungen über Immobilien enthalten sind. Allerdings: Wer sich auf juristisch niet- und nagelfeste Formulierungen verlassen möchte, für den lohnt sich freilich in jedem Fall der Gang zum Notar.

    Weitere themen

    • Körper
    • Mensch
    • Alternativmedizin
    • Versorgung
    • Leben
    • Mode
    • Schönheit
    • Genuss
    • Reisen
    • Technik
    • Bauen
    • Einrichten
    • Umzug
    • Garten
    • Mobilität
    • Recht
    • Geld
    • Behörden
    • Versicherungen
    • Steuern
    • Lebensweg
    • Freizeit
    • Arbeit
    • Bildung
    • Soziales
    TOP SUCHBEGRIFFE