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Alarmierend: Patienten verstehen Ärzte oft gar nicht



Auch vor der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Fragen unverständlich oder gar nicht beantwortet.
Auch vor der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Fragen unverständlich oder gar nicht beantwortet.

Um die Qualität in Kliniken zu verbessern, wird bereits in vielen Ländern die Perspektive der Patienten berücksichtigt. In Deutschland spielt diese nur eine geringe Rolle. Dabei gibt es gute Gründe, weshalb sich das ändern muss.

Das Picker Institut Deutschland hat Daten ausgewertet, die zwischen 2010 und 2013 in etwa 160 deutschen Krankenhäusern erhoben wurden. Unter den Befragten befanden sich rund 140.000 Patienten und Patientinnen, 11.000 Pflegekräfte und 5.000 Ärzte und Ärztinnen.

"Nur, wer auch weiß, wie Patienten die Prozesse im Krankenhaus faktisch erlebt haben, kann eine schonungslose Bestandsaufnahme der Versorgungsrealität vornehmen“, so Maria Nadj-Kittler, Managing Director des Instituts. Sie gibt zu bedenken, dass die beste Initiative für mehr Qulität keinen Erfolg hat, wenn die Erfahrungen von Patienten und Mitarbeitern nicht berücksichtigt werden.

Schlechte Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten

Die meisten Qualitätsmängel in deutschen Krankenhäusern gibt es im Bereich der Kommunikation. Dies betrifft die Zeit während des Aufenthalts und auch die Abläufe bei der Entlassung von Patienten und Patientinnen.

So geben 21 Prozent aller Befragten an, dass sie auf wichtige Fragen keine verständlichen Antworten von Ärzten oder Pflegern und Schwestern erhalten haben. Mit fast genau so vielen Patienten und Patientinnen wurde überhaupt kein Entlassungsgespräch geführt und ein Drittel aller hat unzureichende Informationen über die häusliche Medikation erhalten. Über Nebenwirkungen wurde über die Hälfte nicht informiert. 

Das ist umso erschreckender, weil längst bekannt ist, dass Patienten und Patientinnen schneller gesunden, wenn sie ihre Erkrankung und deren Behandlung verstanden haben. Denn so sind sie in der Lage, hilfreiche Angaben zu Beschwerden zu machen, agieren vorteilhafter in Bezug auf ihre Gesundheit und halten sich eher an verordnete Therapien.

Auch Mitarbeiter üben Kritik an der Kommunikation

Über ein Drittel aller befragten Ärzte und Pflegekräfte nimmt die Übergabe als ineffizient und unstrukturiert wahr, bei Besprechungen sieht es ähnlich aus. Fast ein Fünftel aller Pfleger und Schwestern hat Schwierigkeiten, aktuelle Patienteninformationen zu erhalten und kann sich nur schlecht ein Bild zum aktuellen Gesundheitszustand, der Behandlung oder zu Testergebnissen der Erkrankten machen. Einem Drittel liegen keine Informationen zu Entlassungen von Patienten oder Patientinnen vor.

Die Ursachen für die schlechte Kommunikation finden also bereits an früherer Stelle der Informationskette. Für das von der Regierung geplante Qualtiätsinstitut für Gesundheit ist jedoch lediglich geplant, patientenrelevante Endpunkte in Erhebungen mit einzubeziehen - es sollen also nur Ergebnisse dokumentiert werden. Auf diese Weise ist kein umfassendes Qualitätsurteil möglich. Erfahrungen von Patienten und Patientinnen geben hingegen auch wichtige Hinweise auf die Qualität der Abläufe.

Mit den Daten des Picker Reports gelingt es dem Institut, seine Kritik an der aktuellen gesundheitspolitischen Qualitätsdiskussion mit Fakten zu unterfüttern.

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