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Aufatmen trotz Heuschnupfen



Pollen sind ein Ärgernis für Allergiker und Allergikerinnen.
Pollen sind ein Ärgernis für Allergiker und Allergikerinnen.

Für einige Menschen bedeutet das Ende des Winters nicht nur längere, hellere Tage mit viel Sonnenschein. Heuschnupfen beschert den Leidgeplagten ganz andere Frühlingsgefühle: Eine Entzündung der Nasenschleimhaut und weitere unangenehme Begleiterscheinungen.

Tatsächlich gehört Heuschnupfen, bzw. eine allergische Rhinitis, zu den häufigsten Allergien in Deutschland. Schätzungsweise jeder fünfte Bundesbürger leidet darunter. Schuld an der Pollinose sind, wie der Name schon sagt, Pollen. Je nach Monat sind unterschiedliche Pollen unterwegs, um den Allergikern das Leben schwer zu machen. Allein von April bis September sind es über 16 verschiedene Sorten. Davon machen manchmal elf verschiedene Pflanzen oder Allergene zur gleichen Zeit vor allem Mehrfachallerikern den Umgang mit den Beschwerden fast unmöglich. Besonders Weide, Birke und verschiedene Gräser lösen mitunter unangenehme überempfindliche Reaktionen aus.

So geht’s mit dem Heuschnupfen

Wenn eine Allergie besteht, reagiert unser Abwehrsystem auf eigentlich harmlose Stoffe mit einer Immunreaktion. Dabei werden verschiedene Entzündungsstoffe freigesetzt, z. B. Histamin, Tryptase, Leukotriene oder Prostaglandine. Die Folgen davon sind meist: eine laufende Nase, Niesreiz, Verstopfung der Nasenwege sowie tränende und gerötete Augen. Auch ein Juckreiz im Bereich der Nase, Augen, Mund bzw. Rachen oder Ohr kann auftreten. Oftmals gibt es neben den üblichen Symptomen auch noch andere Nebenerkrankungen, die ebenfalls in den freigesetzten Entzündungsstoffen ihre Ursache haben. Zum Beispiel eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis).

Die allergische Rhinitis wird je nach Schwere der Symptome eingeteilt: Während bei der leichten Form noch ein normaler Schlaf, sowie schulische, berufliche, sportliche oder sonstige Freizeitaktivitäten möglich sind, sind diese Dinge bei einer schwerwiegenderen Form der Allergie nicht uneingeschränkt durchführbar. Nicht nur der Schlaf leidet dann darunter - auch können sich die Betroffenen schwer konzentrieren und sind generell nicht besonders leistungsfähig.

Heuschnupfen? Ab zum Arzt!

Etwa 10-15% der Gesamtbevölkerung Deutschlands leiden bisher an der Pollenallergie. Die Tendenz ist dabei jedoch insbesondere bei Kindern steigend. Grund dafür sind neben Vererbung vor allem die optimierten hygienischen Bedingungen in Kita und Elternhaus. Ohne den Kontakt zu Keimen und Bakterien wird das Immunsystem leider wenig trainiert. Dadurch ist der Organismus nicht nur schneller angreifbar für ansteckende Krankheiten, sondern auch anfälliger für sämtliche Allergien. Es können Unverträglichkeiten nicht nur gegenüber Pollen, sondern auch gegen Hausstaub, Tierhaare oder bestimmte Lebensmittelbestandteile entstehen.

Es ist sehr wichtig, dass Heuschnupfen sachgemäß mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt wird. Andernfalls drohen die Symptome chronisch zu werden oder verlagern sich auf die anderen Atemwege. Ein Asthma bronchiale ist eine mögliche Folge der unbehandelten Pollinose. Der Gang zum Arzt ist in diesem Fall schon bei den ersten Anzeichen anzuraten, egal wie alt der Patient ist.

Ehe der Allergologe eine medikamentöse Behandlung des Heuschnupfens einleitet, muss er zunächst auf Nummer Sicher gehen, dass es sich nicht um eine Verwechslung mit einer Erkältung handelt. Schließlich sind die Symptome zum Verwechseln ähnlich. Mit dem sogenannten Pricktest kann der Arzt herausfiltern, welcher Stoff die Symptome auslöst.

