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Augen auf! Gesund durch die WM in Brasilien



Augen auf! Gesund durch die WM in Brasilien
Bewusstes Reisen in Brasilien

Ohne Frage, die treuesten Fußball-Fans fiebern mit unserer Nationalelf und das am liebsten vor Ort in Brasilien. „Fiebern“ ist in diesem Fall nicht wörtlich zu nehmen, denn in Südamerika lauern so einige Reisekrankheiten, die jedoch leicht verhindert werden können.

Die diesjährige WM findet in Brasilien an mehreren Orten statt. Wer alle Spiele der Deutschen live möchte, wird eine große klimatische und landschaftliche Vielfalt des Landes kennen lernen. Dies ist nicht nur spannend, sondern kann auch belastend für den Körper und die Gesundheit sein.

Tropische Bedingungen in Brasilien

Die Temperaturen bewegen sich zwischen warm-gemäßigten 20 Grad Celsius und äquatorialen 30 Grad Celsius. Besonders die große Hitze gepaart mit Schwüle kann eine Belastung für den Kreislauf darstellen. Wichtig ist es, viel zu trinken – und damit ist nicht der berühmte Caipirinha gemeint, sondern Wasser. Keine Zigaretten oder andere nikotinhaltige Dinge konsumieren! Der Körper sollte zudem nicht überanstrengt werden, zum Beispiel durch zu viel Sport. Luftige Kleidung aus Leinen hält eine gesunde Körpertemperatur aufrecht.

Impfpflicht für den Urlaub in Brasilien?

Es besteht keine Pflicht sich vor der Reise nach Brasilien impfen zu lassen, dennoch wird ein Schutz gegen Tetanus und Diphterie empfohlen. Höchstwahrscheinlich liegt beim Reisenden bereits eine Grundimmunisierung vor, die eventuell aufgefrischt werden muss - dies ist mindestens alle zehn Jahre der Fall. Aufgrund des Anstiegs in den letzten Jahren ist auch eine Impfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) der sicherere Weg. Des Weiteren könnte eine Immunisierung gegen Hepatitis A und B, sowie Meningitis sinnvoll sein. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist besonders in ländlichen Gebieten von Bedeutung. Rucksacktouristen sollten dies entsprechend beachten. Am sichersten ist es, wenn sich Urlauber zuvor beim zuständigen Arzt, im Tropeninstitut oder der Brasilianischen Botschaft beraten lassen.

So schützen Sie sich in Brasilien vor Insekten

Die größte Gefahr geht in Brasilien tatsächlich von Insekten und Spinnentieren aus. Sie sind der Hauptüberträger von Infektionskrankheiten. Allem voran Mücken, die mit Vorliebe Malaria und Dengue-Fieber verbreiten. Reisende sollten sich mit Moskitonetzen im Schlafraum, Insektenschutzmitteln und entsprechender Körperbedeckung schützen, da besonders Dengue-Fieber durch nacht- und tagaktive Mücken übertragen wird.

Weitere durch Insekten übertragene Krankheiten in Brasilien sind die Amerikanische Haut- und Schleimhaut-Leishmaniose, die Chagas-Krankheit, die Bilharziose sowie Infektionen durch Fadenwürmer (Filarien) wie Onchozerkose und Bancroft-Filariose. Auch die Pest durch eine Übertragung durch Flöhe oder Tollwut durch Fledermäuse ist möglich aber bei Hoteltouristen eher unwahrscheinlich.

Besonders für Rucksacktouristen gilt es, auf ausreichenden Insektenschutz zu achten, in betroffenen Gebieten nicht in „einfachen“ Hütten zu übernachten und das Baden im Süßwasser zu vermeiden. Antibiotika für den Notfall sollten in der Reiseapotheke keinesfalls fehlen.

Nahrungsmittelhygiene

Beim Essen und Trinken gilt überall besondere Vorsicht, da sonst Durchfallerkrankungen drohen. Auch wenn sie verlockend sind: die Imbissstände auf der Straße bergen die größte Gefahr. Obst und Gemüse stets mit abgekochtem Wasser reinigen und nur entkeimtes Wasser trinken. Eiswürfel stellen diesbezüglich eine Herausforderung dar, da sie nahezu überall verwendet werden. Falls ein Urlaub auf eigene Faust geplant ist, sollten Mikrofilter und Entgiftungstabletten zur Wasserreinigung verwendet werden.

Neben Durchfall spielt auch Cholera eine entscheidende Rolle. Aber auch mit durch Parasiten ausgelöste Erkrankungen wie Fadenwürmer und Finnenbandwürmer sollte gerechnet werden. Deshalb niemals rohes oder nicht ausreichend durchgegartes Fleisch verzehren.

Besonders von europäischen Besuchern wird auch die mögliche Infektion mit HIV oft unterschätzt. Brasilien gehört noch immer zu einem der stark betroffenen Länder. Bei sexuellem Kontakt sei dringend auf das Benutzen von Kondomen hingewiesen. Ein Aufenthalt im Krankenhaus kann jedoch auch zur Aids-Falle werden, da Blutkonserven, Spritzen und Kanülen verunreinigt sein können.

Das Brasilien-Notfall-Set

Egal wie gesund sich Reisende bei Antritt des Abenteuers fühlen: es ist nie abzusehen, was passiert. Eine Auslandskrankenversicherung sowie Reiserückholversicherung sind daher unverzichtbar. Zudem sollte eine Liste mit deutsch- und englischsprachigen Ärzten vor Ort mit an Bord gehen.

Eine vorbeugende Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten kann sinnvoll sein, sollte aber wegen der oftmals starken Nebenwirkungen mit dem Arzt abgesprochen werden.

Eine generelle Reiseapotheke ist nicht nur für Rucksacktouristen ein Pflichtprogramm. Diese sollte enthalten: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektion, Insekten- und Sonnenschutzmittel. Salbe bei Insektenstichen und Verbandmaterial sind ebenso empfehlenswert.

Kriminalität in Brasilien

Leider ist es nicht gerade selten, dass Touristen Opfer eines Raubüberfalls werden. Besonders in den Großstädten Brasiliens ist die Kriminalität relativ hoch. Armensiedlungen (Favelas) sollten dringend gemieden werden. In den Abendstunden ist es mit dem Taxi deutlich sicherer. Das gilt auch für die Fahrt vom Flughafen zum Hotel. Wertsachen im Idealfall nicht mitführen und im Hotelsafe lassen. Im Falle eines Überfalls niemals Widerstand leisten! Leider stehen die Täter oft unter Drogeneinfluss und schrecken nicht vor Gewaltanwendungen zurück. In Notfällen sollte sich der Urlauber an die deutsche Botschaft in Brasilien wenden.

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