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Babyklappe als letzter Ausweg



Frauen können sich anonym der Klinik anvertrauen.
Frauen können sich anonym der Klinik anvertrauen.

Seit Anfang dieses Monats gibt es im Vivantes Klinikum in Hellersdorf eine Babyklappe. Es ist die fünfte in Berlin – und die erste im Osten der Stadt. 

Eine Babyklappe soll Aussetzungen oder gar Tötungen von Neugeborenen verhindern. Mütter können dort ihre Babys anonym abgeben, ohne sie gesundheitlich zu gefährden. Der Babyklappen-Bereich in Hellersdorf ist weder einsehbar, noch wird er von Kameras überwacht. Hinter der Klappe befindet sich ein Wärmebett. Legt eine Mutter ihr Baby dort hinein, wird im Kreissaal und auf der Wochenstation zeitverzögert ein Signal ausgelöst. So können sofort eine Hebamme und eine Schwester verständigt werden, die das Neugeborene in die Klinik bringen, um es medizinisch zu versorgen. Anschließend wird das Jugendamt benachrichtigt, das sich des Babys annimmt und eine Betreuung in die Wege leitet.

Babyklappen retten Leben

Im Vivantes Klinikum in Neukölln gibt es bereits seit 2006 eine Babyklappe. Laut einem Papier des Sternipark e.V. - ein freier Jugendhilfeträger -  wurden dort bereits 7 Kinder abgegeben. Auf die Erfahrungen, die dort gemacht wurden, konnte nun zurückgegriffen werden. Schließlich muss das Klappe jederzeit in technisch einwandfreiem Zustand und eine mögliche medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet sein. 

Die Babyklappe lohne sich schon, wenn nur ein Neugeborenes gerettet werden kann, findet Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Vivantes Geschäftsführung. Natürlich wünsche sie sich, dass Frauen sich der Klinik nicht nur anonym anvertrauten. Doch es gebe Situationen, die werdenden Müttern offenbar so ausweglos erscheinen, dass sie gar nicht erst das Krankenhaus aufsuchen. 

In Hellersdorf war im vergangenen Jahr ein totes Baby im Müll gefunden wurden. Bernd Siggelkow, Vorstand des christlichen Kinder- und Jugendwerks "Die ARCHE" e.V. hat sich dafür eingesetzt, dass es endlich auch in diesem Bezirk eine Babyklappe gibt und lobt Berlins Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja für seinen Einsatz für das Projekt. Er betont jedoch auch, dass es an uns allen, liegt dass die Babyklappe auch im Bewusstsein der Bevölkerung verankert wird, damit Mütter und Familien in Notlagen wissen, wohin sie sich wenden können.

Stimmen gegen die Babyklappen

Wie hilfreich Babyklappen tatsächlich sind, ist allerdings umstritten. Eine Studie des Deutschen Jugendinsitituts zeigt, dass sie durchaus auch zweckentfremdet genutzt werden: So gab es Fälle, in denen tote oder behinderte Kinder in die Klappe gelegt wurden oder das Neugeborene von einer dritten Person dorthin gebracht worden war. Es handelte sich auch nicht immer um Neugeborene und manchmal wurden die Babyklappen als Instrument der kurzfristigen Inobhutnahme genutzt, um akute Krisensituationen in den Griff zu bekommen. 

Die Zahlen der ausgesetzten Neugeborenen sind auch in Städten mit Babyklappen nicht rückläufig und Terre des Hommes Deutschland e.V. spricht sich ausdrücklich gegen solche Einrichtungen aus. 

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