Der Pricktest

Bei dem harmlosen und schmerzfreien Pricktest, wird ein kleiner Tropfen der Allergenlösung auf den Unterarm getropft. Die Haut unter der Flüssigkeit wird leicht angeritzt, um das Eindringen des Allergens zu gewährleisten. Reagiert die Haut auf einen oder mehrere Stoffe nach ca. 20 Minuten mit Rötung, Juckreiz oder Quaddelbildung, ist eine Allergie anzunehmen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Daher gehört zu dem Test auch ein ausführliches Gespräch, in dem geklärt wird, wann und in welcher Situation die Symptome auftreten, um bestimmte andere Auslöser, z. B. Stress, auszuschließen. Das Gespräch dient selbstverständlich auch dafür, um mögliche Komplikationen während des Pricktests auszuschließen – ein allergischer Schock kann sehr gefährlich sein.

Dem Heuschnupfen aus dem Weg gehen?

Durch den Luftdatenservice verschiedener Webseiten oder auch Apps können mittels Eingabe der Postleitzahl die Pollenkonzentrationen in der jeweiligen Umgebungsluft abgerufen werden. Dadurch lässt sich der Kontakt nicht unbedingt vermeiden, jedoch können rechtzeitig die entsprechenden Medikamente eingenommen werden, um die Symptome des Heuschnupfens zu umgehen.

Spezielle Nasensprays oder –tropfen (Dekongestiva) lassen die betroffenen Schleimhäute abschwellen und erleichtern so das Durchatmen. Antihistaminika werden oral als Tabletten oder Tropfen verabreicht oder direkt in die Augen oder Nase gegeben. Mittlerweile ist die stark beruhigende Nebenwirkung auch nahezu behoben worden. Antihistaminika wirken zügig innerhalb einer Viertelstunde. Leider haben die Medikamente keine abschwellende Wirkung auf die Nasenschleimhäute.

Des Weiteren gibt es noch Glukokortikosteroide (GKS), die allgemein bei allen Allergien eingesetzt werden können und die beste umfassende Wirksamkeit aufweisen. Die abschwellende Wirkung bringt große Erleichterung für die Betroffenen. Sogenannte Cromone sind in Ihrer Wirksamkeit bzw. in Bezug auf die Nebenwirkungen deutlich weniger ausgeprägt, weshalb diese Präparate unter anderem Schwangeren verabreicht werden.

Eine Alternative bietet die Hyposensibilisierung. Bei dieser spezifischen Immuntherapie werden in zeitlichen Abständen und mit steigender Dosis Allergene unter die Haut gespritzt. In der Folge aktivieren sich die Immunzellen, die die allergischen Reaktionen abschalten oder die Allergie sogar für immer verschwinden lassen.

Besser Leben trotz Heuschnupfen

  • Wer bereits weiß, auf welche Pollen oder Gräser der Körper allergisch reagiert, sollte natürlich den direkten Kontakt durch Aufenthalt draußen, im Garten oder auf der Wiese vermeiden.

  • Körperliche Anstrengungen im Freien, die zu einer vermehrten Atmung führen, können den Ausbruch der Symptome ebenfalls beschleunigen.

  • Zigarettenqualm und sonstige Schadstoffbelastung sollten vermieden werden, da sie die Atemwege zusätzlich reizen.

  • Eine positive Wirkung können tägliches Staubsaugen (auf einen Mikrofilter beim Staubsauger achten) und ein Luftfilter in den eigenen vier Wänden haben.

  • Bringen Sie getragene Tageswäsche nicht ins Schlafzimmer.

  • Duschen Sie vor dem Schlafen und waschen Sie sich dabei auch die Haare und Haare.

  • Allergiker sollten besonders auf Regentage Acht geben. Circa eine Stunde nach einem kräftigen Regenguss ist die Luft quasi pollenfrei und bietet den idealen Zeitpunkt, um zu lüften. Zum Thema Lüften gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Stadt und Land. Während auf dem Land die höchste Pollenkonzentration in den frühen Morgenstunden gemessen werden kann, ist in der Stadt eher abends die Zeit für Pollenflüge. Dementsprechend sollte das Lüftungsverhalten angepasst und stets zur entgegengesetzten Pollenflugzeit erfolgen. 

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