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Antidepressiva: Schlecht für's Gedächtnis?



Nicht nur gut für das Erinnerungsvermögen - in der REM-Phase finden auch die meisten Träume statt.
Nicht nur gut für das Erinnerungsvermögen - in der REM-Phase finden auch die meisten Träume statt.

Während der REM-Schlafphase werden Erinnerungen im Gedächtnis verankert. Einige Antidepressiva unterbinden diese Phase. Laut einer Studie an der Berliner Charité könnten sie die Konzentrations- und Lernfähigkeit erschweren.

Etwa ein Viertel der Schlafzeit befinden sich Erwachsene in der sogenannten REM-Phase. REM ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck Rapid Eye Movement (dt.: schnelle Augenbewegung) - ein besonderes Verhaltensmerkmal in dieser Phase. Puls und Blutdruck sind dann höher als während der restlichen Schlafzeit und einige Gehirnströme so aktiv wie bei Menschen im Wachzustand.

Wird in Versuchen die REM-Phase unterbunden, holen Probanden und Probandinnen diese in den darauffolgenden Nächten nach. In der Zeit ohne REM-Phase haben viele von ihnen Probleme beim Lernen. Sie können sich nur schlecht konzentrieren und das Gedächtnis funktioniert nicht gut. 

Antidpressiva und die REM-Phase

Depressive Menschen erwecken häufig den Anschein, antriebslos und müde zu sein. Dennoch sind sie innerlich angespannt und ihr Gehirn ist sehr aktiv. Um diese Kopfarbeit zu reduzieren, werden manchmal Antidepressiva eingesetzt, die den REM-Schlaf unterdrücken.

Dies ist effektiv hinsichtlich der Depression, beeinflusst aber die kognitiven Fähigkeiten der Patienten und Patientinnen: Während der REM-Phase werden Erinnerungen im Langzeitgedächtnis gespeichert. Diese Funktion ist auch beim prozedualen Lernen wichtig. Zum Beispiel, wenn wir uns beim Musizieren oder in einer Fremdsprache verbessern wollen.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Dieter Kunz vom Institut für Physiologie der Charité wollte herausfinden, ob Depressive aufgrund ihrer Erkrankung oder wegen des Medikamets Probleme mit dem Gedächtnis haben. Dafür untersuchten sie 25 gesunde Personen, die sich vor dem Schlafengehen visuelle Muster merkten. Danach erhielten sie ein Placebo oder den Wirkstoff Amitriptylin. Dieser gehört zu den trizyklischen Antidepressiva und war bis zur Verbreitung der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eines der weltweit am meisten verordneten Medikamante gegen Depressionen.

Antidepressivum schneidet schlechter ab

Kognitive Störungen bei depressiven Patienten könnten durch das Antidepressivum Amitriptylin zumindest mit verursacht werden.Es stellte sich heraus, dass am nächsten Morgen bei den Testpersonen mit dem Placebo das Gedächtnis besser funktionierte: Sie erkannten Muster viel schneller als die, die das Antidepressivum genommen hatten.

"Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass kognitive Störungen bei depressiven Patienten durch das Antidepressivum Amitriptylin zumindest mit verursacht werden." so Dr. Kunz. Er hält es für wichtig, die Entwicklung von neuen Substanzen voranzutreiben, die auch die Schlafqualität von Menschen mit Depressionen verbessern und nicht nur ihr Befinden im Wachzustand.

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