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Bei Stottern hilft Sprechen



Rund ein Prozent der Weltbevölkerung sind Stotterer und Stotterinnen.
Rund ein Prozent der Weltbevölkerung sind Stotterer und Stotterinnen.

Viele Kinder stottern, haben jedoch im Erwachsenenalter einen normalisierten Redefluss. Für volljährige Stotterer gibt es jedoch erfolgreiche Therapiemöglichkeiten.

80 Prozent aller Kinder durchlaufen im frühen Alter Phasen des gestörten Sprachflusses. Meist verschwinden die Probleme im Laufe der Pubertät wieder. So haben zum Beispiel auch Bruce Willis oder Rowan Atkinson, bekannt als Mr. Bean, als Kinder gestottert.

In Deutschland sind circa 800.000 Menschen vom Stottern betroffen. Viele davon sind erwachsen. Menschen, die stottern, schämen sich oft dafür und versuchen ihr Problem zu verstecken, indem sie kaum reden oder sich komplett zurückziehen. Dabei gibt es Therapiemöglichkeiten, die innerhalb eines Jahres zur kompletten Stotterfreiheit führen können.

Vererbung: Holprige Hirntätigkeit bei Stotterern

Am 22. Oktober ist Weltstottertag.Sprechen ist sehr komplex und keinesfalls selbstverständlich. In kürzester Zeit müssen Atmung, Stimmgebung und Artikulation zusammenarbeiten. „Bei Stotterern ist das Zusammenspiel einzelner Vorgänge im Gehirn während des Sprechens gestört“, erklärt Ulrike Genglawski von der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe. Was genau für das Phänomen verantwortlich ist, ist noch nicht endgültig erforscht.

Mediziner gehen von einer erblichen Disposition aus, doch nicht jeder, der diese Eigenschaften in sich trägt, muss zwangsläufig stottern, klärt Genglawski auf. Fachärzte sind ratlos, warum das Stottern bei einigen im Jugendalter wieder verschwindet und bei anderen ein Leben lang bleibt.

Intensive Stotter-Therapie für nachhaltige Ergebnisse

Den meisten Betroffenen hilft eine intensive Therapie, bei der verschiedene Sprachtechniken wie das Fluency Shaping gelehrt werden. Unter anderem lernen Stotterer und Stotterinnen, am Anfang eines Wortes, die Stimme weich einzusetzen, Vokale zu dehnen und ihre Atmung zu kontrollieren. Zunächst erfolgen 10 Tage Intensivtherapie mit täglich drei bis sechs Stunden Einzelsitzungen.

Dem schließen sich weitere 10 Monate Einzel- und Gruppensitzungen an. Natürlich ist dies sehr zeitaufwändig und gerade für berufstätige Menschen schwer umsetzbar. Daher bieten einige Zentren wie zum Beispiel das Institut der Kasseler Stottertherapie eine Ferntherapie an. „Je nach Disziplin und Einsatz der Patienten können die meisten nach rund einem Jahr nahezu stotterfrei sprechen“, so Anja Fuhrmann, ehemalige Stotterin und Therapeutin des Instituts.


Verstecken hilft nicht beim Stottern

Wichtige Erkenntnis bei der Therapie sollte sein, dass ein Rückzug in die eigenen vier Wände nicht hilft, der Kontakt mit anderen und das häufige Sprechen hingegen schon.

Hinweis für Nichtstotterer und Nichtstotterinnen: Auf keinen Fall sollten Sie den Betroffenen ins Wort fallen, ihn oder sie gar zum „Durchatmen“ auffordern oder den Blick beim Gespräch abwenden. Dadurch bauen Sie nur noch mehr Druck auf und verunsichern ihre Gesprächspartner. Verhalten Sie sich also wie immer.

(ik, dpa/tmn)

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