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Antikörpertherapie könnte Psoriasis heilen



15 Millionen Menschen in Europa leiden an Psoriasis.
15 Millionen Menschen in Europa leiden an Psoriasis.

Forscher haben womöglich eine Heilungschance für Psoriasis entdeckt. Ein spezieller Antikörper soll Schuppenflechten dauerhaft stoppen.

In Deutschland leiden rund 2 Millionen Menschen an Psoriasis - auch Schuppenflechte genannt. Weltweit sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Unterschieden wird in die Typ 1- und Typ 2-Psoriasis. Erstere tritt vermehrt im Jugendalter zwischen 15 und 25 Jahren auf und ist meist auf erbliche Ursachen zurückzuführen. Typ 2 betrifft Menschen im Alter von 50 bis 60 Jahren und hat meist keine genetischen Ursachen.

Unkontrolliertes Hautwachstum bei Psoriasis

Schuppenflechten sind erkennbar durch erhabene, rötliche Herde auf der Haut, die mit einer silbrig glänzenden Schuppe überzogen sind – den sogenannten Plaques. Sehr oft tritt Psoriasis an den Schienbeinen, Knien, Ellen- und Ellenbogen auf. Etwa 85 Prozent aller Psoriasis-Patienten leiden unter starkem Juckreiz an den betroffenen Hautstellen. Ungefähr 30 Prozent bilden im Laufe ihrer Krankheit eine Psoriasis-Arthritis aus, bei der sich die Gelenke schmerzhaft entzünden.

Ein gutartiges aber rasantes Wachstum (bis zu 7 Mal schneller) der Oberhaut führt zur Bildung der Schuppenflechten. Normale Haut wächst innerhalb von etwa 28 Tagen. Bei Psoriasis-Patienten wächst sie innerhalb von 3 bis 4 Tagen.

Psoriasis kann jeden treffen

Neben der erblichen Komponente können zahlreiche Trigger als Auslöser für den Ausbruch der Schuppenflechte verantwortlich sein bzw. für Rückfälle. Daher ist eigentlich niemand vor der Hauerkrankung gefeit. Besonderes die psychische Komponente mit Stress und Kummer kann ein wesentlicher Faktor sein.

Kratzen verschlimmert PsoriasisAber auch vorangegangene bakterielle Infektionserkrankungen wie eine Mandelentzündung, hormonelle Schwankungen (z.B. in der Schwangerschaft), Übergewicht, Klimawechsel oder bestimmte Medikamente wie Betablocker oder ACE-Hemmer können Psoriasis auslösen. Falsche Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen sind ebenso starke Trigger. Mechanische Reize (Druck, Kratzen, Verbrennungen, Sonnenbrand etc.) können zum isomorphen Reizeffekt führen.

Bekannt ist dies unter dem Köbener Phänomen, welches ein Drittel aller Patienten betrifft.

Bei den meisten Patienten reicht eine Behandlung mit kortisonhaltigen Salben zur äußeren Anwendung nicht aus. Systemische Therapien mit Immunsupressiva und Biologicals haben nicht selten starke Nebenwirkungen. Sind die Ursachen psychischer Natur, können einzig Psychotherapien hilfreich sein. Doch nicht alle Patienten und behandelnde Ärzteschaft schenken dem genügend Aufmerksamkeit.

Hoffnung durch Antikörpertherapie

Amerikanische Forscher konnten nun in einer Studie deutliche Verbesserungen der Psoriasis erwirken: 31 Patienten wurde einmalig der Antikörper BI 655066 intravenös verabreicht oder unter die Haut gespritzt. Der Wirkstoff blockierte zielgerichtet eine Untereinheit des Hormons Interleukin, welcher als wichtiger Auslöser für das fehlgeleitete Hautwachstum gilt.

Innerhalb der ersten sechs Wochen nach Verabreichung des Medikaments konnte bei 87 Prozent der Testpersonen eine Reduktion der Psoriasis um 12,75 Prozent festgestellt werden, bei 58 Prozent verbesserte sich die Erkrankung um 90 Prozent und bei 16 Prozent verschwand die Psoriasis vollständig.

Heilungschance für Psoriasis-Patienten?

Obwohl das Medikament nur einmalig gespritzt wurde, konnte ein Anhalten der Verbesserung bis zu 66 Wochen nach der Verabreichung beobachtet werden. Auch eine Untersuchung der sanierten Hautstellen überzeugte beim Vergleich mit gesunden Hautarealen: es gab keinen Unterschied bei der genetischen Zusammensetzung.

Weitere Studien sind nun erforderlich, da der Schweregrad der Erkrankungen voneinander abwich und den Patienten unterschiedliche Dosierungen in verschiedener Form verabreicht wurden.

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